Darum gehts
- Das Hotel Pfösl in Südtirol setzt auf nachhaltigen Luxus ohne Plastik
- Familienbetrieb mit Tradition: Nächstes Jahr entsteht ein neuer Wellnessbereich
- 50 Pistenkilometer im Skigebiet Obereggen, nur 10 Minuten vom Hotel entfernt
Sechs verschiedene Buttersorten von Bauern aus der Nachbarschaft. Geräucherte Lachsforelle statt importierter Lachs. Kein Stück Plastik im Zimmer. Das Green Luxury Hotel Pfösl im Südtiroler Eggental macht Nachhaltigkeit nicht zur Verzichtsübung – sondern zur genussvoll gelebten Philosophie.
Das Vier-Sterne-Superior-Hotel liegt im südlichsten Tal der Südtiroler Dolomiten, rund 1400 Meter über Meer, umgeben von eigenen Wiesen, Wäldern und Gärten. Was es nicht aus der Region gibt, gibt es nicht im Pfösl. «Green Luxury» nennt sich das Hotel selbst – und der Begriff ist nicht Marketingsprech, sondern gelebter Alltag. Alles ist aus Holz und Stein, Plastik wird konsequent vermieden. Im eigenen Garten spriessen Kräuter, im Sommer wird Gemüse fermentiert und für den Winter vorbereitet. «Alles wächst im Kreislauf und wird hier verarbeitet», sagt Hotelpatronin Brigitte Zelger.
Zelger führt das Haus gemeinsam mit ihrer Schwester Eva und deren Mann Daniel Mahlknecht. Das Dreigespann ist allpräsent – man trifft die drei in der Lobby, beim Morgenschwumm im Pool, im Aussenbereich. Sie führen die Familientradition der Zelger-Eltern fort, die 1950 mit einem einfachen Gasthaus begonnen hatten und das Haus bis in die 1990er-Jahre zum Vier-Sterne-Hotel ausbauten. Seither wurde kontinuierlich erweitert und verfeinert – und nächstes Jahr folgt die bisher grösste Investition: der Bau eines komplett neuen Wellnessbereichs.
Rundum-Regeneration
Das Anwesen selbst datiert auf 1730 zurück. Im Herzen der Anlage steht das alte Backhaus, in dem in den wärmeren Monaten noch heute angefeuert wird. Daneben ein Stall von 1852 mit fast antikem Traktor – alles noch funktional, alles noch sinnbildlich für die Philosophie des Hauses: Tradition und Moderne in der Natur, mit der Natur bei allen Entscheidungen im Mittelpunkt. «Dieser Ort hat eine besondere Energie», sagt Brigitte Zelger. Sie nennt das Pfösl «Kraftplatz».
Das spürt man. Frühmorgens den Blick vom Infinity-Pool über die Dolomiten schweifen lassen, dann ein reichhaltiges Frühstück im lichtdurchfluteten Restaurant – ehrliche, saisonale, regionale Produkte, keine exotischen Importwaren, dafür Tiefe und Geschmack. Dazwischen: Waldbaden im umliegenden Wald, Aufgussrituale in der Aussensauna, Themensaunen, Ayurveda, Yoga oder einfach durch die weitläufige Anlage streifen.
An einem Beerenbusch im Garten hängt ein handgeschriebenes Schild: «Zum Naschen für Menschen.» Abends dann ein Fünfgänger mit ausgewählten regionalen Köstlichkeiten. Das Pfösl ist ein endloser Entdeckungsraum mit einer Fülle von Nischen, Winkeln und Angeboten, die sich erst nach und nach erschliessen.
«Man fühlt sich gleich zu Hause»
Ein Gast, der zum dritten Mal zu Besuch ist, bringt es auf den Punkt: «Man fühlt sich hier gleich zu Hause.» Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit einer Familie, die ihr Haus als Herzensangelegenheit versteht – und die persönlich dafür sorgt, dass Gäste wiederkommen.
Das Pfösl ist auch ein idealer Stopp nach Skiferien in den Dolomiten, die immer mehr Schweizer anziehen. Zehn Minuten vom Hotel entfernt liegt das Skigebiet Obereggen mit 50 Pistenkilometern – vorwiegend Nordhänge, hoch gelegen, ideal fürs Frühlingsskifahren, wenn anderswo die Pisten aufgeweicht sind. Das Gebiet ist wenig bekannt, der Andrang entsprechend überschaubar. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Das Pfösl empfängt aber das ganze Jahr über – mit auf die Saison zugeschnittenen Angeboten, ob Wandern im Sommer, Biken im Herbst oder Skifahren im Winter.
Von Zürich aus ist das Eggental in rund fünf Fahrstunden erreichbar, über den Arlberg und den Brenner. Wer Zeit hat, nimmt die schönere Route über den Reschenpass – etwas länger, aber landschaftlich ein Erlebnis für sich.
Dieser Bericht entstand im Rahmen einer Pressereise.