Darum gehts
- Hantavirus-Ausbruch auf «MV Hondius», Schweizer Crewmitglied zurückgebracht
- 42 Tage Quarantäne für den Mann trotz negativem Test in den Niederlanden
- 150 Personen an Bord, Virus Ende April bestätigt, BAG informiert am 9. Mai
88 Passagiere und 61 Crewmitglieder waren auf dem Seuchenschiff «MV Hondius» unterwegs, als Ende April das Hanta-Virus an Bord ausbrach. Insgesamt drei Personen verloren dabei ihr Leben. Bei einem der Crewmitglieder handelte es sich um einen Schweizer. Das bestätigte das Bundesamt für Gesundheit BAG am 9. Mai.
Am 11. Mai konnten Passagiere und Crewmitglieder im Hafen von Teneriffa von Bord gehen. Die Crewmitglieder wurden anschliessend in die Niederlande geflogen, wo sie ihre Quarantäne antraten.
Das Schweizer Crewmitglied wurde am Dienstag von der Rega zurück in seine Heimat geflogen. Anschliessend hat Schutz und Rettung Zürich den Mann mit medizinischer Begleitung der Rega-Crew ins Kantonsspital Aarau transportiert. Das Crewmitglied ist im Kanton Aargau wohnhaft.
42 Tage Quarantäne
Der Schweizer muss im Spital bleiben, bis sein Testergebnis betreffend Hantavirus vorliegt. Das heisst es in einer Mitteilung des Aargauer Gesundheitsdepartementes. Der Mann wurde zuvor in den Niederlanden negativ auf das Virus getestet und weist derzeit keine Symptome auf.
Wenn die Person ohne Symptome bleibt und der Test negativ ausfällt, wird sie nach Hause in die Quarantäne entlassen. Die Kantonsärztin ordnet eine 42-tägige Quarantäne ab dem letzten möglichen Kontakt an, heisst es in der Mitteilung weiter. Während der Quarantäne dürfe der Mann darf sein Zuhause für Spaziergänge verlassen, müsse dabei jedoch eine FFP2-Maske tragen.
Bereits ein Hanta-Fall in der Schweiz
Nach dem Hanta-Ausbruch auf der «MV Hondius» wurde ein Schweizer positiv auf das Virus getestet. Der Mann war zusammen mit seiner Ehefrau Ende April von einer Reise in Südamerika zurückgekehrt. Die beiden waren Passagiere auf der «MV Hondius», verliessen das Schiff jedoch, bevor der Ausbruch des Virus bekannt wurde.