Berner Oberland: Eisfischen am Stockhorn
Ob in Schwedern, Alaska oder eben auf dem Stockhorn: Wen es im Winter nach einem frischen Fisch «gluschtet», der geht mit seinem Schemeli und einem Eisbohrer auf den gefrorenen See hinaus, bohrt sich ein Loch, setzt sich hin und versucht sein Glück. Eisfischen erfreut sich im hohen Norden seit jeher grosser Beliebtheit. Und auch in der Schweiz hat der «Sport» (so nennens die Fischer) an Fans dazugewonnen. Ein toller Spot dafür ist der Hinterstockensee. Wer sich hier in die wunderbare Ruhe hineinhockt und in der Wintersonne auf den grossen Fang hofft, der hat ein unvergessliches Erlebnis auf sicher. Die gesamte Eisfisch-Ausrüstung kann man sich in der Mittelstation der Stockhorn-Bahn mieten. Die Saison startet in der Regel per 1. Januar. www.stockhorn.ch
Graubünden: Eisklettern in der Schlucht von Pontresina
Ganz geheuer ists einem zu Beginn nicht, wenn man vor dem Eisfall in der Schlucht von Pontresina steht – in der es gefühlte 10 Grad kälter ist als im Dorf oben, also warm anziehen! Doch dann zeigen einem die Engadiner Vollprofis, wie man sich sicher und easy der gefrorenen Wand entlang nach oben durchkämpft. Nach ein paar Trockenübungen geht’s los mit dem Pickeln und Stampfen. Natürlich ist man stets gesichert. https://www.pontresina.ch/de/guide/berg-tal/wildwasserschlucht/scena-da-glats
Bern: Eisstockschiessen in Mürren
Was machten die Nachfahren der Wikinger im hohen Norden an klirrend kalten Wintertagen? Sie gingen an die gefrorenen Gewässer, markierten ein Ziel und liessen ihre selbstgemachten Eisstöcke so nahe wie möglich an das markierte Ziel schlittern. So ungefähr muss das gewesen sein. Jedenfalls gehen Historiker davon aus, dass das Eisstockschiessen als Freizeitvergnügen bereits im 13. Jahrhundert in Skandinavien bekannt war. Heute hat sich die Sportart verfeinert. Curling ist sozusagen die Edelvariante des alten Eisstock-Brauchtums. Doch: Erlischt ist die alte Art des Spiels nicht. Im Sportzentrum Mürren beispielsweise kann man sich bis heute ein paar Eisstöcke mieten und sich im eisigen Ziel-Schlittern üben. www.sportzentrum-muerren.ch/
Graubünden: Eistraum Davos
Ach, all das ausgefallene neue Winterzeugs. Dabei ist der absolute Eis-Klassiker – das Eislaufen – doch eigentlich immer noch das Schönste, was man an einem kalten Winternachmittag tun kann! Eisbahnen gibts im ganzen Land. Eine lange Tradition hatte die Natureisbahn in Davos, an deren Stelle vor zehn Wintern die Erlebnislandschaft „Eistraum Davos“ eröffnet wurde. In der Mitte der hübschen Anlage wartet ein Eishockeyfeld auf die kleinen Gretzkys. Drum herum ist ein 300 Meter langer Eisweg angelegt. In regelmässigen Abständen findet zudem eine Eisdisco statt. https://www.davos.ch/aktivitaeten/eissport/eisbahnen
Wallis: Eisige Abenteuer im Gorge Alpine
Und zum Schluss noch was für hartgesottene Winterfans: der Gorge Alpine im Walliser Dorf Saas-Fee. Der Ort ist ein wahres Paradies für Abenteurer: Klettersteige, Hängebrücken, Eiswände. Auf den ersten Blick mags so aussehen, dass der Hindernisparcours in einen tiefen Winterschlaf verfallen ist. Doch mit kundiger Führung lässt sich der Gorge auch jetzt erkunden. Wenn die Witterungsbedingungen stimmen, kann man hier seine winterlichen Outdoor-Grenzen erkunden und sich ein bisschen fühlen wie auf einer grossen Expedition im weit entfernten Himalaya. www.gorge-alpine.ch/winter