Tierpsychologie
Darum schlafen Katzen so gerne auf deinem Kopfkissen

Wer mit einer Katze zusammenlebt, kennt vielleicht diese Situation: Mitten in der Nacht springt die Samtpfote aufs Bett und legt sich direkt neben den Kopf – manchmal sogar auf Haare, Stirn oder Nacken.
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Wenn deine Katze ganz nah bei deinem Kopf schlafen möchte, gibt es Gründe.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Katzen schlafen oft am Kopf, da er Wärme und Sicherheit bietet
  • Vertraute Gerüche und Pheromone machen Kopfkissen zur Wohlfühlzone
  • Katzentemperatur: 38-39 Grad, Menschen bevorzugen 20 Grad Raumtemperatur
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Für viele Katzenhalterinnen und -halter wirkt das wie eine schräge Angewohnheit. Tatsächlich steckt dahinter aber ein Verhalten, das eng mit Wärme, Instinkten und Vertrauen zusammenhängt.

Katzen suchen nachts gezielt warme Orte

Katzen haben eine höhere Körpertemperatur als Menschen. Sie liegt normalerweise zwischen 38 und 39 Grad. Gleichzeitig lieben Katzen Wärme deutlich mehr als wir: Während Menschen Raumtemperaturen um 20 Grad angenehm finden, bevorzugen Katzen deutlich wärmere Umgebungen.

Vor allem nachts wird das spürbar. Während des Schlafs sinkt die Körpertemperatur leicht ab – deshalb suchen Katzen aktiv nach warmen und geschützten Plätzen. Der Kopf des Menschen eignet sich dafür ideal: Er bleibt meistens ausserhalb der Bettdecke und gibt konstant Wärme ab.

Tierverhaltensforscher gehen davon aus, dass Katzen deshalb besonders häufig Kopfkissen oder den Bereich rund um Kopf und Nacken auswählen.

Gerüche spielen für Katzen eine zentrale Rolle

Für Katzen ist der Geruchssinn enorm wichtig. Haare, Haut und Bettwäsche tragen vertraute Duftstoffe, die Sicherheit vermitteln. Dazu kommen sogenannte Pheromone – chemische Duftsignale, mit denen Katzen ihre Umgebung markieren.

Wenn eine Katze ihren Kopf am Menschen reibt oder direkt neben dem Gesicht schläft, hinterlässt sie diese Duftstoffe bewusst. Damit signalisiert sie: «Das gehört zu meiner sicheren Umgebung.»

Gerade Kopfkissen speichern Gerüche besonders intensiv. Für Katzen wird dieser Platz deshalb zu einer Art Wohlfühlzone.

Schlafen am Kopf zeigt grosses Vertrauen

Katzen gelten oft als unabhängig. Beim Schlafverhalten zeigen sie jedoch deutlich, wie eng ihre Bindung zu Menschen sein kann. In freier Natur schlafen Katzen nur dort tief und entspannt, wo sie sich absolut sicher fühlen.

Die Nähe zum Gesicht, zur Atmung und zum Herzschlag wirkt beruhigend. Experten vergleichen das Verhalten teilweise mit jungen Katzen, die sich früher eng an ihre Mutter kuschelten, um Wärme und Schutz zu spüren.

Eine Katze, die regelmässig am Kopf ihres Besitzers schläft, zeigt deshalb eine starke emotionale Bindung.

Deshalb wählen viele Katzen erhöhte Plätze

Neben Wärme und Nähe spielt auch der Überblick eine Rolle. Katzen bevorzugen oft leicht erhöhte Schlafplätze, von denen aus sie ihre Umgebung beobachten können. Das Kopfkissen bietet genau das: weich, warm und mit guter Sicht aufs Zimmer.

Das erklärt auch, weshalb manche Katzen lieber beim Kopf schlafen als am Fussende des Bettes.

Was tun, wenn die Katze nachts stört?

So süss das Verhalten ist – nicht jeder schläft entspannt mit einer Katze im Gesicht. Wer morgens mit verspanntem Nacken aufwacht, kann der Katze einen alternativen Schlafplatz anbieten.

Hilfreich sind:

  • Ein zusätzliches kleines Kissen neben dem Kopf.
  • Eine weiche Decke an erhöhter Position.
  • Ein wärmerer Schlafplatz in der Nähe des Betts.

Wichtig ist, die Katze ruhig und sanft umzusetzen. Abruptes Wegstossen kann das Vertrauen beeinträchtigen.

Die Botschaft dahinter ist eindeutig

Wenn sich eine Katze Nacht für Nacht auf dem Kopfkissen zusammenrollt, steckt dahinter meist keine Marotte – sondern eine klare Botschaft: «Hier fühle ich mich sicher, geborgen und zu Hause».

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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