Geheimnisse der Tierwelt
Die giftigsten Vögel der Welt im Überblick

Vögel gelten als harmlose Tiere. Doch einige Arten der Welt haben eine überraschende Verteidigungsstrategie entwickelt: Sie speichern starke Giftstoffe in ihrer Haut und ihrem Gefieder und können dadurch sogar für Menschen gefährlich werden.
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Weibliche Wiedehopfe produzieren während der Brutzeit ein übelriechendes Sekret, das sie auf ihr Gefieder verteilen. Bei Kontakt kann die Substanz Hautreizungen auslösen.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Einige Vogelarten speichern Gifte aus Nahrung in Haut und Federn
  • Schwarzscheitel-Pitohui enthält Batrachotoxin, ein starkes Nervengift ohne Gegenmittel
  • Auch Wachteln und Sporngänse können giftiges Fleisch durch ihre Nahrung entwickeln
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Wenn von giftigen Tieren die Rede ist, denken viele zuerst an Schlangen, Spinnen oder Frösche. Doch auch einige Vogelarten besitzen eine ungewöhnliche Waffe: Sie nehmen Giftstoffe über ihre Nahrung auf und lagern diese im Körper ein. Die Tiere produzieren die Gifte zwar nicht selbst und können sie auch nicht aktiv über einen Biss oder Stich übertragen. Trotzdem können ihre Federn oder ihre Haut gefährliche Substanzen enthalten.

Gift kommt über die Nahrung in den Körper

Dieses Phänomen nennen Forschende sekundäre Toxizität. Die Vögel nehmen die Giftstoffe meist über bestimmte Insekten oder Pflanzen auf und nutzen sie als Schutz vor Fressfeinden.

Für Räuber bedeutet das: Wer diese Vögel frisst, riskiert eine Vergiftung. Einige Arten können auch für Menschen problematisch werden – vor allem bei direktem Kontakt oder wenn ihr Fleisch gegessen wird.

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Der Pitohui: Der wohl bekannteste Giftvogel der Welt

Der Schwarzscheitel-Pitohui aus Neuguinea ist einer der berühmtesten giftigen Vögel. In seiner Haut und seinen Federn wurde Batrachotoxin nachgewiesen – eines der stärksten bekannten natürlichen Gifte. Der Stoff ist auch von bestimmten Pfeilgiftfröschen bekannt. Er kann Nervenzellen dauerhaft schädigen und zu Lähmungen führen. Ein spezielles Gegenmittel gibt es nicht.

Die Vögel nehmen das Gift vermutlich über bestimmte Käfer auf, die zu ihrer Nahrung gehören.

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Ifrita: Der kleine Vogel mit giftigem Gefieder

Auch die kleine Ifrita aus den Regenwäldern Neuguineas trägt Batrachotoxin in ihrem Körper. Der unscheinbare Vogel speichert das Gift vor allem in den Federn an Bauch, Brust und Beinen. Für ihn ist das eine wirksame Verteidigung gegen Tiere, die ihn fressen möchten.

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Wachteln können ebenfalls giftig werden

Die Gemeine Wachtel wirkt auf den ersten Blick völlig harmlos. Trotzdem kann auch sie unter bestimmten Bedingungen giftig sein. Der Grund liegt in ihrer Nahrung: Während des Vogelzugs fressen manche Wachteln Samen giftiger Pflanzen. Die enthaltenen Stoffe können sich im Fleisch anreichern und beim Menschen eine Vergiftung auslösen.

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Diese Gans kann durch Käfergift gefährlich werden

Die Sporngans lebt in Afrika und ernährt sich teilweise von Ölkäfern. Diese enthalten Cantharidin – einen Stoff, der starke Hautreizungen, Blasen und Entzündungen verursachen kann. Frisst die Gans solche Käfer, können sich die Giftstoffe in ihrem Körper sammeln. Ihr Fleisch kann dadurch für Menschen ungeniessbar werden.

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Wiedehopf: Nicht tödlich, aber unangenehm

Der Wiedehopf gehört nicht zu den tödlich giftigen Vögeln. Trotzdem besitzt er eine besondere Schutzstrategie. Weibliche Tiere produzieren während der Brutzeit ein übelriechendes Sekret, das sie auf ihr Gefieder verteilen. Der Geruch soll Feinde abschrecken. Bei Kontakt kann die Substanz Hautreizungen auslösen.

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Australischer Giftvogel: Gefahr für Hunde und Katzen

Der Krähenstar aus Australien ist vor allem für Säugetiere gefährlich. Er nimmt Giftstoffe wie Monofluoracetat über Pflanzen auf und speichert sie im Körper. Für viele Tiere – darunter Hunde und Katzen – kann der Verzehr tödlich enden.

Achtung: Nicht jeder schöne Vogel ist ungefährlich

Auch der Rotgesicht-Kardinal aus Mexiko und das Amerikanische Birkhuhn gehören zu den Arten, bei denen Giftstoffe eine Rolle spielen. Beim Rotgesicht-Kardinal vermuten Forschende, dass die Vögel giftige Beeren und Insekten aufnehmen. Beim Birkhuhn wurden bereits mehrfach Vergiftungsfälle nach dem Verzehr des Fleisches dokumentiert.

Die Fälle zeigen: Die Natur steckt voller Überraschungen. Manche der gefährlichsten Tiere sehen völlig harmlos aus – und verbergen ihre raffiniertesten Verteidigungsmechanismen direkt unter ihrem Gefieder.

Dieser Artikel erschien erstmals auf Onet.pl.

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