Dieser Test kann Leben retten
0:46
Schlaganfall erkennen:Dieser Test kann Leben retten

Studie zeigt alarmierenden Zusammenhang
Diese Drogen erhöhen Schlaganfall-Risiko massiv

Viele der heute illegalen Drogen wurden ursprünglich nicht für Partys oder Clubs entwickelt, sondern für die Apotheke. Doch was als medizinischer Fortschritt begann, entwickelte sich teilweise zu einem globalen Gesundheitsproblem.
Kommentieren
1/4
Menschen, die Amphetamine konsumieren, haben ein 122 Prozent höheres Risiko für einen Schlaganfall.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Studie: Freizeitdrogen verdoppeln Schlaganfallrisiko bei jungen Menschen
  • Amphetaminkonsum erhöht Risiko um 122 %, Kokain um 96 %, Cannabis 37 %
  • 300 Mio. Menschen weltweit drogenabhängig, 7 Mio. Todesfälle jährlich durch Schlaganfall
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
gina-grace-zurbrügg-ringier.jpg
Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Das Pharmaunternehmen Bayer vermarktete 1898 Heroin als Hustenmittel – eine ungefährliche Alternative zu Morphium. Erst später erkannte man das enorme Suchtpotenzial. Auch Amphetamine haben eine ähnliche Geschichte. Sie wurden ursprünglich als Medikamente entwickelt, ihre Risiken lange unterschätzt.

Heute zeigen neue Forschungsergebnisse, wie gefährlich diese Substanzen tatsächlich sein können. Eine grosse internationale Studie kommt zum Schluss: Mehrere Freizeitdrogen erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall deutlich – bei manchen Substanzen sogar um mehr als das Doppelte, wie der «The Guardian» berichtet.

Effekt bei jungen Leuten besonders stark

Die Forscher analysierten medizinische Daten von über 100 Millionen Menschen aus 32 Studien. Das Resultat ist alarmierend: Amphetaminkonsum erhöht das Schlaganfallrisiko um 122 Prozent, bei Kokain liegt der Anstieg bei 96 Prozent, bei Cannabis bei 37 Prozent.

Besonders stark ist der Effekt bei jüngeren Menschen. Bei Personen unter 55 Jahren verdreifacht sich das Schlaganfallrisiko durch Amphetamine beinahe. Kokain erhöht das Risiko in dieser Altersgruppe um rund 97 Prozent, während Cannabis mit etwa 14 Prozent deutlich schwächer ins Gewicht fällt.

«Illegale Drogen sind ein vermeidbarer Risikofaktor für Schlaganfälle, aber viele junge Menschen wissen nicht, wie hoch dieses Risiko wirklich ist», sagt Studienleiterin Megan Ritson von der University of Cambridge gegenüber dem «The Guardian».

300 Millionen Menschen drogenabhängig

Die Ergebnisse sind auch deshalb brisant, weil der globale Konsum illegaler Substanzen weiter steigt. Laut den Vereinten Nationen konsumieren weltweit rund 300 Millionen Menschen regelmässig Drogen, darunter etwa 228 Millionen Cannabis, 30 Millionen Amphetamine und 23 Millionen Kokain.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Ein Schlaganfall entsteht, wenn Blutgefässe im Gehirn blockiert oder zerstört werden. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen unterbrochen, sie sterben innerhalb kurzer Zeit ab. Weltweit gehört der Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr sterben mehr als sieben Millionen Menschen daran.

Wie Drogen Herz und Gefässe unter Stress setzen

Viele Drogen wirken direkt auf das Herz-Kreislauf-System. Amphetamine und Kokain können den Blutdruck stark erhöhen und gleichzeitig die Blutgefässe im Gehirn verengen. Dadurch steigt das Risiko für Gefässverschlüsse oder Hirnblutungen.

Kokain kann zusätzlich Arterienverkalkung beschleunigen. Auch Cannabis kann Blutgefässe verengen und die Bildung von Blutgerinnseln fördern.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen