Probleme mit der Verdauung? Das kennt wohl jede und jeder. Auch eine von Natalie Kuchens Patientinnen dachte sich nicht viel dabei, als bei ihr starke Blähungen und wechselnder Stuhlgang auftraten. «Sie führte es auf Stress zurück», erzählt die Viszeralchirurgin und Darmspezialistin.
Obwohl die Beschwerden monatelang anhielten, nahm die Frau, die erst Anfang 30 war, keine medizinische Hilfe in Anspruch. «Erst als eine ausgeprägte Müdigkeit hinzukam, ging sie zu einer Abklärung. Dabei wurde Darmkrebs in einem frühen Stadium diagnostiziert.»
Glücklicherweise konnte Natalie Kuchen, die am Chirurgischen Zentrum Zürich in der Klinik Hirslanden unter anderem auf komplexe Eingriffe bei Darmtumoren spezialisiert ist, das bösartige Geschwulst operativ vollständig entfernen. Heute ist die Patientin ganz genesen und krebsfrei.
Die Darmspiegelung gilt als Goldstandard in der Darmkrebsvorsorge. Für Menschen ab 50 Jahren ist sie von der Krebsliga empfohlen und wird von der Krankenkasse übernommen. Menschen mit Darmkrebs-Fällen in der Familie oder mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) sollten sich schon früher abklären lassen.
Die Darmspiegelung gilt als Goldstandard in der Darmkrebsvorsorge. Für Menschen ab 50 Jahren ist sie von der Krebsliga empfohlen und wird von der Krankenkasse übernommen. Menschen mit Darmkrebs-Fällen in der Familie oder mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) sollten sich schon früher abklären lassen.
Vorsorge im Fokus
«Dieses Beispiel zeigt jedoch, dass Darmkrebs keine reine Alterserkrankung ist», betont die Fachärztin. Die Statistik macht allerdings deutlich, dass das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, ab 65 bis 70 Jahren signifikant ansteigt. «Deshalb bezahlen unsere Krankenkassen Personen ab 50 Jahren auch eine Darmspiegelung. Sie gilt immer noch als der Goldstandard in der Vorsorge, da dabei Krebsvorstufen wie Polypen direkt erkannt und entfernt werden können.» (Erfahrungsbericht lesen)
Bei jungen Menschen werden Darmspiegelungen selten prophylaktisch durchgeführt. Ausser es liegt eine familiäre Belastung oder eine bestehende Darmerkrankung vor. Weil aber Darmkrebs bei Jungen in den USA und in gewissen Teilen Europas auf dem Vormarsch ist, wird jetzt auch in der Schweiz darüber debattiert, ob die Altersgrenze für die vorsorgliche Darmspiegelung gesenkt werden sollte.
Faktoren, die Darmkrebs begünstigen
Warum Darmkrebs genau entsteht, ist gemäss Expertin Natalie Kuchen nicht im Detail geklärt. «Man vermutet, dass es mit dem Lebensstil zusammenhängt. Rauchen, Alkohol, viel Zucker, bei jüngeren Menschen zum Beispiel durch Energydrinks, viel verarbeitetes Fleisch, Übergewicht und dazu wenig Bewegung gelten als Risikofaktoren.»
Auch das Mikrobiom steht im Fokus, also die Ganzheit der Bakterien, die in unserem Darm leben und uns unter anderem bei der Verdauung unterstützen. «Antibiotische Therapien können die Zusammensetzung ungünstig verändern, weil sie neben den schädlichen auch die hilfreichen Bakterien abtöten», erklärt Natalie Kuchen. Das könnte möglicherweise die Entstehung von Darmkrebs begünstigen.
Symptome unbedingt beachten
Wichtig sei, allfällige Anzeichen dafür, dass mit der Verdauung etwas nicht stimme, ernst zu nehmen, betont die Expertin. «Blähungen, länger anhaltende Stuhlveränderungen wie Verstopfung oder Durchfall sowie Müdigkeit werden oft bagatellisiert und entweder auf Stress, auf die Ernährung oder einen Reizdarm zurückgeführt.»
Manche verdrängen die Probleme gar ganz. «Ein Mann Mitte 50 bemerkte über längere Zeit Stuhlveränderungen, die er zunächst ignorierte. Erst bei sichtbarem Blut im Stuhl suchte er ärztliche Hilfe. Dank unserer interdisziplinären Therapieplanung konnte der Tumor jedoch erfolgreich behandelt werden – inklusive moderner, minimalinvasiver Chirurgie.»
Die Spezialisten arbeiten Hand in Hand
Auf die Frage, wie im zertifizierten Darmkrebszentrum der Klinik Hirslanden Zürich eine interdisziplinäre Therapieplanung genau aussieht, erklärt die Viszeralchirurgin: «Wir besprechen jede Darmkrebserkrankung in einem Tumorboard. Unser Kernteam aus Chirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Gastroenterologie, Radiologie und Pathologie entscheidet gemeinsam über zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten. Das verbessert die Heilungschancen und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich.»
Es sei möglich, dass eine Operation zur Heilung reiche. Je nach Tumorstadium und Lokalisation kommen auch Bestrahlung, Chemo- oder Immuntherapie zum Einsatz. So oder so werden alle Behandlungen mit den Patientinnen und Patienten besprochen und auf ihre persönlichen Lebensumstände abgestimmt.
Bei jungen Menschen spiele oft eine genetische Prädisposition bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle, was weiterer Abklärungen bedürfe. «Deshalb haben wir in unserem Tumorzentrum auch eine fest integrierte genetische Beratung. Sie wird auch dann empfohlen, wenn jemand als erste Person einer Familie erkrankt.»
Auf dem neusten Stand bei der Roboterchirurgie
Einen besonderen Trumpf im Ärmel hat die Klinik Hirslanden Zürich bei der minimalinvasiven Chirurgie. Denn sie verfügt über langjährige Erfahrung, was Operationen mit dem Roboterassistenten Da Vinci angeht. Dieser ist die Hightech-Alternative zur Laparoskopie, auch bekannt als Schlüssellochchirurgie, die von Hand über kleine Schnitte in der Bauchdecke ausgeführt wird.
«Man muss verstehen: Der Roboter operiert nicht allein. Er ist eine Verlängerung meiner Hände mit einer 3D-Vergrösserung und Instrumenten, die viel beweglicher sind als das menschliche Handgelenk», erklärt Natalie Kuchen. «Besonders im engen Becken ist das ein enormer Vorteil. Wir können viel präziser und nervenschonender arbeiten.»
Das sei entscheidend für die Erhaltung der Kontinenz und der Sexualfunktion. «Die vier oder fünf Schnitte, die etwa auf Nabelhöhe gemacht werden, sind minimal. Die Patienten haben dadurch weniger Infektionen und sind viel schneller wieder zu Hause als bei sogenannten offenen Operationen, bei denen der ganze Bauchraum geöffnet wird.»
Was die Chirurgin besonders freut: Die Klinik Hirslanden verfügt seit kurzem neben dem Da Vinci Xi auch über den Da Vinci 5, die neuste Ausgabe des Roboterassistenten. «Wir waren am 18. Dezember 2025 die erste Klinik in der Schweiz, die das hochmoderne roboterassistierte OP-System in Betrieb genommen hat.» Und schmunzelnd fügt sie an: «Es ist ein bisschen so, wie wenn man ein neues iPhone kriegt.»
Noch mehr über das Thema Verdauung und Darmkrebs erfahren? Am Samstag, 28. März 2026, findet in der Klinik Hirslanden Zürich eine Gesundheitsmatinée zu Magen-Darm-Beschwerden statt. Aus Platzgründen ist der Eintritt nur mit vorheriger Anmeldung möglich.
- Jedes Jahr erkranken in der Schweiz etwa 4600 Menschen neu an Dickdarm- oder Enddarmkrebs. Bei Männern ist Prostatakrebs am verbreitetsten, gefolgt von Lungenkrebs und Dickdarmkrebs. Bei Frauen kommt Brustkrebs am häufigsten vor, gefolgt von Lungenkrebs und Dickdarmkrebs. Wird der Darmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent.
- Neben den oben erwähnten Symptomen kann sich Darmkrebs auch durch den sogenannten Bleistiftstuhl bemerkbar machen. Er entsteht, weil ein Tumor den Weg versperrt und darum nicht mehr gleich viel Stuhl den Darm passieren kann wie im gesunden Zustand. Wird ein Tumor so gross, dass gar kein Stuhl mehr durchkommt, kommt es zu einem Darmverschluss. Im Frühstadium verursacht Darmkrebs aber häufig kaum Beschwerden. Deshalb ist die vorsorgliche Darmspiegelung so wichtig.
- Taucht Blut im Stuhl auf, sollte das immer medizinisch untersucht werden – egal, ob das Blut dunkel oder hell ist. Zwar können harmlose Hämorrhoiden dahinterstecken, aber gewisse Tumore können die gleichen Spuren hinterlassen wie Hämorrhoiden.
- Nicht jeder Patient oder jede Patientin mit Darmkrebs bekommt gleich einen künstlichen Darmausgang, medizinisch Stoma genannt. Und wenn, ist er oft nur temporär, weil eine operierte Stelle gut verheilen muss, bevor der Darm wieder strapaziert werden kann.
- Jedes Jahr erkranken in der Schweiz etwa 4600 Menschen neu an Dickdarm- oder Enddarmkrebs. Bei Männern ist Prostatakrebs am verbreitetsten, gefolgt von Lungenkrebs und Dickdarmkrebs. Bei Frauen kommt Brustkrebs am häufigsten vor, gefolgt von Lungenkrebs und Dickdarmkrebs. Wird der Darmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent.
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- Taucht Blut im Stuhl auf, sollte das immer medizinisch untersucht werden – egal, ob das Blut dunkel oder hell ist. Zwar können harmlose Hämorrhoiden dahinterstecken, aber gewisse Tumore können die gleichen Spuren hinterlassen wie Hämorrhoiden.
- Nicht jeder Patient oder jede Patientin mit Darmkrebs bekommt gleich einen künstlichen Darmausgang, medizinisch Stoma genannt. Und wenn, ist er oft nur temporär, weil eine operierte Stelle gut verheilen muss, bevor der Darm wieder strapaziert werden kann.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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