Wenn die Schuhe plötzlich enger sitzen, der Ring am Finger spannt oder die Beine schwer wirken, steckt nicht immer eine Gewichtszunahme dahinter. Gerade an heissen Tagen kann der Körper vorübergehend mehr Flüssigkeit im Gewebe einlagern.
Auch Ernährung und Lebensstil spielen dabei eine Rolle. Besonders viel Salz, langes Sitzen oder Stehen und zu wenig Flüssigkeit können Wassereinlagerungen begünstigen. Umgekehrt können bestimmte Lebensmittel den Körper bei der Regulierung des Flüssigkeitshaushalts unterstützen.
Die Ernährungsberaterin Tamara Tanasković nennt neun Lebensmittel, die sich dafür besonders eignen.
Diese 9 Lebensmittel können helfen
Grüner Tee
Grüner Tee wirkt leicht harntreibend und kann dadurch die Ausscheidung von Flüssigkeit unterstützen. Gleichzeitig liefert er zahlreiche Pflanzenstoffe.
Petersilie
Petersilie enthält unter anderem Kalium und Magnesium. Diese Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Du kannst sie grosszügig über Salate, Kartoffeln oder Gemüse streuen.
Maisgriffel
Maisgriffel sind die feinen Fäden an den Maiskolben, man nennt sie auch Maisseide. Sie werden traditionell als Tee verwendet und gelten als mild harntreibend. Wissenschaftlich ist die Datenlage zu solchen pflanzlichen Anwendungen allerdings begrenzt.
Cranberrys
Cranberrys liefern Antioxidantien und lassen sich unkompliziert in die Ernährung einbauen. Bei gesüsstem Cranberrysaft lohnt sich allerdings ein Blick auf die Zutatenliste – hier kann reichlich Zucker enthalten sein.
Zitrone
Zitronen liefern Vitamin C und machen Wasser geschmacklich interessanter. Das kann dabei helfen, über den Tag ausreichend zu trinken. Eine besondere «Entgiftungswirkung» der Zitrone ist hingegen nicht belegt.
Wassermelone
Der Name ist Programm: Wassermelone besteht zu einem grossen Teil aus Wasser und ist damit gerade im Sommer eine erfrischende Möglichkeit, Flüssigkeit aufzunehmen.
Gurke
Auch Gurken enthalten sehr viel Wasser und sind gleichzeitig kalorienarm. Im Salat, als Snack oder im Wasser sind sie deshalb eine einfache Ergänzung.
Ingwer
Ingwer wird traditionell wegen seiner möglichen entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Als Tee oder frisch gerieben lässt er sich leicht in den Alltag integrieren.
Spargel
Spargel enthält viel Wasser und wird traditionell mit einer harntreibenden Wirkung in Verbindung gebracht. Besonders während der Spargelsaison ist er eine unkomplizierte Ergänzung auf dem Teller.
Warum lagert der Körper überhaupt Wasser ein?
Wassereinlagerungen können viele verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem eine sehr salzreiche Ernährung, langes Sitzen oder Stehen, hormonelle Veränderungen und Hitze.
Bei hohen Temperaturen erweitern sich die Blutgefässe, damit der Körper Wärme abgeben kann. Dadurch kann Flüssigkeit leichter ins umliegende Gewebe gelangen. Besonders häufig schwellen deshalb Füsse, Knöchel, Hände oder Beine an.
Auch zu wenig Trinken kann problematisch sein. Der Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, um seinen Wasser- und Elektrolythaushalt zu regulieren.
Vier einfache Tipps gegen Wassereinlagerungen
Nicht nur das Essen kann einen Unterschied machen. Wer sich weniger aufgebläht fühlen möchte, kann im Alltag auf vier Dinge achten:
- Bewegung: Ein Spaziergang oder regelmässige Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und kann die Durchblutung fördern.
- Genug trinken: Auch wenn es zunächst widersprüchlich klingt: Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.
- Kaliumreiche Lebensmittel: Bananen, Kartoffeln, Spinat oder Hülsenfrüchte liefern Kalium und können zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.
- Weniger Salz: Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten häufig viel Salz. Weniger davon zu essen, kann helfen, übermässige Wassereinlagerungen zu vermeiden.
Wichtig: Nicht jede Schwellung ist harmlos
Wassereinlagerungen sind nicht immer eine reine Ernährungsfrage. Treten Schwellungen plötzlich und sehr stark auf, sind sie einseitig oder kommen Atemnot, Brustschmerzen oder andere Beschwerden hinzu, solltest du sie medizinisch abklären lassen. Auch bei dauerhaft geschwollenen Beinen sollte die Ursache ärztlich untersucht werden.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.