Hitzesommer 2026
Hitzewelle, auch auf dem Balkon: Welche Fehler deine Pflanzen töten

Bei Temperaturen über 30 Grad leiden nicht nur Menschen unter der Hitze, auch unsere Balkonpflanzen geraten schnell an ihre Grenzen. Doch wie oft sollte man giessen? Und ist mehr Wasser automatisch besser? Die wichtigsten Tipps für gesunde Kübelpflanzen im Hitzesommer.
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Die nun bereits vierte Hitzewelle ist eine grosse Belastung für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Foto: Getty Images/Mint Images RF

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Balkonpflanzen leiden bei über 30 Grad, frühmorgens giessen schützt sie
  • Staunässe vermeiden: Töpfe mit Abzugslöchern, keine gefüllten Untersetzer
  • An heissen Tagen: Kleine Töpfe zweimal täglich, grössere nur einmal giessen
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Gunda BosselSEO-Redaktorin

Die Schweiz erlebt bereits die vierte Hitzewelle des Jahres: Die Sonne brennt vom Himmel, die Temperaturen klettern weit über 30 Grad. Was für uns schweisstreibend und anstrengend ist, wird auch für Balkonpflanzen zur Belastungsprobe: Die Erde trocknet innerhalb weniger Stunden aus, Blätter hängen schlaff herunter und Blüten welken. Wer jetzt richtig giesst und ein paar einfache Tricks beachtet, hilft seinen Pflanzen dabei, die Hitzewelle unbeschadet zu überstehen. An das solltest du denken:

Morgens oder abends giessen?

Der beste Zeitpunkt zum Giessen ist früh am Morgen. Dann ist die Erde noch etwas kühler, das Wasser kann tief eindringen und verdunstet nicht sofort. Ist das nicht möglich, eignet sich der späte Abend ebenfalls.

Generell gilt: Steht die Sonne hoch am Himmel, ist Giessen keine gute Idee. Ein grosser Teil des Wassers verdunstet, bevor die Wurzeln überhaupt etwas davon aufnehmen können. Zudem erhitzt sich die Erde stark, so dass die Pflanzen das Wasser schlechter verwerten.

Tipp: Wer viele Balkonpflanzen hat, spart mit einem Gartenschlauch Zeit und Kraft. Modelle mit Adapter lassen sich einfach an den Wasserhahn in Küche oder Bad anschliessen.
Foto: Getty Images

Hartnäckig hält sich zudem der Mythos, dass Wassertropfen auf den Blättern wie kleine Brenngläser wirken und Sonnenbrand verursachen. Dafür gibt es nach heutigem Wissensstand kaum Belege. Dennoch empfiehlt es sich, möglichst direkt auf die Erde zu giessen statt über Blätter und Blüten. Feuchte Blätter können Pilzkrankheiten begünstigen und reagieren empfindlicher auf starke Hitze. Wer frühmorgens oder am Abend giesst, schont deshalb nicht nur den Wasserverbrauch, sondern auch die Pflanzen.

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Wie oft brauchen Balkonpflanzen Wasser?

Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht. Entscheidend sind Pflanzenart, Topfgrösse, Standort und Wetter. Als Orientierung gilt:

  • An heissen Sommertagen über 30 Grad: meist einmal täglich giessen.
  • Kleine Töpfe oder Kästen in voller Sonne: oft zweimal täglich – morgens und am Abend.
  • Grössere Kübel oder schattige Balkone: Häufig genügt einmal täglich oder sogar alle zwei Tage.

Wichtig dabei ist: Lieber gründlich giessen, bis Wasser unten aus dem Topf läuft, als mehrmals nur kleine Mengen. So gelangen die Wurzeln auch in tiefere Erdschichten an Feuchtigkeit.

Fingerprobe statt Giessplan

Ob eine Pflanze wirklich Wasser braucht, zeigt die Erde: Stecke einen Finger etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, sollte gegossen werden. Ist sie noch feucht, kann man meist noch etwas warten.

Hortensien müssen während der derzeit herrschenden Temperaturen täglich gegossen werden. Falls sie ganztags der Sonne ausgesetzt sind, vielleicht sogar zweimal.
Foto: Getty Images

Diese Fehler schaden den Pflanzen

Viele Balkonpflanzen sterben im Sommer nicht an Trockenheit, sondern an Staunässe.
Darauf solltest du in dieser heissen Zeit achten:

  • Keine Untersetzer tagelang mit Wasser gefüllt stehenlassen.
  • Töpfe müssen Abzugslöcher haben.
  • Verwelkte Blüten und trockene Blätter regelmässig entfernen.
  • Nicht täglich kleine Schlückchen geben, sondern selten gründlich.

Welche Pflanzen brauchen besonders viel Wasser?

Vor allem diese beliebten Balkonpflanzen haben im Hochsommer einen hohen Wasserbedarf:

  • Petunien
  • Geranien
  • Hortensien im Topf
  • Fuchsien
  • Engelstrompeten

Mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Rosmarin oder Oleander kommen dagegen meist besser mit Trockenheit zurecht. Aber auch sie benötigen bei längeren Hitzeperioden regelmässig Wasser, in der aktuellen vierten Hitzewelle der Schweiz am besten täglich.

Der Oleander stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, insbesondere aus Marokko und Südspanien. Er leidet zwar auch, ist aber von Natur aus resistenter gegen Hitze und Trockenheit.
Foto: Getty Images

Schatten hilft gegen Hitzestress

Steht der Balkon den ganzen Tag in der prallen Sonne, lohnt sich ein Sonnensegel oder ein Sonnenschirm. Schon etwas Schatten reduziert die Verdunstung deutlich. Wer längere Zeit nicht zu Hause ist, kann Bewässerungskugeln, Tonkegel oder ein einfaches Tropfbewässerungssystem verwenden. Auch eine dicke Mulchschicht aus Rindenstücken oder Blähton auf der Erde hilft, die Feuchtigkeit länger im Topf zu halten.

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Woran erkennt man Hitzestress?

Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass Pflanzen unter der Hitze leiden:

  • Schlaffe oder eingerollte Blätter
  • Braune Blattränder
  • Hängende Blüten
  • Trockene Erde, die sich vom Topfrand löst
  • Knospen oder Blüten fallen vorzeitig ab

Am besten frühmorgens giessen

Bei grosser Hitze brauchen die meisten Balkonpflanzen deutlich mehr Wasser als sonst. Gegossen wird am besten frühmorgens – bei kleinen Töpfen in voller Sonne zusätzlich am Abend. Wichtig ist, gründlich zu giessen und Staunässe zu vermeiden. Wer seine Pflanzen regelmässig kontrolliert und auf die Fingerprobe setzt, bringt sie auch gut durch die heissen Sommertage.

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