«5 bis 10 Prozent der Erkrankten sterben»
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Eva Würfel zu Legionellose:«5 bis 10 Prozent der Erkrankten sterben»

Gefahr im Wasser
Hier breiten sich Legionellen bei Hitze am liebsten aus

Die Legionärskrankheit forderte in Basel bereits ein Todesopfer. Mehr als 20 weitere Personen wurden infiziert. Was sind Legionellen und wie schützt man sich vor ihnen?
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Legionellen sind Bakterien, die im Wasser vorkommen. Sie sind für die meisten gesunden Menschen nicht automatisch gefährlich, können aber unter bestimmten Bedingungen ernste Krankheitsverläufe hervorrufen.
Foto: Getty Images/Collection Mix: Subjects RM

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Basel meldet 26 Legionärskrankheitsfälle in zwei Wochen, eine Person tot
  • Wahrscheinliche Ansteckungsquelle: Kühlanlage in der Rebgasse, mittlerweile stillgelegt
  • Legionellen vermehren sich bei 25–45 Grad, besonders bei 35 Grad
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Angela RosserJournalistin News

In der Stadt Basel sind in letzter Zeit aussergewöhnlich viele Fälle der Legionärskrankheit bekanntgeworden. Während der vergangenen zwei Wochen wurden 26 Krankheitsfälle gemeldet.

Eine Person ist sogar gestorben. Die anderen 25 mussten ins Spital, wie das Basler Gesundheitsdepartement mitteilt. Sieben Patienten landeten auf der Intensivstation. Was sind eigentlich Legionellen und welche Gefahr geht von ihnen aus? Blick beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Was sind Legionellen überhaupt?

Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in Wasser vorkommen und vor allem dann gefährlich werden, wenn sie eingeatmet werden. Sie können eine schwere Lungenentzündung, die Legionärskrankheit (Legonelliose), auslösen. 

Wie vermehren sie sich?

Legionellen vermehren sich besonders dort, wo Wasser steht, sich erwärmt und nicht regelmässig ausgetauscht wird. Typische Risikobereiche sind Warmwasseranlagen, Duschköpfe, Leitungen, Whirlpools, Klimaanlagen-Kühltürme und andere technische Wassersysteme. 

Wie infiziert man sich an?

Durch blosses Trinken eher nicht, heisst es. Und auch nicht jeder Kontakt mit Legionellen führt zu einer Erkrankung. Gefährlich wird es vor allem, wenn viele Bakterien vorhanden sind und man den kontaminierten Sprühnebel einatmet – etwa beim Duschen.

Wer ist gefährdet?

Am stärksten gefährdet sind ältere Menschen, Personen, die rauchen, und Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Vorerkrankungen.

Wie erkennt man eine Infektion?

Die Krankheit beginnt meist zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung mit Fieber, Husten, Kopf- und Muskelschmerzen. Bei einem schweren Verlauf kommen Atemnot und eine Lungenentzündung hinzu. Die Bandbreite reicht von milden, grippeähnlichen Beschwerden bis zu lebensbedrohlichen Verläufen.

Was soll ich bei Symptomen unternehmen?

Abwarten schon mal nicht. Den Verdacht auf eine Infektion mit Legionellen solltest du ärztlich abklären lassen. Am besten noch am selben Tag, raten medizinische Fachpersonen – vor allem bei Fieber, Husten, Atemnot oder starkem Krankheitsgefühl. Die Legionärskrankheit kann mittels Antibiotika behandelt werden.

Was kann man vorbeugend tun?

Die wichtigste Prävention ist Hygiene in Wasseranlagen. Warmwasser soll ausreichend heiss, Kaltwasser kühl gehalten werden. Die technische Wartung ist ebenfalls wichtig. So sollen Leitungen regelmässig gespült und gewartet werden. Das gilt auch für Duschen, Armaturen und Anlagen. In Mehrfamilienhäusern, Hotels oder Mietobjekten ist das primär Sache der Verwaltung oder der Eigentümerschaft.

Was kann ich als Mieterin oder Gast machen?

Nach längerer Abwesenheit solltest du alle Wasserhähne und die Dusche zuerst laufenlassen, bis das Wasser wirklich kalt bzw. warm ist. Dadurch wird stehendes Wasser in den Leitungen ersetzt.

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Nutze oder spüle selten genutzte Anschlüsse wie in einem Gäste-WC oder im Garten regelmässig. Abnehmbare Armaturen wie Duschköpfe sollte man regelmässig reinigen und entkalken. Gewissenhaftes Reinigen ist auch bei Luftbefeuchtern oder Inhalatoren wichtig. Deren Sinn besteht insbesondere darin, feinen Sprühnebel zu produzieren.

Erhöht die aktuelle Hitze das Risiko?

Indirekt ja. Hitze kann das Risiko für Legionellen erhöhen, weil sich die Bakterien in warmem Wasser und in warm-feuchten Umgebungen besser vermehren. Die Lufttemperatur ist aber nicht allein entscheidend. Es spielt auch eine Rolle, wie warm Wasserleitungen werden. Genannt wird hier ein Bereich von 25 bis 45 Grad. Besonders wohl fühlen sich die Bakterien bei 35 Grad.

Das Gesundheitsdepartement informierte am Montag über die aktuelle Situation in Basel. Die wahrscheinliche Ansteckungsquelle wurde identifiziert. Es handelt sich um eine Kühlanlage in der Rebgasse im Quartier Kleinbasel. Diese wurde mittlerweile stillgelegt. Das Departement geht davon aus, dass die Erkrankungsfälle nun zurückgehen.

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