«5 bis 10 Prozent der Erkrankten sterben»
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Eva Würfel zu Legionellose:«5 bis 10 Prozent der Erkrankten sterben»

Legionellen-Ausbruch in Basel
Eine Person gestorben – 25 weitere im Spital

Aussergewöhnlich viele Fälle einer Legionellen-Erkrankung in der Stadt Basel in letzter Zeit. Schuld daran sollen Kühltürme sein, berichtet das Gesundheitsdepartement am Montag. Insgesamt erkrankten 26 Personen, eine verstarb.
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Aussergewöhnlich viele Fälle einer Legionellen-Erkrankung in der Stadt Basel.
Foto: Getty Images/Collection Mix: Subjects RM

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Basel wurden 26 Legionellen-Fälle gemeldet, eine Person verstarb
  • Die Ursache: Kühlanlage in Kleinbasel, inzwischen stillgelegt
  • Acht von zehn Anlagen zeigen Grenzwertüberschreitungen bei Legionellen
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Mattia JutzelerRedaktor News

Legionellen sind Bakterien, die sich natürlicherweise im Wasser befinden. Bestimmte Bakterientypen dieser Gattung können eine Erkrankung der Atemwege auslösen, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG auf seiner Website schreibt.

In der Stadt Basel kam es in den letzten zwei Wochen zu ungewöhnlich vielen Legionellen-Erkrankungen. 26 Krankheitsfälle sind in der Stadt nachgewiesen worden. 25 Menschen mussten ins Spital , eine Person starb, wie das Basler Gesundheitsdepartement mitteilt. Noch immer werden neun Menschen wegen einer Legionellen-Erkrankung behandelt. Eine Person befindet sich derzeit noch auf der Intensivstation, wie die «Basler Zeitung» berichtet.

Das Gesundheitsdepartement informierte am Montag über die Situation. Die wahrscheinliche Ansteckungsquelle wurde identifiziert. Es handelt sich um eine Kühlanlage in der Rebgasse im Quartier Kleinbasel. Diese wurde mittlerweile stillgelegt. Die Erkrankungsfälle sollten nun zurückgehen, ist sich das Departement sicher.

Kühltürme bieten gutes Umfeld für Legionellen

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Legionellen können sich besonders gut in Wassersystemen vermehren, in denen das Wasser nicht konstant erneuert wird. Ausserdem sollte sich die Temperatur zwischen 25 und 45 Grad bewegen. Kühltürme bieten dementsprechend ein gutes Umfeld für die Bakterien.

Die Infektion verbreitet sich über Aerosole, also zerstäubte Wassertröpfchen, die Legionellen enthalten. Seltener findet eine Ansteckung über mit Legionellen kontaminiertem Wasser statt, welches versehentlich in die Luftröhre statt in die Speiseröhre gelangt, schreibt die «Basler Zeitung» weiter. Die Krankheit ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Wenn Kühltürme mit Legionellen kontaminiert sind, kann der von der Anlage ausgestossene Wasserdampf ansteckende Wassertröpfchen enthalten. Acht von zehn kontrollierten Anlagen im Umkreis der stillgelegten Kühlanlage in Kleinbasel zeigen Grenzüberschreitungen bei den Legionellenwerten, heisst es an der Medienkonferenz des Gesundheitsdepartements. In zwei der Anlagen wurde die für die Menschen gefährliche Legionella pneumophilia nachgewiesen.

Aussergewöhnlich viele Fälle

Bestimmte Legionellen-Typen können verschiedene Krankheiten verursachen. Die leichtere Form der Infektion ist das Pontiac-Fieber. Diese Form heilt in der Regel in wenigen Tagen wieder von selbst aus. Die Legionellose ist die schwere Form der Erkrankung. Symptome sind Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitverlust, sagt die stellvertretende Basler Kantonsärztin Eva Würfel.

Normalerweise gebe es in Basel-Stadt 7 bis 20 Fälle von Legionellose, heisst es an der Medienkonferenz weiter. 26 Fälle seien also aussergewöhnlich viele. Die Experten vermuten, dass die Fälle von Legionellose aufgrund des Klimawandels und der höheren Temperaturen zunehmen würden. Hitze begünstige die Zahl der Bakterien im Wasser.

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