Ab auf die Wiesn
Der grosse Guide zum Münchner Oktoberfest 2026

Auf den Bänken tanzen, mit Tausenden Schlager grölen und Masskrüge stemmen: Das Oktoberfest in München ist das grösste Volksfest der Welt. Im grossen Wiesn-Guide beantwortet Blick die wichtigsten Fragen zur Mega-Gaudi.
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Die Wiesn wird jedes Jahr auf dem grössten Festplatz in München, auf der Theresienwiese ausgetragen.
Foto: imago/Michael Westermann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Alles über das Oktoberfest 2026

  • Das Festareal befindet sich auf der Theresienwiese

  • Wie verbringe ich die beste Zeit auf der Wiesn?

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Christian BauerReise-Journalist

Die Wiesn findet jedes Jahr auf der Theresienwiese in München statt. 2026 wird dort vom 19. September bis 4. Oktober gefeiert – insgesamt 16 Tage lang.

Warum heisst das Oktoberfest «Die Wiesn»?

Der Name kommt von der Theresienwiese, auf der das Oktoberfest stattfindet. Im Bairischen wird daraus die «Wiesn». Für die Münchner ist deshalb klar: Es geht auf die Wiesn – und nicht einfach «aufs Oktoberfest».

Wann steigt die Party?

Das Oktoberfest 2026 beginnt am Samstag, 19. September, und dauert bis Sonntag, 4. Oktober.

Am Eröffnungstag öffnen die grossen und kleinen Bierzelte bereits um 9 Uhr. Ab 10 Uhr dürfen alkoholfreie Getränke und kleine Speisen verkauft werden. Der traditionelle Fassanstich findet um 12 Uhr im Schottenhamel-Festzelt statt. Erst danach wird Bier ausgeschenkt.

Unter der Woche öffnen die Zelte normalerweise ab 10 Uhr, am Wochenende und am Feiertag 3. Oktober bereits um 9 Uhr. Die grossen Zelte schenken Bier bis 22.30 Uhr aus und schliessen um 23.30 Uhr. Eine Ausnahme sind die Käfer Wiesn-Schänke und das Kufflers Weinzelt: Sie bleiben bis 1 Uhr geöffnet.

Wie kommt man zur Wiesn?

Wer auf der Wiesn Bier trinken will, sollte mit dem öffentlichen Verkehr anreisen. Von Zürich gibt es mehrmals täglich direkte Züge nach München. Die Fahrt dauert rund dreieinhalb Stunden. SBB-Tickets sind bei entsprechender Verfügbarkeit aktuell ab rund 37 Franken erhältlich.

Auch mit dem Fernbus geht es direkt nach München. FlixBus bietet ab Zürich derzeit rund 15 Verbindungen pro Tag an. Die schnellste Verbindung dauert etwa 3 Stunden 50 Minuten und Tickets gibt es bei entsprechender Verfügbarkeit ab rund 20.50 Franken.

Ab Basel gibt es rund fünf tägliche Verbindungen, die schnellste dauert etwa 5 Stunden 25 Minuten. Aus der Ostschweiz fährt FlixBus dreimal täglich von St. Gallen nach München, die schnellste Verbindung dauert rund 3 Stunden 30 Minuten. Von Winterthur gibt es eine tägliche Verbindung mit einer Fahrzeit von etwa 4 Stunden 25 Minuten.

In München führen mehrere Wege zur Wiesn: Mit den S-Bahn-Linien S1 bis S8 geht es bis zur Station Hackerbrücke. Von dort sind es rund zehn Minuten zu Fuss bis zum Festgelände. Alternativ fahren die U-Bahn-Linien U4 und U5 zu den Stationen Theresienwiese und Schwanthalerhöhe. Auch die U3 und U6 bringen Besucherinnen und Besucher mit den Stationen Goetheplatz und Poccistrasse in die Nähe.

Wo schläft man?

Während des Oktoberfests sind Hotels in München besonders gefragt und entsprechend teuer. Wer nicht mitten in der Stadt übernachten möchte, kann deshalb auch Unterkünfte ausserhalb suchen. Orte mit guter Bahnverbindung nach München können eine günstigere Alternative sein. Wer früh bucht, hat die grösste Auswahl. Besonders an den Wochenenden und rund um den Feiertag am 3. Oktober sind die Unterkünfte schnell ausgebucht.

Wie bezahlt man seine Mass Bier?

Ganz ohne Bargeld geht es inzwischen auch auf der Wiesn. Rund die Hälfte der Stände und Fahrgeschäfte akzeptiert mittlerweile bargeldlose Zahlungen. Trotzdem lohnt es sich, etwas Bargeld dabeizuhaben.

Eine Mass Bier kostet 2026 je nach Zelt zwischen 14.80 und 15.90 Euro. Mehr zu den aktuellen Preisen am Oktoberfest kannst du hier lesen.

In welches Festzelt soll ich gehen?

Auf der Hauptwiesn gibt es 14 grosse Festzelte und zahlreiche kleinere Zelte. Jedes hat seinen eigenen Charakter.

Das Hofbräu-Festzelt ist mit rund 10'000 Plätzen eines der grössten und vor allem bei internationalen Gästen beliebt. Im Augustiner-Festhalle wird das Bier traditionell aus grossen Holzfässern ausgeschenkt. Wer es etwas exklusiver mag, findet in der Käfer Wiesn-Schänke ein besonders prominentes Publikum. Das Zelt ist bekannt dafür, dass dort auch immer wieder bekannte Persönlichkeiten feiern.

Wie bekommt man einen Platz?

Wer sicher sitzen möchte, kann einen Tisch reservieren. Die Regeln unterscheiden sich allerdings von Zelt zu Zelt. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die jeweilige Reservation. Wer spontan kommt, braucht Geduld – besonders an den Wochenenden. Bei grossem Andrang können einzelne Zelte wegen Überfüllung geschlossen werden. Dann kann der Einlass vorübergehend nicht möglich sein.

Was zieht man auf der Wiesn an?

Dirndl und Lederhosen gehören für viele Besucherinnen und Besucher zur Wiesn dazu. Vorgeschrieben ist Tracht aber nicht. Wer sich für Dirndl und Lederhose entscheidet, sollte vor allem auf eines achten: Das Outfit muss bequem sein. Schliesslich wird viel gestanden, getanzt und gelaufen. Bequeme Schuhe sind deshalb mindestens so wichtig wie das richtige Dirndl.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Wer es etwas ruhiger mag, sollte die Wochentage und die Vormittage oder frühen Nachmittage nutzen. Besonders voll wird es an den Wochenenden. Auch der Feiertag am 3. Oktober gehört traditionell zu den stark besuchten Tagen.

Am Abend und an den Wochenenden kann es in den grossen Zelten sehr eng werden.

Was sind die traditionellen Highlights?

Das Oktoberfest bietet neben Bier, Fahrgeschäften und Festzelten auch einige feste Traditionen.

19. September: Einzug der Wiesn-Wirte und Brauereien sowie Fassanstich im Schottenhamel.

20. September: Trachten- und Schützenumzug durch München.

24. September: Traditioneller Oktoberfest-Gottesdienst.

27. September: Konzert der Wiesn-Zeltkapellen.

4. Oktober: Zum Abschluss findet das traditionelle Böllerschiessen statt.

Was isst man auf dem Oktoberfest?

Wer auf der Wiesn nur Bier trinkt, verpasst einiges. Zu den Klassikern gehören Schweinshaxe, Hendl, Steckerlfisch, Obatzda, Brezn und Weisswürste. Die Weisswurst ist dabei ein besonders bayerischer Klassiker. Traditionell gilt die Regel, dass sie vor 12 Uhr gegessen wird. Auf der Wiesn darf man diese Tradition aber auch etwas entspannter sehen. Und natürlich gehört zur Mass Bier eine ordentliche Brezn. Wer danach noch Hunger hat, findet auf dem Festgelände zahlreiche weitere süsse und salzige Spezialitäten.

Wie viele Menschen besuchen die Wiesn?

Das Oktoberfest zieht jedes Jahr mehr als sechs Millionen Menschen nach München. 2025 kamen rund 6,5 Millionen Besucherinnen und Besucher. Dabei wurden etwa 6,5 Millionen Liter Bier ausgeschenkt. Die Wiesn gehört damit zu den grössten Volksfesten der Welt.

Was kostet der Eintritt?

Der Eintritt auf das eigentliche Oktoberfestgelände ist kostenlos. Auch der Besuch der grossen und kleinen Festzelte kostet grundsätzlich keinen Eintritt. Eine Ausnahme ist die Oide Wiesn, der historische Teil des Oktoberfests. Dort kostet der Eintritt für Personen ab 15 Jahren 4 Euro. Nach 21 Uhr ist der Eintritt kostenlos. Kinder bis 14 Jahre kommen gratis hinein.

Und wer mit dem Auto kommt?

Direkt an der Theresienwiese gibt es keine Besucherparkplätze. Wer mit dem Auto nach München fährt, sollte deshalb auf Park-and-Ride-Angebote am Stadtrand ausweichen und anschliessend mit dem öffentlichen Verkehr weiterfahren.

Wichtig für Autofahrerinnen und Autofahrer: München liegt innerhalb einer Umweltzone. Für ausländische Fahrzeuge ist ebenfalls eine grüne Umweltplakette erforderlich. Wer mit dem Auto zur Wiesn fährt, sollte zudem den zusätzlichen Verkehr und die schwierige Parkplatzsituation rund um das Festgelände einplanen.

Und selbstverständlich gilt: Wer fährt, bleibt alkoholfrei.

Wo gibts weitere Informationen?

Auf Webseiten München.de und Oktoberfest.de gibt es weitere Informationen. Praktisch ist zudem die Wiesn-App. 

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