Darum gehts
- Mark bedeutet auf Norwegisch «Wurm» und könnte dort für Hänseleien sorgen
- Auch Namen wie Siri, Amelie und Willy haben problematische Bedeutungen im Ausland
- Der Name Po führt im Deutschen zu Assoziationen mit dem Gesäss
Kennt ihr die Geschichte von DJ Bobo und seinem Künstler-Namen, der in der Schweiz relativ harmlos ist, in Spanien jedoch «DJ Idiot» bedeutet? Nun, es gibt auch Babynamen, die im Ausland nicht mehr ganz so wohlklingend sind – weil sie je nach Fremdsprache eine negative Bedeutung erhalten. Einer davon ist Mark.
Darum funktioniert der Bubenname Mark nicht in allen Ländern
Der Bubenname Mark ist kurz, tönt schön und hat eine tolle Bedeutung: «Der Kriegerische». Einen kleinen Kämpfer wünscht man sich, wenn man sein Kind so nennt. Oder aber, man wählt diesen Namen wegen seines Klangs aus und weil er fast nicht verwundbar ist.
Item. Mark ist wunderschön und hat eine tolle Bedeutung, solange man den Namen im deutschen Sprachraum benutzt. In Norwegen hat Mark jedoch gute Chancen, aufgrund seines Namens gehänselt zu werden. Das Wort «märk» bedeutet auf Norwegisch nämlich «Wurm». Das ist höchstens für ein Neugeborenes eine niedliche Bezeichnung.
Weitere Vornamen haben je nach Kontext eine ungewünschte Bedeutung
Siri/Suri: Tom Cruises Tochter heisst so. Ein herziger Name, den der Hollywoodstar und seine Ex-Frau, Katie Holmes, ausgesucht haben für ihr einziges Kind. Tönt schön, ist Trend. Nur blöd, dass «Siri» auf Japanisch «Taschendieb» heisst.
Amelie: Dieser französische Vorname gilt als Abwandlung des vornehmen Namens Amalia, was so viel wie «die Tüchtige» bedeutet. In der medizinischen Terminologie ist Amelie allerdings eine Bezeichnung für das angeborene Fehlen einer Gliedmasse. Für Eltern, die den Namen besonders wegen seiner Bedeutung auswählen, eher eine unschöne Nebenbedeutung.
Willy: Herzig, diese Kurzform von Wilhelm. Ein königlicher Name mit Jö-Effekt. In Grossbritannien allerdings, das sollte man sich bewusst sein, ist «willy» auch die Slang-Bezeichnung für männliche Genitalien.
Svenja: Das ist die weibliche Form von Sven, ein nordischer Vorname, der so viel wie «junger Krieger» bedeutet. In Russland ist der Name weniger beliebt, denn er tönt sehr ähnlich wie das russische Wort für Schwein «svinja».
Fanny: Ein hübscher Mädchenname, der im englischen Sprachraum allerdings für Verwirrung sorgen kann. In Grossbritannien ist «fanny» ein vulgärer Ausdruck für die weiblichen Genitalien. In den USA wird das Wort dagegen umgangssprachlich für den Po verwendet. Wer also «Fanny» heisst, sollte sich gut überlegen, wo sie sich vorstellt.
Randy: Im deutschen Sprachraum klingt Randy nach einem eher ungewöhnlichen, aber völlig normalen Bubenname. Im Englischen bedeutet «randy» allerdings so viel wie «sexuell erregt» oder «lüstern». Für einen Randy kann die Selbstvorstellung im englischsprachigen Raum deshalb etwas peinlich werden.
Mona: Ein schöner, kurzer Mädchenname – und in Spanien plötzlich eine Äffin. «Mona» ist die weibliche Form von «mono», also «Äffin». Ganz so schlimm ist es allerdings nicht: «mono» beziehungsweise «mona» kann im Spanischen je nach Zusammenhang auch «süss» oder «hübsch» bedeuten. Das Kind wäre damit also zumindest ein niedliches Äffchen.
Pippa: Klingt elegant, britisch und ein bisschen nach Adel. In Italien sollte man bei diesem Namen allerdings wissen, dass «pippa» vulgär im Zusammenhang mit männlicher Masturbation verwendet wird. Eine ziemlich überraschende zweite Bedeutung für einen eigentlich harmlosen Vornamen.
Gina: Auch Gina klingt im Deutschen völlig unverdächtig. Im Italienischen hat das Wort allerdings eine vulgäre Bedeutung und bezeichnet die weiblichen Genitalien. Wer mit diesem Namen häufig in Italien unterwegs ist, könnte deshalb für den einen oder anderen irritierten Blick sorgen.
Po: Die umgekehrte Variante gibts natürlich auch: Der lateinische, italienischstämmige Unisex-Vorname Po ist das deutsche Wort für unser Gesäss. In anderen Sprachen kann der Name völlig harmlos sein – im Deutschen sorgt er dagegen ziemlich sicher für ein Schmunzeln.