Vergesst Max, Mia und Co.
Diese ultralangen Vornamen könnten bald im Trend sein

Jahrelang dominierte die Kürze: Vornamen wie Mia, Noah oder Leo führen die Schweizer Hitparaden an. Doch die Statistik zeigt: Jeder Trend provoziert eine Gegenbewegung. Experten rechnen nun mit der Rückkehr der klangvollen, langen Vornamen.
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Haben Babynamen bald wieder mehr Buchstaben?
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Kurze Babynamen wie Mia oder Leo sind aktuell sehr beliebt
  • Gegenbewegung: Lange Vornamen mit mindestens vier Silben im Trend
  • Beliebte Beispiele: Anastasia, Seraphina, Emiliano, Valentino, Leonardo
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Kurz, prägnant, effizient – so lässt sich die Namenswahl der Schweizer Eltern im letzten Jahrzehnt zusammenfassen. In einer schnelllebigen Zeit schienen Namen mit maximal zwei Silben, oder oft sogar nur zwei bis drei Buchstaben, das Nonplusultra zu sein. Doch wie in der Architektur oder der Mode, wo auf den strengen Minimalismus derzeit wieder eine neue Opulenz folgt, bahnt sich auch bei der Wahl der Babynamen eine Wende an.

Historisch gesehen verlaufen Namenstrends in Zyklen. War nach der Jahrtausendwende die barocke Fülle früherer Generationen verpönt, wächst nun die Sehnsucht nach Namen, die wieder mehr Gewicht und Geschichte transportieren. Ein Name mit vier oder fünf Silben bietet nicht nur einen majestätischen Klang, sondern hebt sich auch deutlich vom aktuellen Einheitsbrei der Kurznamen ab.

Der Vorteil dieser XXL-Namen liegt in ihrer Flexibilität: Sie wirken im formellen Kontext seriös und autoritär, bieten aber für das private Umfeld meist eine Vielzahl an charmanten Abkürzungen.

Mädchennamen mit vier oder mehr Silben:

Anastasia: Dieser Name hat einen königlichen Klang und bedeutet «die Auferstandene». Als Rufname eignen sich die Kurzformen: Ana oder Sia.

Seraphina: «Die Feurige» – abgeleitet von den Seraphim, den höchsten Engeln im Christentum. Kurzformen: Rafi oder Fina.

Evangelina: Bedeutet so viel wie «die gute Botschaft» und kann herzig mit Lina oder Eva abgekürzt werden.

Aurelia: Dieser Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «die Goldene». Kurzform: Auri oder Lia.

Isabella: Eine traditionsreiche Form von Elisabeth mit der Bedeutung «Gott ist mein Eid». Kurzformen: Bella oder Isa.

Valentina: Der Name bedeutet «die Starke» oder «die Gesunde» und lässt sich liebevoll mit Tina oder Leni abkürzen.

Arabella: Dieser Name hat viele Bedeutungen, je nachdem, aus welcher Sprache man ihn ableitet; von «schöner Löwe» bis «liebenswürdig». Mögliche Koseformen sind Bella oder Ari.

Eleonora: «Die Strahlende» klingt edel und zeitlos. Kurzformen: Nora, Elli – oder wieso nicht Leo?

Bubennamen mit vier oder mehr Silben:

Emiliano: Der Name bedeutet «der Eifrige» und bringt mediterranes Flair ins Kinderzimmer. Kurzformen: Emil oder Milo.

Valentino: «Der Starke» – tönt elegant. Passende Rufnamen sind Tino oder Vale.

Leonardo: Bedeutet «starker Löwe» und ist nicht nur wegen da Vinci und DiCaprio kreativ aufgeladen. Kurzform: Leo natürlich. 

Eliseo: Dieser Name hat biblische Wurzeln und bedeutet «Gott ist Rettung». Kurzform: Eli. 

Tiziano: Inspiriert vom berühmten Renaissance-Maler Tizian. Kurz und alltagstauglich sind Tizi oder Tio.

Luciano: Bedeutet «der Lichtbringende». Passender Kosenamen: Luca.

Sebastiano: Eine klangvolle Alternative zu Sebastian mit der Bedeutung «der Ehrwürdige». Kurzformen: Basti oder Tiano.

Der Name als Identitätsanker

Ob man sich nun für die Eleganz einer Eleonora oder die Ausdruckskraft eines Sebastiano entscheidet: Die Rückkehr zur Namens-Opulenz ist mehr als nur eine modische Laune. In einer zunehmend digitalisierten und verkürzten Welt setzen Eltern damit ein Zeichen für Beständigkeit. Ein langer Vorname verleiht dem Kind eine Bühne und eine gewisse Ausstrahlung, die im späteren Berufsleben Eindruck hinterlässt, während die spielerischen Abkürzungen die nötige Nähe im Privaten wahren. Es scheint, als ob die Schweiz bereit ist, den Minimalismus hinter sich zu lassen – und den Mut findet, Namen wieder in ihrer vollen Pracht auszuschreiben.

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