Darum gehts
- Schweiz verhängt striktes Feuer- und Grillverbot wegen anhaltender Trockenheit im Sommer 2026
- Trotz Verbot: Traditionelle Alternativen wie Raclette, Rösti oder Picknick möglich
- Extreme Trockenheit: Feuerverbot schützt Wälder, Menschen und Tiere vor Bränden
Wegen der anhaltenden Trockenheit gilt in weiten Teilen der Schweiz ein strenges Feuer- und Grillverbot: Offene Feuerstellen bleiben geschlossen, Holzkohle- und Einweggrills sind tabu. Erlaubt sind vielerorts nur noch Gasgrills auf befestigten Flächen oder Balkonen – sofern die kantonalen Vorschriften dies zulassen. Heisst das, der Nationalfeiertag fällt ins Wasser? Ganz und gar nicht. Mit etwas Kreativität lässt sich der 1. August trotzdem gemütlich und traditionell feiern.
Diese Schweizer Klassiker schmecken auch ohne Grill
Schweizer Wurst-Käse-Salat
Die perfekte Alternative zur Cervelat vom Grill: Mit Cervelat, Käse, Zwiebeln und Essiggurken bleibt der Schweizer Klassiker trotzdem auf dem 1.-August-Teller.
Älplermagronen mit Apfelmus
Herzhafte Magronen, würziger Käse und süsses Apfelmus bringen ein Stück Schweizer Alpentradition auf den Tisch – auch ohne Feuerstelle.
Rösti mit Spiegelei oder Bratwurst aus der Pfanne
Goldbraun gebratene Rösti und eine Schweizer Bratwurst ersetzen den Grill-Klassiker und sorgen für ein typisch schweizerisches Festessen.
Raclette
Geschmolzener Käse geht auch ohne offenen Grill: Mit Gschwellti, Silberzwiebeln und Cornichons wird Raclette zum gemütlichen 1.-August-Essen.
Käse- oder Fleischplättli mit heimischen Spezialitäten und frischem Brot
Salami, Bündnerfleisch, verschiedene Käsesorten und knuspriges Brot eignen sich perfekt für einen entspannten Apéro zum Nationalfeiertag.
6. Unser Klassiker: Der Cervelat (dieses Jahr aus der Pfanne)Der Cervelat muss nicht zwingend über der Glut landen. Er lässt sich zur Not auch in der Pfanne anbraten. Zusammen mit Bürli, Senf, Essiggurken und Kartoffelsalat bleibt er ein echter 1.-August-Klassiker.
Wer einen Gasgrill auf dem Balkon oder der Terrasse nutzen darf, kann natürlich weiterhin Würste, Gemüse oder Halloumi grillieren – immer unter Einhaltung der geltenden Vorschriften.
Hitzesommer 2026: Picknick statt Grillplausch
Warum den Grillabend nicht einfach in ein Picknick verwandeln? Ein schattiger Platz am See, im Park oder im eigenen Garten eignet sich perfekt für kalte Spezialitäten, frisches Brot, Käse, Trockenfleisch, Salate und saisonale Früchte. Das spart Zeit, sorgt für weniger Hitze – und schmeckt genauso nach Sommer.
Gemeinsam feiern statt am Feuer sitzen
Der Nationalfeiertag lebt vor allem von der Gemeinschaft. Viele Gemeinden organisieren trotz Feuerverbot Bundesfeiern mit Musik, Festwirtschaften oder Lampionumzügen. Oft gibt es Alphornklänge, Jodel, Festreden und Unterhaltung für Kinder.
Wer lieber aktiv unterwegs ist, kann den freien Tag auch für eine Wanderung, eine Velotour oder einen Ausflug in die Berge nutzen. Gerade früh am Morgen oder gegen Abend sind die Temperaturen angenehm.
Abkühlung statt Hitzestress
Bei hochsommerlichen Temperaturen bieten sich auch Badeausflüge an Seen und Flüssen an. Stand-up-Paddling, eine Bootsfahrt oder einfach ein gemütlicher Nachmittag im Schatten machen den Nationalfeiertag mindestens genauso erholsam wie ein Grillabend.
Sicherheit geht vor
So enttäuschend das Grillverbot für viele auch sein mag – der Grund ist ernst. Die Böden und Wälder sind in vielen Regionen extrem trocken. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Das Verbot schützen Menschen, Tiere und die Natur.
Vielleicht wird der 1. August 2026 deshalb ein bisschen anders als gewohnt. Aber Tradition bedeutet nicht nur Grillieren, Höhenfeuer oder Feuerwerke. Es geht darum, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, die Schweiz zu feiern und den Sommer gemeinsam zu geniessen – ob mit Cervelat aus der Pfanne, einem Picknick am See oder einem Apéro mit heimischen Spezialitäten unter einem schattigen Baum.