Schweizer Tradition in Gefahr?
Kein Feuer, kein Problem: So feiern wir den 1. August ohne Grill

Der Duft von grillierten Cervelats gehört für viele Schweizerinnen und Schweizer zum 1. August wie das Feuerwerk und die Nationalhymne. Doch dieses Jahr ist vieles anders:
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Ein frisches Brot, Alpkäse, Bündnerfleisch: Auch so lässt sich der 1. August kulinarisch feiern.
Foto: Getty Images/Westend61

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz verhängt striktes Feuer- und Grillverbot wegen anhaltender Trockenheit im Sommer 2026
  • Trotz Verbot: Traditionelle Alternativen wie Raclette, Rösti oder Picknick möglich
  • Extreme Trockenheit: Feuerverbot schützt Wälder, Menschen und Tiere vor Bränden
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Gunda BosselSEO-Redaktorin

Wegen der anhaltenden Trockenheit gilt in weiten Teilen der Schweiz ein strenges Feuer- und Grillverbot: Offene Feuerstellen bleiben geschlossen, Holzkohle- und Einweggrills sind tabu. Erlaubt sind vielerorts nur noch Gasgrills auf befestigten Flächen oder Balkonen – sofern die kantonalen Vorschriften dies zulassen. Heisst das, der Nationalfeiertag fällt ins Wasser? Ganz und gar nicht. Mit etwas Kreativität lässt sich der 1. August trotzdem gemütlich und traditionell feiern.

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Diese Schweizer Klassiker schmecken auch ohne Grill

1

Schweizer Wurst-Käse-Salat

Die perfekte Alternative zur Cervelat vom Grill: Mit Cervelat, Käse, Zwiebeln und Essiggurken bleibt der Schweizer Klassiker trotzdem auf dem 1.-August-Teller.

2

Älplermagronen mit Apfelmus

Da jubeln nicht nur die Kinder: Das Feuerverbot ist die perfekte Gelegenheit, wieder einmal Älplermagronen auf den Tisch zu bringen.
Foto: Getty Images

Herzhafte Magronen, würziger Käse und süsses Apfelmus bringen ein Stück Schweizer Alpentradition auf den Tisch – auch ohne Feuerstelle.

3

Rösti mit Spiegelei oder Bratwurst aus der Pfanne

Der Grill darf auch hier kalt bleiben: Eine feine Rösti bringt auch ohne Glut viel Schweizer Tradition auf den Tisch.
Foto: Getty Images/RooM RF

Goldbraun gebratene Rösti und eine Schweizer Bratwurst ersetzen den Grill-Klassiker und sorgen für ein typisch schweizerisches Festessen.

4

Raclette

Raclette geht immer, ganz ohne Grill – selbst am 1. August. Bei der Sommerhitze braucht es dafür allerdings sehr viel Käseliebe.
Foto: Getty Images/Imagebroker RF

Geschmolzener Käse geht auch ohne offenen Grill: Mit Gschwellti, Silberzwiebeln und Cornichons wird Raclette zum gemütlichen 1.-August-Essen.

5

Käse- oder Fleischplättli mit heimischen Spezialitäten und frischem Brot

Kalter Genuss: Ein Plättli mit feinen Schweizer Spezialitäten passt gut zur derzeitigen Sommerhitze.
Foto: Getty Images

Salami, Bündnerfleisch, verschiedene Käsesorten und knuspriges Brot eignen sich perfekt für einen entspannten Apéro zum Nationalfeiertag.

6. Unser Klassiker: Der Cervelat (dieses Jahr aus der Pfanne)

Der Cervelat muss nicht zwingend über der Glut landen. Er lässt sich zur Not auch in der Pfanne anbraten. Zusammen mit Bürli, Senf, Essiggurken und Kartoffelsalat bleibt er ein echter 1.-August-Klassiker.

Wer einen Gasgrill auf dem Balkon oder der Terrasse nutzen darf, kann natürlich weiterhin Würste, Gemüse oder Halloumi grillieren – immer unter Einhaltung der geltenden Vorschriften.

Hitzesommer 2026: Picknick statt Grillplausch

Warum den Grillabend nicht einfach in ein Picknick verwandeln? Ein schattiger Platz am See, im Park oder im eigenen Garten eignet sich perfekt für kalte Spezialitäten, frisches Brot, Käse, Trockenfleisch, Salate und saisonale Früchte. Das spart Zeit, sorgt für weniger Hitze – und schmeckt genauso nach Sommer.

Gemeinsam feiern statt am Feuer sitzen

Der Nationalfeiertag lebt vor allem von der Gemeinschaft. Viele Gemeinden organisieren trotz Feuerverbot Bundesfeiern mit Musik, Festwirtschaften oder Lampionumzügen. Oft gibt es Alphornklänge, Jodel, Festreden und Unterhaltung für Kinder.

Wer lieber aktiv unterwegs ist, kann den freien Tag auch für eine Wanderung, eine Velotour oder einen Ausflug in die Berge nutzen. Gerade früh am Morgen oder gegen Abend sind die Temperaturen angenehm.

Abkühlung statt Hitzestress

Bei hochsommerlichen Temperaturen bieten sich auch Badeausflüge an Seen und Flüssen an. Stand-up-Paddling, eine Bootsfahrt oder einfach ein gemütlicher Nachmittag im Schatten machen den Nationalfeiertag mindestens genauso erholsam wie ein Grillabend.

Sicherheit geht vor

So enttäuschend das Grillverbot für viele auch sein mag – der Grund ist ernst. Die Böden und Wälder sind in vielen Regionen extrem trocken. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Das Verbot schützen Menschen, Tiere und die Natur.

Vielleicht wird der 1. August 2026 deshalb ein bisschen anders als gewohnt. Aber Tradition bedeutet nicht nur Grillieren, Höhenfeuer oder Feuerwerke. Es geht darum, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, die Schweiz zu feiern und den Sommer gemeinsam zu geniessen – ob mit Cervelat aus der Pfanne, einem Picknick am See oder einem Apéro mit heimischen Spezialitäten unter einem schattigen Baum. 

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