«Es passiert einfach zu viel»
Frau stirbt nach Sturz in offenen Gully

Eine Frau stirbt in New York, nachdem sie auf der Fifth Avenue in einen offenen Gully gefallen ist. Ermittler prüfen, ob ein Lastwagen den Deckel verschoben hat. Allein in diesem Jahr gab es in New York mehrere Hundert Beschwerden wegen verschwundener Gullydeckel.
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Eine Frau (56) kam in New York bei einem tragischen Unfall ums Leben.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Frau (56) stürzt auf der Fifth Avenue in offenen Gully
  • Ermittler vermuten Verschiebung durch vorbeifahrenden Lastwagen
  • 2026 bereits über 700 Beschwerden zu losen Gullydeckeln in New York
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Eine Frau ist am vergangenen Dienstag in New York tödlich verunglückt. Die 56-Jährige war in einen offenen Gully mehr als drei Meter tief gestürzt. Sie starb später im Spital.

Die Frau hatte ihren Mercedes an der Fifth Avenue in Manhattan vor dem Juweliergeschäft Cartier am Strassenrand parkiert, unweit des offenen Gullys. «Sie machte ein paar Schritte und verschwand einfach», zitiert die «New York Times» einen Augenzeugen. Kurz darauf seien Schreie aus dem Schacht zu hören gewesen. «Sie lag einfach in dem Loch und schrie, dass sie sterben würde.» Passanten versuchten noch, der Frau zu helfen. Sie versuchten unter anderem, mit einer Leiter selbst in den Schacht hinabzusteigen – ohne Erfolg.

Der lose Gullydeckel wurde laut «ABC» einige Meter entfernt gefunden. In dem Bereich habe es weder eine Baustelle noch Absperrungen gegeben. Möglicherweise löste sich der Deckel, nachdem ein schwerer Lastwagen darübergefahren war. 

«Es passiert einfach zu viel»

Der Vorfall sorgt in New York für Entsetzen und Kritik. Hat es Versäumnisse bei der Sicherheit gegeben? «Ich habe Augen im Hinterkopf, die die Strassen im Blick behalten. Es passiert einfach zu viel», sagte eine Passantin der «New York Post». «Es ist wieder so ein schrecklicher Vorfall.»

Der Energieversorger Con Edison betreibt das Fernwärmenetz von New York City. Zur Kanalisation gehören rund 285'000 Gullys. Während das Unternehmen von einem «seltenen Vorfall» spricht, berichtet die «New York Times» von häufigen Problemen. Allein in diesem Jahr habe es bei der Stadt bereits mehr als 700 Serviceanfragen wegen fehlender Gullydeckel gegeben.

Mann stirbt in Gullyschacht

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im Mai 2025 in Braunschweig (D). Ein Busfahrer entdeckte einen jungen Mann damals kopfüber in einem Gully und alarmierte die Einsatzkräfte, wie unter anderem «Bild» berichtete. Die Feuerwehr zog ihn aus dem Schacht und leitete Reanimationsmassnahmen ein, jedoch ohne Erfolg – der Mann verstarb wenig später im Spital.

Der 29-Jährige war in einen etwa zwei Meter tiefen, mit Wasser gefüllten Gullyschacht gestürzt. Nach Angaben der Polizei hatte er einen Ring verloren. Sie geht davon aus, dass der Mann den Gullydeckel selbst entfernt hat, um nach dem Ring zu suchen. Die Ermittler fanden später den Ring und einen Kopfhörer im Schacht.

Junge überlebt 8 Tage im Kanalsystem

Der kleine Joe aus Oldenburg (D) hielt im Juni 2022 die Polizei auf Trab. Acht Tage lang fehlte von dem damals Achtjährigen jede Spur – ehe er in einem Gully entdeckt wurde. Unter anderem die «Hessische/Niedersächsische Allgemeine» berichtete über diesen kuriosen Vorfall. Ein Spaziergänger hörte am Morgen ein leises Wimmern aus einem Gully und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Kurz darauf fanden Einsatzkräfte den Jungen lebend im Kanalsystem.

Die Ermittler schlossen ein Fremdverschulden aus. Die Frage, wie der Achtjährige in das Kanalsystem gelangen konnte, beschäftigte sie jedoch auch noch weiter. Joe war vermutlich durch ein Rohr in das Kanalsystem gekrochen und hatte sich dort verirrt, berichtete das «Luxemburger Wort» damals.

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