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Schweizer gehen leer aus
Apple zahlt 250 Millionen für falsche Siri-KI-Versprechen

Apple einigt sich in den USA auf einen Vergleich über 250 Millionen Dollar. Grund: Die versprochene KI-gestützte Version von Siri, die 2024 angekündigt wurde, ist immer noch nicht verfügbar. Betroffene Kunden erhalten bis zu 95 Dollar – aber nicht in Europa.
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Dümmer, als versprochen: In «Apple Intelligence» steckt (noch) nicht so viel AI.
Foto: DUKAS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Apple zahlt 250 Millionen Dollar wegen irreführender Siri-Werbung in den USA
  • Versprochene KI-Siri-Funktionen existieren nicht, Kläger werfen «Vaporware» vor
  • 250 Millionen Dollar zählen zu Apples höchsten Vergleichszahlungen bisher
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Thomas BenköJournalist & AI Innovation Lead

Apple will 250 Millionen Dollar, um eine Klage wegen irreführender Werbung beizulegen. Der Technologieriese hatte 2024 eine personalisierte Version seines Sprachassistenten Siri angekündigt, die bis heute nicht verfügbar ist. Dies berichtet die «Financial Times».

Die Einigung wurde am Dienstag vor einem Bundesgericht in Kalifornien bekannt gegeben und betrifft eine Sammelklage von iPhone-Käufern in den USA. Ein Richter muss dem Deal aber noch zustimmen.

Die Kläger werfen Apple vor, mit nicht existierenden KI-Funktionen für das iPhone 16 und einige iPhone 15-Modelle geworben zu haben. Die versprochene KI-Siri sei ein Beispiel für «Vaporware» – ein Begriff, der Produkte beschreibt, die angekündigt werden, bevor sie tatsächlich existieren. Auch wenn Apple keine Schuld zugibt, wäre die Summe von 250 Millionen Dollar eine der höchsten, die das Unternehmen je in einem Vergleich gezahlt hat.

Laut der Klage habe Apple 2024 KI-Fähigkeiten als Verkaufsargument beworben, die «zu diesem Zeitpunkt nicht existierten, aktuell nicht existieren und erst in zwei oder mehr Jahren existieren werden». Die Ankündigung folgte auf die enorme Aufmerksamkeit für künstliche Intelligenz, die 2022 durch den Start von OpenAIs ChatGPT ausgelöst wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Apple jedoch keine eigenen KI-Modelle entwickelt und verlor führende Talente an Konkurrenten wie Meta. Im Dezember 2025 gab das Unternehmen den Abgang seines Chefentwicklers für KI, John Giannandrea, bekannt.

Werbung mit «Game of Thrones»-Star gecancelt

Um aufzuholen, begann Apple 2024 eine Kooperation mit OpenAI, um ChatGPT in das iPhone-Betriebssystem zu integrieren. Im Januar 2026 wurde zudem eine Partnerschaft mit Google verkündet, bei der Apple auf Googles Gemini-Modelle und Cloud-Infrastruktur setzt. Mit dem kommenden iOS 27 sollen Apple-Kunden gar je nach Gusto eigene KI-Modelle auswählen.

Die Verzögerungen und der Druck, mit der Konkurrenz Schritt zu halten, haben Apple jedoch in Schwierigkeiten gebracht. Noch im Mai 2025 gab CEO Tim Cook zu, dass die Arbeit an Siri «etwas länger dauert, als wir dachten». Werbeclips mit der «Game of Thrones»-Schauspielerin Bella Ramsey, die die neuen KI-Funktionen des iPhone 16 anpreisten, wurden nach Bekanntgabe der Verzögerung zurückgezogen.

Apple betont, es habe Dutzende andere KI-Features wie Live-Übersetzung oder Text-Korrektur geliefert. 

Bis 95 Dollar pro Kunde – aber nur in USA

Laut US-Medien erhalten betroffene Kunden pro Gerät eine Entschädigung zwischen 25 Dollar und 95 Dollar – je nachdem wie viele Kunden sich melden. 

Schweizer Kunden sollten sich nun aber nicht zu früh über eine Rückerstattung freuen. Der Vergleich nach US-Recht gilt momentan nur für Kunden in den USA.

Siri auf Vordermann zu bringen, ist nun eines der grossen Themen für den designierten Apple-CEO John Ternus.

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