Darum gehts
- Meta hat Freitag Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Instagram abgeschaltet
- Instagram-Nachrichten künftig nur noch mit Standardverschlüsselung, Zugriff auf Inhalte möglich
- Meta änderte Nutzungsbedingungen im März, betrifft Millionen Nutzer weltweit
Schluss mit Privatsphäre bei Instagram: Mutterkonzern Meta schafft die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) ab. Das berichtet die BBC. Bislang hatte der Social-Media-Gigant die Technologie als Goldstandard für Datenschutz propagiert.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist die sicherste Form der Online-Kommunikation – sie erlaubt nur dem Absender und dem Empfänger, die Nachrichten einzusehen – wird aber seit langem von Aktivisten abgelehnt, die behaupten, dass dadurch extreme Inhalte online verbreitet werden können, ohne dass die Behörden eingreifen können. So dürfte Metas Entscheidung etwa von Kinderhilfsorganisationen begrüsst, aber von Datenschützern verurteilt werden.
Meta aktualisiert stillschweigend Nutzungsbedingungen
Für dich bedeutet die Datenschutz-Wende vom Freitag konkret: Durch die Deaktivierung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann Instagram nun auf alle deine Inhalte in Direktnachrichten zugreifen, einschliesslich Bildern, Videos und Sprachnachrichten. Nach sieben Jahren bietet Instagram jetzt nur noch eine Standardverschlüsselung an.
Standardmässige Verschlüsselung bedeutet, dass ein Internetdienstanbieter bei Bedarf auf private Daten zugreifen kann. Sie ist das gängige System bei den meisten grossen Online-Diensten wie etwa Gmail.
Für die Änderung hatte Meta im März stillschweigend die Nutzungsbedingungen von Instagram aktualisiert. «Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Nachrichten auf Instagram wird nach dem 8. Mai 2026 nicht mehr unterstützt», liest man dort mittlerweile.