Angriffe auf Öltanker in der Strasse von Hormuz
0:45
Drei Schiffe betroffen:Angriffe auf Öltanker in der Strasse von Hormuz

Zapfsäulen sorgen für Ärger
«Peinlich, wie schnell ein Konflikt die Benzinpreise treibt»

Die Sorge vor steigenden Benzinpreisen wegen des Iran-Konflikts sorgt in der Schweiz für hitzige Diskussionen. Viele Leser zweifeln an der Notwendigkeit schneller Preiserhöhungen.
Kommentieren
1/5
Die Strasse von Hormus ist die wichtigste Route für Ölexporte aus dem Nahen Osten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iran-Konflikt treibt Ölpreise und Benzinkosten, Auswirkungen unklar
  • Viele Leser zweifeln an der Notwendigkeit schneller Preiserhöhungen
  • Andere sehen Preiserhöhungen gelassen und betonen Verantwortung beim Autofahren
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_938.JPG
Sarah RiberzaniRedaktorin Community

Die Sorge vor einem Flächenbrand im Nahen Osten treibt derzeit nicht nur die Politik, sondern auch die Märkte um. Der Preis für ein Fass Öl der Sorte Brent stieg bereits am Freitag um rund 2 Prozent auf 72,48 Dollar. Damit wächst auch in der Schweiz die Angst vor steigenden Benzinpreisen. Besonders im Fokus steht Iran als einer der bedeutendsten Erdölproduzenten sowie die strategisch zentrale Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fliesst.

Noch ist unklar, wie stark und wie schnell sich die Lage an den Zapfsäulen bemerkbar machen wird. Klar ist jedoch: Die Unsicherheit ist gross. Erste Stimmen aus der Branche rechnen damit, dass sich Autofahrerinnen und Autofahrer auf höhere Preise einstellen müssen. Michael Knobel, Inhaber der Tankstellenkette Etzelpark, warnt: «Wird der Ölpreis um einen Dollar teurer, steigt der Einkaufspreis für Schweizer Tankstellen um rund einen Rappen.» Sollte der Brent-Preis auf 100 Dollar klettern, seien Preise von über 2 Franken pro Liter Benzin möglich.

Kritik an schnellen Preiserhöhungen

In der Leserschaft sorgt die Aussicht auf steigende Treibstoffpreise für viel Unmut. Mehrere Stimmen zweifeln daran, dass höhere Preise bereits jetzt gerechtfertigt sind. «Wieso soll das Benzin schon jetzt teurer werden? Das Benzin ist bereits in den Tanks der Tankstellen oder zumindest schon längst importiert. Eine Notwendigkeit, gerade dieses Benzin zu verteuern, besteht nicht», schreibt etwa Stefan Kottmann. 

Auch andere vermuten hinter schnellen Preisanpassungen vor allem wirtschaftliche Interessen. «Peinlich, dass ein Konflikt sofort auf die Benzinpreise Auswirkungen haben soll. Das Benzin wurde vorher eingekauft. Da verdienen ein paar Anbieter vorsorglich massiv mehr. Das müsste vom Bundesrat verboten werden», kommentiert Helmut Degenbeck. 

Leser Chris Patton verweist darauf, dass Preisschwankungen oft auch ohne akute Engpässe stattfinden: «Da reicht schon Urlaub, um die Benzinpreise in die Höhe zu treiben. Die Lager sind relativ voll, und nichts würde sich ändern. Aber eben, es wird gutes Geld verdient. Krieg hat schon vielen einzelnen Reichtum gebracht.»

«Preiserhöhungen sind Teil des Alltags»

Doch nicht alle teilen die Empörung über mögliche Preisaufschläge. Einige Leser sehen die Diskussion differenzierter. «Seit Jahrzehnten dasselbe Gejammer über Spritpreise. Schlussendlich hat der Konsument es in der Hand, denn mit der E-Mobilität steht eine gute Alternative bereit», schreibt Peter Huber. Energie «Made in Switzerland» sei ökologischer, mache unabhängiger und schaffe Arbeitsplätze. Sein Appell: beim nächsten Autokauf umdenken.

Auch Ludwig Habermacher relativiert die Debatte. «Ob ich jetzt für 1.65 oder halt 1.90 tanke, spielt wirklich keine Rolle», meint er – gemessen an Wertverlust, Miete für die Garage, Versicherung oder Reparaturen seien die Treibstoffkosten nur ein Teil der Gesamtausgaben. «Hört mit dem Jammern über den Benzinpreis auf!»

Leser Hans Widmer bringt ebenfalls eine gelassene Perspektive ein: «Wer ein Auto fährt, muss auch damit rechnen, für den Treibstoff zu zahlen. Preiserhöhungen sind Teil des Alltags und spiegeln schlicht Angebot, Nachfrage und geopolitische Entwicklungen wider. Sich darüber aufzuregen, ändert nichts an der Realität. Vielmehr sollte man akzeptieren, dass Mobilität ihren Preis hat.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen