Von Zürich nach Singapur
Zwei Freunde radeln 15’000 Kilometer für krebskranke Kinder

Pablo und Ladi sind mit dem Velo von Zürich Richtung Singapur unterwegs. Tausende Kilometer, kaum Erfahrung, aber mit einem klaren Ziel: Spenden sammeln für krebskranke Kinder in Bolivien.
Kommentieren
1/7
Eine lange Reise für ein Kinderlachen: Pablo und Ladi haben noch einen weiten Weg vor sich.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zwei Freunde radeln von Zürich nach Singapur, sammeln Spenden für Kinder
  • Beide ohne Velorerfahrung, lernten Schlauchwechsel kurz vor der Abreise
  • Rund 70–100 km täglich, 50 % der Kinder in Bolivien unbehandelt
RMS_Portrait_AUTOR_938.JPG
Sarah RiberzaniRedaktorin Community

Zwei enge Freunde, Pablo (26) und Ladi (28), haben sich ein aussergewöhnliches Ziel gesetzt: Mit dem Velo von Zürich bis nach Singapur zu fahren – eine Reise über Tausende Kilometer, die weit mehr ist als ein sportliches Abenteuer. Mit ihrem Projekt «Cycling for Children» sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder in Bolivien und wollen auf deren schwierige Situation aufmerksam machen.

Für den guten Zweck unterwegs

Schon vor vier Jahren entstand ein Plan für eine gemeinsame grosse Reise. Zuerst stand eine Autofahrt bis nach Singapur im Raum, doch bald war klar: «Wenn schon Abenteuer, dann richtig – mit dem Velo», erzählt Ladi.

Neben der sportlichen Herausforderung wollten die beiden ihrem Projekt auch eine soziale Komponente geben. Über Pablo, der als Sozialarbeiter tätig ist, entstand der Bezug zum Verein Roter Tropfen, der sich in Bolivien für krebskranke Kinder einsetzt. Dort können aufgrund fehlender finanzieller Mittel nur rund 50 Prozent der Kinder behandelt werden. Genau hier setzen die zwei Freunde mit ihrer Spendenaktion an.

Ins Abenteuer ohne Velo-Erfahrung

Vom Radfahren hatten die beiden vor der Reise «absolut keine Ahnung», wie Ladi lachend erzählt. Sie haben lange gespart, ihre Jobs gekündigt und sich ohne grosse Erfahrung auf den Weg gemacht. «Eine Woche vor der Abreise haben wir noch gelernt, wie man einen Schlauch wechselt», so Ladi.

Inzwischen ist das Duo quer durch Europa geradelt und bereits in Georgien angekommen. Im Schnitt wird täglich zwischen 70 und 100 Kilometer zurückgelegt. Unterwegs leben sie möglichst minimalistisch mit Zelt und Schlafsack, übernachten aber auch in Unterkünften oder bei Menschen, die sie spontan aufnehmen.

Begegnungen, die in Erinnerung bleiben

«Die Reise zeigt einem, dass es so viele gute Leute gibt», schwärmt Pablo. Besonders eindrücklich waren mehrere Begegnungen unterwegs: In Österreich wurden sie von einem Mann zum Mittagessen eingeladen, dessen Frau selbst an Krebs erkrankt ist.

In Kroatien wiederum erlebten sie den heftigen Bora-Wind, einen der stärksten Winde der Welt. Ein älterer Mann nahm die beiden daraufhin bei sich zu Hause auf – in einem alten Haus mit Kaminfeuer, wo sie warm essen und abwarten konnten, bis sich die Lage beruhigt hatte. Genau solche Begegnungen prägen ihr Abenteuer.

Und obendrauf zeigt ihr Projekt bereits Wirkung: «Wir haben eine Liste mit Medikamenten erhalten, die wir schon spenden konnten.» Das motiviert die zwei Freunde, weiterhin Vollgas zu geben. Für Pablo und Ladi ist klar: Ihr Privileg, reisen zu können, wollen sie nutzen, um möglichst viele Kinderleben zu retten.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen