Darum gehts
- Ryan (†19) starb am 1. August 2025 bei einem Autounfall in Wohlen
- Angehörige sammeln Spenden für einen Grabstein
- Vater Patrick Baiata kann den Verlust nur schwer verarbeiten
«In Gedenken an Ryan, forever 19», beginnt ein Spendenaufruf auf der Plattform Gofundme. Es folgen Zeilen voller Trauer, voller Erinnerung an einen geliebten und viel zu früh verlorenen Menschen.
Vergangenen Sommer kam Ryan (†19) als Beifahrer bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Nun wollen seine Angehörigen ein besonderes Zeichen der Erinnerung schaffen.
Mercedes krachte ungebremst in Hauswand
In den frühen Morgenstunden des 1. August 2025 waren drei Jugendliche in einem schwarzen Mercedes auf einer schmalen Strasse in Wohlen AG unterwegs. Am Steuer sass ein Teenager (†16), auf dem Beifahrersitz Ryan. Auf der Rückbank befand sich ein dritter Jugendlicher (19). Dann verlor der 16-Jährige die Kontrolle über das Fahrzeug. Er kam von der Strasse ab und prallte ungebremst in eine Hauswand.
Warum der 16-Jährige am Steuer sass, ist unklar. Die Kapo Aargau nahm die entsprechenden Ermittlungen auf, sagte ein Sprecher damals zu Blick. In der Schweiz ist ein Lernfahrausweis für Personenwagen erst ab 17 Jahren erhältlich.
Sowohl der Fahrer als auch Ryan verstarben noch an der Unfallstelle. Der Jugendliche auf der Rückbank wurde mit schweren Verletzungen in ein Spital gebracht. Zwei Familien haben ihre Kinder verloren, ein ganzes Quartier stand unter Schock.
«Für immer 19 und für immer in unserem Herzen»
Ein halbes Jahr nach dem schrecklichen Unfall wollen die Angehörigen von Ryan ihm eine besondere Erinnerung schaffen. Sie haben einen Spendenaufruf für einen Grabstein gestartet.
«Für sein so oft besuchtes Grab möchten wir eine schöne Portrait-Erinnerung schaffen. Für immer 19 und für immer in unserem Herzen», heisst es in dem Aufruf. Die Spendenaktion läuft erst ein paar Tage. Schon jetzt sind über 2400 Franken zusammengekommen. Das Ziel ist 8000 Franken.
«Ryan bleibt für immer unvergessen»
Von dem Spendenaufruf hat Ryans Vater erst heute erfahren. «Ryan hat einen sehr grossen Freundeskreis. Ich finde es sehr schön, dass sie seine Erinnerung weiterführen», sagt Patrick Baiata zu Blick. Der Musiker lebt in Dubai. Mit seinem Einverständnis darf Blick die Bilder zeigen und den richtigen Vornamen des Todesopfers nennen. Die Aktion von Ryans Freunden rührt ihn sehr. «Ryan bleibt für immer unvergessen.»
Auch die viele Anteilnahme bewege ihn. «Nach seinem Tod haben mir viele Menschen auf Instagram geschrieben. Auch Menschen, die mich nicht kannten, haben mir geschrieben, dass sie Ryans Geschichte berührt hätte.»
«Ryan hätte gewollt, dass ich weitermache»
Trotz der Freude über die Spendenaktion. Ein halbes Jahr nach dem tragischen Unfall sind die Wunden noch tief bei Baiata. «Es ist schwierig, den Verlust meines Sohnes zu verarbeiten», so der Vater. Als er von Ryans Tod erfahren hatte, sei er zusammengebrochen, erzählte er damals Blick. «Ich wusste nicht, wo oben und unten ist.»
Wie er nun erzählt, konnte er nichts mehr machen. Auch die Musik habe er zuerst aufgegeben. «Ich machte vier Monate Pause. Ich konnte keine Musik mehr machen, konnte nicht zu Auftritten gehen.»
Sein Sohn hätte seine Musik gut gekannt, erzählt er weiter. Das sei auch der Grund gewesen, warum er schliesslich zur Musik zurückkehrte. «Ryan hätte gewollt, dass ich weitermache.» Mittlerweile hilft ihm die Musik, alles zu verarbeiten. «Die Musik ist wie eine Therapie für mich.»