Sonnenstrom-Debakel beim Bund
«Nicht die Solaroffensive ist ein Flop, sondern die Regierung»

Das Solarprojekt entlang der Nationalstrassen ist seit 2022 kaum vorangekommen. Nun drohen die Pläne des Bundes aus Zeitdruck zu scheitern. Gründe sind die Komplexität und fehlende Rentabilität des Projekts. In unserer Leserschaft herrscht Uneinigkeit.
Kommentieren
1/6
Alt Bundesrätin Simonetta Sommaruga (65, SP) wollte das Nationalstrassennetz zur Produktion von Strom nutzen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bundes-Solarplan stockt: Seit 2022 kommen die Photovoltaikanlagen auf Autobahnen nicht voran
  • Umsetzung scheitert an fehlender Rentabilität und schwierigen Rahmenbedingungen, sagt Astra
  • Leserinnen und Leser führen Diskussion über Atom- gegen Solarenergie
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Alessandro_Kälin_Praktikant Community_Blick_1-Bearbeitet.jpg
Alessandro KälinRedaktor Community

Fährt der Bund seinen Solarplan gegen die Wand? 2022 fasste die ehemalige Energie- und Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga (65, SP) den Plan, das Nationalstrassennetz zur Produktion von Sonnenstrom nutzen. Seither wurde jedoch keine Einzige der Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Nun läuft die Umsetzungsfrist ab.

Die Sprecherin des Bundesamts für Strassen (Astra) nennt die anspruchsvolle Umsetzung und aktuell fehlende Rentabilität für die involvierten Unternehmen als Gründe für die Verzögerungen. Dafür haben viele unsere Leserinnen und Leser wenig Verständnis. In den Kommentaren bricht eine Grundsatzdiskussion zum Solarstrom aus.

«Regenerativen Energien haben es in der Schweiz schwer»

Viele aus der Leserschaft werden langsam ungeduldig. Darunter Andreas Zimmerli: «Baut doch eure Windräder und PV-Anlagen endlich! Woher kommen die Einsprachen und Verzögerungen?» Auch Sarita Meyer fordert: «Die Paneele wurden geplant, also sollen sie auch installiert werden.» Die Allgemeinheit solle endlich verstehen, dass der fehlende Wille der Wirtschaft zur Umsetzung ins nächste Desaster führe. Sie fügt an: «Strom gehörte in die Hände der Öffentlichkeit!»

Andere gehen mit dem Bund selbst ins Gericht. Dominik Bamert schreibt: «Atomkraftwerke wollen sie bauen, aber auf erneuerbare Energie pfeifen sie. Sie tun so, als ob. Aber gar nichts geht.» Stefan Baum stimmt zu: «Nicht die Solaroffensive auf der Autobahn ist ein Flop, sondern die Regierung.» 

«Kein Wunder, will da keiner investieren»

Die Gegenseite versteht die Verzögerung. Conrad Sandmeier zweifelt daran, dass Solarstrom ein rentables Geschäftsmodell sein kann: «Solar lohnt sich für Investoren nur, wenn die Anlagen subventioniert werden. Die Energiewende ist ein Flop.» Andrea Galli teilt diese Ansicht: «Eine Solaranlage rechnet sich mit den aktuellen Rahmenbedingungen nicht. Kein Wunder, will da keiner investieren.»

Viele sehen nur in Atomkraftwerken eine geeignete Alternative. Daniel Achermann ist einer davon: «Solarstrom rentiert nicht und liefert zu wenig Strom. Nur neue AKWs sind Kosten-Nutzen freundlich.» Auch Jürg Wehrlin fordert: «Lasst die erneuerbaren Energien. Alle Subventionen in neue Atomkraftwerke investieren!»

Renato Schneider ist der Ansicht, es brauche beide Ansätze, um die Schweizer Versorgung garantieren zu können: «In Zukunft werden wir ein Vielfaches an Strom brauchen, und dann ist auch ein AKW ein genauso grosses Muss wie Wasserkraft oder Solarstrom.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen