Bellino ärgert sich über 1-Stern-Bewertung auf Google
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«Lügen musst du nicht»:Bellino ärgert sich über 1-Stern-Bewertung auf Google

Leser zur No-Show-Gebühr
«Es ist eine Unsitte, gebuchte Termine nicht wahrzunehmen!»

No-Shows sind nicht nur in der Gastronomie ein Problem. Im Modegeschäft von Samuel Bellino gibt es fürs Nichterscheinen eine saftige Busse. Ein Streit mit einem verärgerten Kunden tritt nicht nur auf Social Media, sondern auch in unserer Leserschaft eine Diskussion los.
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Samuel Bellino verkauft Mode. Er ärgert sich in den sozialen Medien über eine 1-Sterne-Bewertung auf Google.
Foto: STEFAN BOHRER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Aargauer Modeladen verlangt 150 Franken bei Termin-No-Shows
  • Umfrage mit 8500 Stimmen zeigt gespaltene Meinungen
  • 57 Prozent der Umfrageteilnehmer finden Strafgebühr gerechtfertigt
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Alessandro KälinRedaktor Community

Für No-Shows wird es im Bellino Moda, einem Aargauer Modeladen, ziemlich teuer. Inhaber Samuel Bellino (31) verrechnet bei Nichterscheinen eine Gebühr von 150 Franken, wie es in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten ist. Nun ärgert sich ein gebüsster Kunde ordentlich und hinterlässt auf Google eine 1-Sterne-Bewertung.

Bellinos Anzuggeschäft öffnet, um Personal zu sparen, nur auf Terminvereinbarung. Mit seiner Grundregel will er sich daher gegen mögliche Umsatzeinbussen absichern. Mit einem Video, in dem er sich über den Kunden beschwert, entfacht Bellino in den sozialen Medien eine hitzige Diskussion. Viele finden sein Vorgehen gerechtfertigt, andere zu hart. Auch unsere Community ist in dem Fall gespalten. 

Lesermehr findet die Strafe angemessen

Eine Leserumfrage mit knapp 8500 Teilnehmern zeigt, dass eine Mehrheit von 57 Prozent Bellinos Strafgebühr als absolut gerechtfertigt wahrnimmt. Weitere 19 Prozent finden eine Busse in Ordnung, allerdings ist ihnen der Betrag von 150 Franken zu extrem. 

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Hingegen stufen 17 Prozent eine Strafgebühr je nach Gewerbe als unangemessen ein. Die verbliebenen 7 Prozent sind strikt gegen Bellinos Geschäftspolitik. In den Kommentaren gehen die Meinungen ebenfalls auseinander. 

«Der Kunde sollte sich über sich selber ärgern»

Viele Leserinnen und Leser bestärken den Ladenbesitzer in seinem Handeln. Darunter auch Stephan Codirol: «Korrekt so! Es ist eine Unsitte, gebuchte Termine ohne abzusagen nicht wahrzunehmen! Der Kunde sollte sich über sich selber ärgern.» Reto Pulfer stimmt zu: «Wer einen Termin bucht, für den Zeit reserviert und investiert wird, muss diese finanzieren. Das Personal und die Verkaufsfläche müssen ja auch bezahlt werden.»

«Richtig gemacht!», lobt Mariella Brunner. Sie hebt zudem hervor: «Man bucht nicht einen Termin oder einen Tisch im Restaurant und kommt dann nicht. Beim Arzt bezahlt man auch, wenn man nicht erscheint.» Steffi Gertsch kommentiert ebenso: «Zahnarzt und Coiffeur verlangen auch Gebühren, wenn man nicht kommt. Finde, die Busse geht in Ordnung.» 

«Wer so mit seinen Kunden umgeht, wird nicht mehr lange existieren»

Einige Stimmen halten überzeugt dagegen. Marco Zalivani geht vor allem der fällige Betrag gegen den Strich: «Wer 150 Franken für Nichterscheinen in Rechnung stellt, braucht sich über eine schlechte Bewertung nicht zu wundern. Am Ende ist der Kunde König. In der Schweiz ist er wohl eher eine Melkkuh.»

Auch Peter Kern schreibt: «Diese Strafgebühr finde ich eine Frechheit. Ich würde diesen Laden in Zukunft schlicht boykottieren. Wer so mit seinen Kunden umgeht, wird nicht mehr lange existieren.» 

Michael Meier ist derselben Ansicht: «Von mir aus könnte der gute Mann auch das Zehnfache verlangen. Einfach nicht mehr dort einkaufen und alle sind glücklich!»

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