Leser zur Iran-Rede
«So viele Widersprüche in 20 Minuten kann nur Trump bringen!»

Donald Trumps Rede zur Iran-Strategie sorgt weltweit für Aufsehen. Auch die Leserinnen und Leser zeigen sich entsetzt über die widersprüchlichen Drohungen und die Verantwortung, die nun erneut Europa tragen soll.
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US-Präsident Donald Trump kündigte den Rückzug aus dem Iran an.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump kündigt neue Angriffe auf Iran an, beendet Einsatz in Wochen
  • Leser kritisieren widersprüchliche Rede und fehlende klare Strategie Trumps
  • Europa sieht sich erneut mit Flüchtlingsströmen und Kosten konfrontiert
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Zwischen Eskalation und schnellem Abzug: Mit markigen Worten hat Donald Trump in der Nacht auf Donnerstag seine Iran-Strategie skizziert. Der US-Präsident verspricht ein baldiges Ende des Krieges und sagt, die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen. Gleichzeitig kündigt er an, den Iran vorerst erneut anzugreifen: «Wir werden sie extrem hart treffen und zurück in die Steinzeit schicken.»

Auffällig ist, dass Trump zur Nato nichts sagt und stattdessen mehr Verantwortung von Europa und anderen Staaten fordert. Dank eigener Ölproduktion seien die USA weniger abhängig, etwa von der Strasse von Hormus. Wie klar seine Strategie wirklich ist, bleibt offen.

Widersprüche und Kritik an der Rede

Trumps Rede sorgt weltweit für Aufsehen, auch unsere Leserinnen und Leser reagieren eindeutig kritisch. Olivier Baumberger schreibt, dass seine Rede inhaltlich widersprüchlich sei: «Das soll also die grossartige Rede gewesen sein? Das ist doch ein Witz sondergleichen. Behauptet, der Iran bitte um Waffenstillstand, und der Iran selbst sagt ‹Nope!›, tun wir nicht. Behauptet, die Verhandlungen verlaufen gut und will dann den Iran trotzdem in die Steinzeit zurückbomben. Irgendetwas stimmt mit Trump wirklich nicht mehr!»

Ähnliche Worte findet Leser Michael Egger: «So viele Widersprüche und Wiederholungen in knapp 20 Minuten kann wohl nur Trump bringen. Schlussendlich war es eine Zusammenfassung einiger seiner wirren Posts der letzten Tage. Nichts Neues, keine Ziele, einfach mal den Iran komplett zerstören und alles wird goldig. Unfassbar, wer da in Amerika den Präsidenten spielt!»

Europa trägt die Folgen

Die Leserinnen und Leser kritisieren darüber hinaus, dass Europa nun erneut die Folgen amerikanischer Eskalation tragen muss. «War ja jedes Mal das gleiche Theater, als die USA im Nahen und Mittleren Osten intervenierten. Egal ob in Syrien, Irak, Afghanistan oder jetzt im Iran – mit dem Scherbenhaufen und den Flüchtlingsströmen darf sich jetzt Europa herumschlagen. Wieso addiert eigentlich Europa diese Kosten nicht einmal zusammen und stellt diese Summe den USA in Rechnung?», schreibt Peter Friedrich. 

Hans-Rudolf Freund warnt vor der Abhängigkeit Europas: «Null Tau, was er tut, und null Strategie! Nur in einem hat er leider recht: Europa muss für Eigenstärke sorgen, um auf die Stützpunkte der USA nicht angewiesen zu sein.» Die Kriegswirtschaft müsse bis zum Ende der Nachrüstung aufrechterhalten werden. Nicht weil das wünschenswert sei, sondern weil unklar sei, was als Nächstes komme. «Technologisch bringt das auch dem zivilen Leben etwas. Aber einfach den Krieg zu beenden, wird nicht so einfach werden.»

Auch Peter Haldemann zieht eine politische Lehre: «Ich denke, Europa sollte jetzt gemerkt haben, dass auf die USA kein Verlass ist. Wenn sich die Europäer zusammentun, sind sie stärker als die USA, die unter Trump nur Mist produzieren und total überheblich wirken.»


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