Soll das Billett ab einem gewissen Alter automatisch weg?
1:42
Blick fragt bei Jungen nach:«Man sollte bereits ab 70 testen»

Leser zur Fahrtauglichkeit
«Rentner müssen den Ausweis abgeben – das Risiko ist zu hoch!»

Ein Verkehrsunfall mit Fahrer im Rentenalter stellt den Fahrtauglichkeitstest infrage. Reicht dieser, um die Sicherheit am Steuer bei älteren Bürgern zu gewährleisten? Leserinnen und Leser geraten bei der Frage aneinander. Manche haben ihre eigenen Lösungen in petto.
Kommentieren
1/8
Mit unkontrollierter Beschleunigung fuhr ein Senior in Sedrun in eine Menschengruppe.
Foto: Sandro Zulian

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein 87-Jähriger verursachte in Sedrun GR einen tödlichen Unfall
  • Debatte über Fahrtauglichkeitstests bei Senioren spaltet die Leserschaft
  • Verschiedene Vorschläge zur Verbesserung von den Lesern
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Alessandro_Kälin_Praktikant Community_Blick_1-Bearbeitet.jpg
Alessandro KälinRedaktor Community

Sollten Rentner wirklich noch Autofahren? Durch Verkehrsunfälle mit Fahrerinnen und Fahrern im hohen Alter wird die Fahrtauglichkeit immer wieder zum Thema. Ein tragischer Unfall in Sedrun GR ist nur das jüngste Beispiel. Ein 87-jähriger Autofahrer verwechselte die Pedale und fuhr unkontrolliert in eine Menschengruppe, was für eine Passantin tödliche Folgen hatte. 

In unserer Leserschaft kommen durch die Tragödie Zweifel am obligatorischen Fahrtauglichkeitstest ab 75 auf. Reicht dieser wirklich noch aus, oder sollte der Fahrausweis ab einem gewissen Altern konsequent eingezogen werden? Zu dieser Frage teilt eine überwältigende Anzahl Leserinnen und Leser nicht nur ihre Meinungen, sondern auch eine Vielzahl an Lösungsansätzen mit uns. 

«Mit maximal 85 sollten alle abgeben müssen»

Vielen sind die Verkehrsunfälle durch Senioren schlicht zu viel. Für Carlos Rageth braucht es eine konsequentere Lösung als den Fahrtauglichkeitstest: «Rentner müssen den Ausweis abgeben. Das Risiko ist einfach zu hoch. Ich würde sagen ab 75 Jahren. Ich bin selbst 60 Jahre alt und werde es spätestens dann abgeben.» Herbert Rufi schliesst sich an: «Die aktuellen Kontrollen sind ja schön und gut, aber mit maximal 85 sollten alle abgeben müssen.»

Gust Ledergerber hebt hervor: «Spätestens mit 80 sollte der Schein abgegeben werden müssen. Die Bewilligung erhält man ja auch erst mit 18. Beides hat seine guten Gründe!» David Aebi kommentiert ebenso: «Kinder dürfen kein Auto fahren, weil sie dazu noch nicht in der Lage sind. Aber genauso wenig sollen es Menschen ab 85 noch tun.»

«Mit dem Alter hat das nichts zu tun!»

Die andere Seite der Leserschaft ist klar gegen ein fixes Abgabealter. Silvia Giger argumentiert zugunsten der Senioren. Sie kommentiert klar: «Die Fahrtüchtigkeit hängt von der körperlichen und geistigen Fitness ab und nicht vom Alter!» Auch laut Reto Senn sind Alter und Fahrkompetenz zwei Paar Schuhe: «Autofahren sollte man so lange, wie die Fahrtauglichkeit gegeben ist. Mit dem Alter hat das nichts zu tun!» Es gäbe ja auch Personen, die mit 50 weniger tauglich seien als andere mit 85. 

André Kühni fügt an: «Man sollte Einzelfälle nicht gleich in Beziehung zum Alter setzen. Kontrolle ab 75 ist okay! Aber generelles Schlechtmachen von Senioren nicht!» Markus Bammert erachtet die aktuellen Bestimmungen als ausreichend. Aber: «Die Überprüfung muss seriös und einheitlich gemacht werden.» 

Leser liefern eigene Lösungen

Für die Mehrheit der Leserschaft ist ein fixes Abgabealter keine Lösung. Viele liefern stattdessen Vorschläge, wie man die aktuelle Prüfung der Fahrtauglichkeit überholen könnte. So schlägt Daniela Joss vor: «Strengere medizinische Kontrollen wären angesagt. Nicht jeder Senior ist gleich. Es sollte vom Gesundheitszustand abhängig gemacht werden.» Petra Hodel argumentiert ebenso: «Der Test sollte sicher nicht durch den Hausarzt erfolgen, sondern durch einen Arzt, der vom jeweiligen Kanton festgelegt wird.»

Andere haben einen praktischeren Ansatz. Maria Kaufmann schlägt vor: «Ab dem Rentenalter sollte man einen Test beim Fahrlehrer machen und nicht beim Hausarzt.» Markus Koch führt weiter aus: «Anstatt der lächerlichen Medizinchecks sollte man ab einem gewissen Alter alle 2 Jahre eine verkürzte Fahrprüfung beim Strassenverkehrsamt machen müssen.» Auch Robin Schmid stimmt zu: «Ab 75 eine Fahrstunde mit einem Experten. Dies nicht mit einer gemütlichen Überlandfahrt, sondern unter Stress!»

Eine letzte Gruppe will älteren Mitbürgern stattdessen vermehrt Anreize für den öffentlichen Verkehr geben. Urs Mägert formuliert aus: «Wer seinen Führerschein mit 75 oder früher abgibt, sollte im Gegenzug das GA der SBB zu einem Vorzugspreis erhalten. So bleiben auch Senioren voll mobil!» Leser Armin Lutz zeigt sich ebenfalls offen: «Ein GA gegen meinen Führerschein, da wäre ich dabei!»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen