Leser zur Erhöhung der Mindestfranchise
«Wie viel sollen wir noch selbst bezahlen?»

Der Bundesrat will die Mindestfranchise von 300 auf 400 Franken erhöhen. Das könnte vor allem weniger wohlhabende und chronisch kranke Krankenkassenversicherte benachteiligen. Viele unserer Leserinnen und Leser lehnen das Unterfangen klar ab.
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Der Bundesrat – hier Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider – will die Mindestfranchise erhöhen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bundesrat will Mindestfranchise von 300 auf 400 Franken erhöhen
  • Umfrage mit über 4'500 Stimmen: Mehrheit sieht das Vorhaben als untragbar
  • 64 Prozent der Umfrageteilnehmer lehnen die Erhöhung klar ab
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Alessandro KälinRedaktor Community

Für Patienten wird es künftig noch teurer. Trotz Gegenwehr von Links will der Bundesrat die Mindestfranchise von 300 auf 400 Franken erhöhen. Zusätzlich zu steigenden Prämien muss somit also noch tiefer in die eigene Tasche gegriffen werden, bevor sich die Krankenkasse beteiligt.

SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (62) warnt davor, dass die Erhöhung der Mindestfranchise vor allem Versicherte aus bescheideneren Verhältnissen und chronisch Kranke benachteiligen würde. Jedoch vergebens, denn der Vorschlag geht nun ans Parlament. Am Schluss dürfte das Volk entscheiden. Viele Leserinnen und Leser positionieren sich bereits jetzt gegen das Vorhaben. 

Das sagt die Community zur höheren Franchise

Gemäss einer Leserumfrage mit über 4500 Teilnehmern sind ganze 64 Prozent gegen die Teuerung. Für sie sind 100 Franken mehr klar zu viel. 

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Elf Prozent trifft der Preisanstieg zwar, sie erhoffen sich davon aber langfristig einen positiven Einfluss auf die Krankenkassenprämien. Für die übrigen 25 Prozent ist der zusätzliche Hunderter so oder so problemlos verkraftbar. Auch in den Kommentaren dominieren die Stimmen der Mehrheit. 

«Da hat die Krankenkassenlobby wieder mal zugeschlagen»

Die Gegenwehr vieler Leserinnen und Leser ist lautstark. Iris Stauffer ist eine von ihnen: «Trifft wieder genau diejenigen, die heute schon alles aus dem eigenen Sack bezahlen müssen. Total ungerecht!» Auch Roland Husi fragt empört: «Wie viel sollen wir denn noch selbst bezahlen? Unsere Regierung zockt uns nur noch ab! Von mir ein dickes Nein!» Beat Wagner kommentiert nur: «Da hat die Krankenkassenlobby wieder mal zugeschlagen.»

Leser wie Thomas Schneider sind zudem skeptisch, ob sich dieser Schritt wirklich merkbar auf die Krankenkassenprämien auswirken wird: «Die Prämien steigen höchstens in einem Jahr ein bisschen weniger, danach geht es steil weiter.» Armin Deubelbeiss stimmt zu: «Die Krankenkassenprämien werden trotzdem weitersteigen. Wann machen unsere Politiker endlich mal was Sinnvolles, damit Krankenkassen wieder bezahlbar werden?»

«100 Franken mehr ist für jedermann tragbar»

Doch auch von den Befürwortern äussern sich einige. Andreas Freiermuth kommentiert etwa: «100 Franken mehr Franchise ist für jedermann tragbar. Von mir aus auch 500 mehr, wenn man damit Prämiensenkungen erwirken könnte.» Auch Heinz Meier ist zuversichtlich: «Es ist ganz einfach, mehr Franchise bedeutet Prämienreduktion. Gute Entscheidung.» 

Hans Müller hebt zudem hervor: «500 Franken mehr wären besser, dann springen nicht alle gleich zum Arzt. Somit könnte im Gesundheitswesen viel Geld gespart werden.» So argumentiert auch Süleyman Kovanci: «Gut so! So verhindert man, dass Leute wegen jedem Wehwehchen zum Doktor rennen.»

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