«Die gesamte Bevölkerung leistet einen Beitrag»
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Baume-Schneider zur 13. AHV:«Die gesamte Bevölkerung leistet einen Beitrag»

Leser zur AHV-Finanzierung
«Das Volk hat Ja gesagt. Aber nicht zu dieser Abzocke!»

4 bis 5 Milliarden werden für die Finanzierung der 13. AHV-Rente fällig. Nach vielen Diskussionen unterstützt der Ständerat nun eine Mischfinanzierung durch Mehrwertsteuer und Lohnprozente. Das sorgt bei unseren Leserinnen und Lesern für Aufruhr.
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SP-Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider braucht Geld für die Finanzierung der 13. AHV-Rente.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ständerat sagt ja zu Mischlösung zur Finanzierung der 13. AHV-Rente ab 2026
  • Jährliche Zusatzkosten von 4 bis 5 Milliarden CHF für die AHV erwartet
  • Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozent, Lohnbeiträge um 0,3 Prozent erhöht werden
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Alessandro KälinRedaktor Community

Am Ende des Jahres soll die 13. AHV-Rente erstmalig ausgezahlt werden. Noch immer wird darüber diskutiert, wie die dadurch jährlich anfallenden 4 bis 5 Milliarden für die AHV finanziert werden sollen. Der Ständerat sagt nun Ja zu einer Mischlösung.

Anstatt die 13. Rente rein über die Mehrwertsteuer oder die Lohnprozente zu finanzieren, will die kleine Kammer beide Quellen anzapfen. Die Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozent erhöht werden, die Lohnbeiträge um 0,3. Trotz Kritik geht die Debatte nun im Nationalrat weiter. Viele unserer Leserinnen und Leser sind von der Mischvariante wenig begeistert.

«Das Volk gab der Regierung den Auftrag zum Sparen!»

In den Kommentaren wehren sich viele gegen die geplanten Steuererhöhungen. So stellt Markus Bürgi klar: «Das Volk hat Ja zur 13. AHV gesagt. Aber nicht zu dieser Abzocke bei den Lohnbezügen und der Mehrwertsteuer.» Eine zusätzliche Rente sei wenig wert, wenn die Bevölkerung gleichzeitig in die Armut getrieben werde. 

Auch Markus Manser kommentiert: «Es kann nicht sein, die Lohnabgaben und die Mehrwertsteuer hierfür noch weiter zu erhöhen. Das sind keine Lösungen!» Max Schleiffer schliesst sich an: «Der Ständerat schnallt es einfach nicht. Wir wollen keinesfalls eine höhere Mehrwertsteuer oder mehr Lohnabzüge. Das Volk gab der Regierung den Auftrag zum Sparen!»

Auch Beni Forster fügt hinzu: «Mehrwertsteuer und Lohnbeiträge erhöhen ist laut Politik die einfachste Lösung. Schliesslich muss man sich dann nicht überlegen, wo man einspart.» Er ist überzeugt, dass dieser Plan beim Volk keinen Anklang finden wird. 

«Werden die Jungen nicht auch einmal alt sein?»

Trotz der grossen Mehrheit an Kritikern gibt es auch Leserinnen und Leser, die den Finanzierungsansatz befürworten. Sie gehen mit den aktuell Arbeitstätigen ins Gericht. Hans Rudolf Schär ist einer von ihnen. Er schreibt: «Ich habe in meinen Erwerbsjahren auch Lohnprozente zugunsten älterer Jahrgänge abgeben müssen. Warum sollen das nun die Jüngeren nicht machen?»

Ulrich Schwab stimmt zu: «Ich habe damals Beträge bezahlt für Bezüger, die noch nie AHV einbezahlt hatten. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, ein solches Geschrei wie die jetzigen Einzahler abzulassen.»

Auch Claude Ott betont die Solidarität: «Damals waren wir noch sozial eingestellt und haben es den Rentnern gegönnt.» Für ihn zeigt sich darin ein grundlegender Respekt zwischen den Generationen. Reto Diebold ergänzt: «Werden die Jungen nicht auch einmal alt sein?»

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