Leser zum WM-Programm von SRF
«Für so eine schwache Leistung zahlen wir sauteure Gebühren!»

Daniel Leu vergeht die Fussballfreude, während er den WM-Start auf SRF verfolgt. Dem Programm des Senders fehlt es laut dem stellvertretenden Sportchef des Blicks an Innovation. Die deutsche Konkurrenz überzeugt nicht nur ihn, sondern auch viele Leser deutlich mehr.
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Beim SRF führte zum WM-Auftakt Rainer Maria Salzgeber durch das Programm.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer kritisieren SRF-Berichterstattung zur Fussball-WM als altbacken und langweilig
  • Leserumfrage: 4'500 Teilnehmer, viele unzufrieden mit SRF-Programm und Studiogästen
  • 48 Prozent der Leser bevorzugen ARD oder ZDF, nur 37 Prozent SRF
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Alessandro KälinRedaktor Community

Mit reichlich Snacks und Fernbedienung auf dem Sofa platziert kann es endlich losgehen. Diese Fussball-WM wird wieder von zahllosen Schweizerinnen und Schweizern verfolgt. Auch Daniel Leu, stellvertretender Sportchef bei Blick, hat sich bereits auf den Start am Donnerstagabend gefreut. Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika kann er jedoch kaum geniessen. Der Grund: die Berichterstattung des SRF. 

Leu ist in erster Linie enttäuscht von dem «08/15-Programm», welches der öffentlich-rechtliche Sender dieses Jahr an den Tag legt. Dasselbe Studio mit den üblichen Experten, auch im Publikum ist kaum was los. Nicht selten schaltet er zum ZDF um. Der deutsche Sender schafft es anders als das SRF direkt, ihn mit einer lebendigen und charismatischen Atmosphäre zu überzeugen. Auch unter unseren Leserinnen und Lesern haben deutsche Sender einige Fans. 

Unsere Community nutzt vermehrt Alternativprogramme

Wie eine nicht repräsentative Leserumfrage mit über 4500 Teilnehmern zeigt, teilt eine Mehrheit von 48 Prozent die Meinung des Sportjournalisten. Auch sie schauen sich die diesjährige WM lieber auf ARD oder ZDF an.

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Die Zuschauer, die das Fussballprogramm des ORF, BBC, ITV oder andere Sender präferieren, machen insgesamt 15 Prozent aus. Das SRF muss sich gegen die ausländische Konkurrenz behaupten. Der Schweizer Sender holt lediglich die übrigen 37 Prozent der Teilnehmenden ab. Auch in den Kommentaren sind viele mit der WM auf SRF unzufrieden. 

«Das SRF hinkt weit hinter den anderen Sendern hinterher»

Eine Mehrheit der Leserschaft kann Daniel Leus Enttäuschung gut nachempfinden. Bruno Erb kommentiert etwa: Ganz genauso ist es mir auch ergangen. «SRF ist und bleibt leider altbacken und langweilig wie immer.» Auch René Merten hebt hervor: «Das SRF-Studio und die Gäste sind wirklich etwas langweilig. Dazu noch die ständige Überflutung mit Werbung.» Paul Meier kritisiert: «Für so eine schwache Leistung zahlen wir sauteure Gebühren!»

Laut Stefan Vetsch ein Armutszeugnis für das Schweizer Fernsehen: «Für mich zeigt diese WM einmal mehr, wie weit das SRF den anderen Sendern hinterherhinkt.» Während andere versuchen würden, mit frischen Ideen, Analysen und spannenden Gästen Mehrwert zu schaffen, setze man beim SRF seit Jahren auf das gleiche Konzept. «Fussball ist Leidenschaft, Spannung und Unterhaltung – genau das kommt beim SRF oft zu kurz.»

Sandro Schaaf ist ein Freund der deutschen Alternative: «Es ist im SRF wirklich immer dasselbe Programm. ZDF und ARD sind im Vergleich einfach absolut professionell mit tollen Geschichten.» Josua Arnold kann nur zustimmen: «Ich schaue Fussball immer auf ARD und ZDF. Bei denen ist es tausendmal besser.»

«Lasst doch die Leute bei SRF einfach ihre Arbeit machen»

Trotzdem gibt es auch einige in der Leserschaft, die dem Schweizer Sender treu bleiben. Für Diana Rossi ist klar: «Inhaltlich und fachlich ist SRF top. Wer Show und Unterhaltung will, soll die amerikanischen Sender kaufen.» Sascha Furer kann nur zustimmen: «Für mich persönlich ist es egal, ob die im Studio sind oder an einem exklusiveren Ort. Mich interessiert der Inhalt der Sendung, in dem Fall das Spiel, viel mehr.»

Fabian Pascal geht derweil mit den SRF-Kritikern ins Gericht: «Die Leute wollen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen den Geldhahn zudrehen, jammern dann aber, wenn es ein abgespecktes Programm gibt.» Emil Stalder bläst ins selbe Horn: «Das SRF muss sparen. Sich jetzt darüber beschweren, dass sie nicht mit anderen Fernsehsendern mit grösserem Budget mithalten können, ist schon ein wenig naiv.»

Daniel Feer meint nur: «Das passt zu Herrn und Frau Schweizer. Immer nur nörgeln und kritisieren. Lasst doch die Leute einfach ihre Arbeit machen. Wenn es nicht passt, schaltet gerne auf einen anderen Kanal um.»

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