Darum gehts
- Krankenkassenprämien steigen 2027 um 3,7 Prozent in der Schweiz
- Umfrage: 40 Prozent der Befragten priorisieren niedrige Prämien bei Krankenkassenwahl
- Leser zeigen Unzufriedenheit über Kostenanstieg im Gesundheitssystem
Voraussichtlich brennen die Krankenkassenprämien auch nächstes Jahr wieder ein tieferes Loch ins Portemonnaie. Die Grundversicherung verteuert sich 2027 durchschnittlich um weitere 3,7 Prozent. Zwar fällt der Anstieg nicht so gravierend aus wie in den letzten Jahren, spürbar teurer wird es für viele dennoch.
Gesundheitsexperte Felix Schneuwly (65) erklärt: «Das Wachstum des für die Krankenkassenprämien relevanten Kostenanteils ist jeweils etwas höher als das der gesamten Gesundheitskosten.» Vor allem, weil der Leistungskatalog laufend erweitert wird. Neustens werden Psychotherapie, Abnehmspritzen und die Angehörigenpflege ebenfalls miteinbezogen. Sein Tipp: Ab einer Franchise von 300 Franken Krankenkasse wechseln.
Tiefe Prämien sind der Community am wichtigsten
Genau der Kostenpunkt ist für die meisten unserer Leserinnen und Leser am entscheidendsten, wenn es um die Wahl der Krankenkasse geht. Das macht unsere nicht repräsentative Umfrage mit fast 2500 Teilnehmern deutlich. Darin haben 40 Prozent bei der Wahl der Krankenkasse angegeben, dass sie am meisten auf tiefe Prämien achten. 33 Prozent ist dagegen ein guter und freundlicher Kundenservice besonders wichtig.
18 Prozent wünschen sich eine rasche Rückerstattung. 6 Prozent ist es am wichtigsten, dass ihre Krankenkasse möglichst immer erreichbar ist. Den letzten 4 Prozent ist vor allem eine übersichtliche App ein Anliegen. Die Mehrheit dominiert auch die Kommentarspalte. Sie protestieren gegen die erneute Prämienteuerung.
«Die Prämien werden noch ins Unendliche steigen»
Immer mehr Mitglieder der Community fürchten zudem die Endlosschleife an Kosten. Darunter ist auch Marco Castellano: «Jedes Jahr 3 bis 4 Prozent. Das bedeutet eine Verdoppelung in 25 Jahren! Das geht schon seit ewig unaufhörlich so weiter. Wie lange kann das noch gut gehen? Die Bevölkerung wird die Prämien bald nicht mehr stemmen können.» Walter Liechti stimmt ihm zu und ergänzt: «Je höher die Prämie schon ist, desto mehr schlägt jedes zusätzliche Prozent zu Buche. Demzufolge werden die 3,7 Prozent schon recht happig.»
Martin Arnold kritisiert: «Immer wieder kommt das Rezept Kassenwechsel! Jeder Wechsel verursacht Kosten, die auch bezahlt werden müssen.» Günther Rüegg zeigt sich resigniert: «Nur weiter so. Es rutschen immer mehr in die Sozialhilfe ab. Da bezahlen wir alle auch noch mit. Aber anscheinend wird das von der Politik so gewünscht.» Peter Zemp rügt: «Die Prämien werden noch ins Unendliche steigen. Alle Jahre kommen neue Leistungen dazu. Mir kommen die Krankenkassen vor wie ein Selbstbedienungsladen.»
«Grundversicherung wird immer mehr mit Goodies aufgebläht»
Für viele gibt es nur einen Ausweg: ein Frühjahrsputz im Leistungskatalog. Sibylle Isler ist nicht die Einzige, die vorschlägt: «Es muss endlich mal aufgeräumt werden und nicht immer noch mehr Medikamente in die Grundversicherung reingenommen werden, wie etwa die Abnehmspritze. Wer diese will, soll sie auch selbst bezahlen.» Susanne Obrist bläst ins selbe Horn: «Endlich mal Abnehmspritzen aus der Grundversicherung verbannen!»
Tanja Berger hebt ganzheitlich hervor: «Die Grundversicherung wird immer mehr mit Goodies aufgebläht, welche dort nichts verloren haben!» Martin Bachmann ergänzt: «Unsere Krankenkassen werden zu einem unbezahlbaren Luxussystem. Wer hohe Kosten verursacht, sollte auch mehr zur Kasse gebeten werden und die Grundversicherung gehört ausgemistet.»