Aromat-Deal erhitzt Gemüter
«Das ist kein Gewürz, das ist nationales Schutzgut»

Ist Aromat bald keine Schweizer Kult-Marke mehr? Nachdem der Hersteller Knorr an den US-Konzern McCormick verkauft wurde, horchen viele Aromat-Fans auf. Auch unsere Community macht sich Sorgen.
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Aromat gehört in der Schweiz einfach auf den Tisch.
Foto: Siggi Bucher

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Knorr wird an US-Konzern McCormick verkauft, 180 Jobs bedroht
  • Petition des Unternehmers Oehl fordert Schutz von Rezept und Produktion
  • Umfrage: 54 Prozent der 6600 Befragten halten Aromat für unverzichtbar in der Schweiz
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Alessandro KälinRedaktor Community

Das Schweizer Kultgewürz ist in Gefahr. Aromat-Hersteller Knorr wurde am Dienstag an den amerikanischen Gewürzkonzern McCormick verkauft. In der Fabrik in Thayngen SH, wo Aromat 1952 erfunden wurde, stehen nun 180 Jobs auf dem Spiel.

Aromat-Fans geht es gewaltig gegen den Strich, dass ihr liebstes Gewürz künftig amerikanisch sein soll. Insbesondere Unternehmer Michael C. Oehl (34), denn dieser hat bereits eine Petition lanciert, um den Aromat in der Schweiz zu behalten. Er fordert eine Produktionsgarantie für die Fabrik in Thayngen, und dass das Rezept geschützt wird. Für ihn gehört Aromat in die Heimat.

Für die Mehrheit ist Aromat unverzichtbar

Auch für viele unserer Leserinnen und Leser ist Aromat kaum aus der Schweiz wegzudenken. Eine Leserumfrage mit über 6600 Teilnehmern zeigt, dass ganze 54 Prozent sich Aromat aus der Schweizer Küche nicht wegdenken können. Weitere 28 Prozent gehen so weit, dass sie den Geschmacksverstärker sogar in die Ferien mitnehmen.

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Nur 11 Prozent zeigen sich gleichgültig. Jeweils 4 Prozent sind der Ansicht, Aromat sei etwas für «Bünzli» oder sogar «grusig». In den Kommentaren sind die Meinungen zum Gewürz ebenso emotional.

Alex Bucheli schreibt etwa: «Aromat ist nicht nur für den Geschmack. Es ist ein Gefühl. Und jetzt soll es zu Menschen, die vielleicht nicht wissen, was das gelbe Döschen bedeutet?» Daniel Marbot bläst ins selbe Horn: «Aromat ist mehr als nur ein Gewürz. Es ist Teil unserer Alltagskultur.» Und auch Alex Bucherer schreibt: «Man kann ja vieles globalisieren. Aber Aromat?! Das ist kein Gewürz, das ist ein nationales Schutzgut.»

Viele stehen vollkommen hinter Oehls Rettungsversuch. So schreibt René Merten: «Aromat gehört in Schweizer Hände. Die Initiative ist voll zu unterstützen!» Auch Elisabeth Hager lobt: «Bravo, Herr Oehl! Wäre toll, wenn es klappen könnte.» Stephan Wälti ist aufgebracht: «Ein Ausverkauf der Heimat! Und es geht nur ums Geld. Schande!»

«Es geht auch gut ohne Aromat»

Trotzdem zeigen sich andere Leserinnen und Leser gleichgültig. Kurt Ackermann ist einer von ihnen: «Mir egal, wem Aromat gehört. Es soll einfach nicht verschwinden und gleich gut bleiben. Und wenn doch, ich kann auch ohne leben.» Roger Levy belächelt die Petition: «Einfach nur lächerlich in diesem Zusammenhang – also bei einem Gewürz – von Tradition zu sprechen.»

Auch Lukas Erb kritisiert die Aromat-Fans: «Was hier wieder für ein Theater veranstaltet wird. So funktioniert das Wirtschaftssystem Kapitalismus nun mal. An dieser Regel wird auch Herr Oehl nichts ändern.» Markus Krebs fügt an: «Es geht auch gut ohne Aromat. Und sonst hat die Konkurrenz eine Alternative dazu.»

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