Leser zum Benzin-Schock
«Kein Problem, meine Batteriekiste fährt günstig»

Wegen der steigenden Benzinpreise verzichten immer mehr Schweizerinnen und Schweizer aufs Auto. Laut einer Studie sind stattdessen viele mehr mit dem ÖV unterwegs oder überlegen sich gar, aufs E-Auto umzusteigen. Unsere Community teilt ihre eigenen Erfahrungen.
Kommentieren
1/6
Die hohen Benzinpreise machen vielen Schweizerinnen und Schweizern zu schaffen.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer fahren wegen hoher Spritpreise weniger Auto, nutzen mehr ÖV
  • Umfrage: 10 % verzichten laut Umfrage mit 5000 Personen komplett aufs Auto
  • Andere überlegen sich, auf ein Elektroauto zu wechseln
Alessandro_Kälin_Praktikant Community_Blick_1-Bearbeitet.jpg
Alessandro KälinRedaktor Community

Schweizer Autos verstauben zunehmend in der Garage. Die aufgrund des Irankriegs ansteigenden Spritpreise haben den Nebeneffekt, dass immer weniger Auto gefahren wird. Laut einer neuen Studie von Marketagent Schweiz steigen stattdessen immer mehr auf den öffentlichen Verkehr um. Die Benzinkrise hat einen weiteren Gewinner: das E-Auto. 

Während einige die Spritztour am Sonntag auslassen, überlegen sich andere Schweizerinnen und Schweizer zunehmend den Umstieg in die Elektromobilität. Dies zumindest laut der repräsentativen Umfrage. Auch in unserer Leserschaft machen sich viele Gedanken. 

So hat sich das Fahrverhalten der Community verändert

Laut einer Leserumfrage mit knapp 5000 Teilnehmern verzichten bereits 10 Prozent wegen der hohen Spritpreise auf ihr Auto. 36 Prozent denken viel aktiver darüber nach, wann es sich lohnt, den Wagen aus der Garage zu holen. 

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Auf der Kehrseite geben ganze 47 Prozent an, dass sie beim Auto zuletzt sparen. Sie nehmen die höheren Benzinpreise in Kauf. Die verbliebenen 7 Prozent sind nicht merklich von den Mehrkosten betroffen, da sie ein Geschäftsauto zur Verfügung haben. In den Kommentaren herrscht eine Diskussion zur Stromer-Alternative.

«Der Liter Benzin sollte noch mehr kosten»

Einer grossen Lesergruppe kommt die aktuelle Entwicklung nur recht. Remy Föhn ist einer von ihnen: «Sehr gut für die Umwelt! Der Liter Benzin sollte noch mehr kosten. Dann gäbe es auch bald weniger Stau.» Simon Grossen merkt zudem an: «Häufig geht es ja auch ohne oder mit weniger. Das ist eine Chance, um unsere Abhängigkeit von anderen Ländern zu reduzieren.»

Sim Meier freut sich derweil: «Bei diesen Spritpreisen fährt man plötzlich nicht nur noch aus Überzeugung elektrisch.» Walter Meier stimmt zu: «Es ist doch gut, wenn mehr E-Autos gekauft werden. Die können mit einheimischem Strom betrieben werden.» Hans Beck teilt: «Also ich sehe kein Problem, meine Batteriekiste fährt günstig.»

«Ich verzichte einfach auf Plauschfahrten»

Andere Kommentarschreiber bleiben den Verbrennern treu. So bittet Beat Krättli: «Übertreibt nicht immer so. Wer wegen der paar Franken nicht mehr Auto fährt, war vorher schon nicht darauf angewiesen.» Auch Alexander Jäger berichtet von sich selbst: «Ich tanke zweimal pro Monat. Ob das ein bisschen mehr oder weniger kostet, interessiert mich nicht.» Tinu Rösch schreibt: «Aufs E-Auto würde ich nie umsteigen. Ich verzichte einfach auf Plauschfahrten.»

Jürgen Gerber ist zudem überzeugt: «Bei höherer E-Auto-Nachfrage steigen auch die Stromimporte, also verteuert sich auch dieser irgendwann. Dann bitte nicht jammern.» Pascal Brunner vermutet Ähnliches: «Und wenn dann alle ein Batterie-Autöli haben, dann sagen die Stromkonzerne, sie müssen wegen der Nachfrage die Infrastruktur ausbauen. Das wird teuer.»

Was sagst du dazu?
Meistgelesen