Diese Regeln will der Bund der Mega-Bank auferlegen
2:39
Lex UBS erklärt:Diese Regeln will der Bund der Mega-Bank auferlegen

Leser zu UBS-Eigenkapital
«Wir wollen das Risiko für diese Finanzbombe nicht länger tragen!»

Der Ständerat hat entschieden, dass die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften mit 90 Prozent hartem Eigenkapital unterlegen muss. Die Bank fürchtet um ihre Wettbewerbsfähigkeit. In unserer Community sorgt die Sicherheit der Schweizer Bank für Gesprächsstoff.
Kommentieren
1/6
Wie soll die UBS stärker abgesichert werden?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ständerat verlangt von UBS 90 Prozent Eigenkapital bei Auslandsbeteiligungen
  • Finanzministerin zieht Lehren aus dem Fall Credit Suisse
  • UBS warnt vor Milliardenkosten und Wettbewerbsnachteil durch Forderung
Alessandro_Kälin_Praktikant Community_Blick_1-Bearbeitet.jpg
Alessandro KälinRedaktor Community

Nun spricht auch der Ständerat ein Machtwort gegenüber der UBS. Finanzministerin Karin Keller-Sutter (62, FDP) fordert, dass die Grossbank Beteiligungen im Ausland zu 100 Prozent mit hartem Eigenkapital unterlegt. Trotz Gegenwehr aus dem Finanzsektor hat sich der Ständerat auf die Seite der Finanzministerin gestellt. Am Mittwoch entschieden die Ratsmitglieder, dass die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften mit 90 Prozent hartem Eigenkapital unterlegen muss.

Nun kommt das Anliegen vor den Nationalrat. Keller-Sutter geht es bei dem Schritt vor allem darum, die Schweiz vor weiteren Krisenfällen wie bei der Credit Suisse zu schützen. Die UBS pocht derweil auf einen Kompromiss. Die Forderung der Bundesrätin könnte die Bank nicht nur Milliarden kosten, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränken, argumentiert die Chefetage des Finanzkonzerns. Auch in unserer Community entwickeln sich die Auslandsgeschäfte der UBS zum Debattenthema.

«Die Risiken dürfen nicht bei der Allgemeinheit landen»

In den Kommentaren wird Karin Keller-Sutter von vielen unterstützt. So schreibt etwa Tom Judtsen: «Ein vernünftiger Entscheid des Ständerats. Die Schweizer Grossbanken haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie durch eigene Geschäfte in grosse Schwierigkeiten geraten können.» Auch Johannes Müller-Frank lobt die Finanzministerin: «Bravo! Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat keine Angst vor der UBS und ihren überbezahlten Bankern!»

Adrian Strahm ist überzeugt: «Diese Weichen hätten schon beim ersten Finanzfiasko der Credit Suisse gestellt werden müssen. Der nächste Super-GAU ist vorprogrammiert, wenn der Nationalrat sich querstellt.» Christian Berger stimmt zu: «Es kann nicht sein, dass die Banker Geld verprassen und der kleine Steuerzahler dann bei einem Crash dafür aufkommen muss.»

Michael Ronner zieht ebenfalls Lehren aus der Credit Suisse: «Die Risiken eines einzelnen Grossinstituts dürfen im Ernstfall nicht bei der Allgemeinheit landen. Wir Steuerzahler können nicht immer als goldener Fallschirm für private Unternehmen dienen.» Auch Martin Schneider bleibt hart: «Die Boni fliessen, nur die Verantwortung muss niemand übernehmen. Da muss dringend etwas geändert werden. Wir wollen das Risiko für diese Finanzbombe nicht länger tragen!»

«Das ist einfach nur eine Benachteiligung unserer grössten Bank»

Die Gegenseite solidarisiert sich wiederum mit der UBS. Thomas Moser ist fassungslos: «Wo auf der Welt gibt es bitte solche Vorschriften? Das ist einfach nur eine Benachteiligung unserer grössten Bank.» Othmar Kamm ist ebenfalls aufgebracht: «Was da gerade abläuft, ist reine Schikane. Wäre ich am Ruder der UBS, würde ich der Schweiz den Stecker ziehen!»

Markus Tschuppert ist in erster Linie besorgt: «Es wird sich noch zeigen, ob diese Massnahme den Bürgern zugutekommt oder ob sich die UBS diese Mehrkosten wieder über höhere Gebühren reinholt.» Jürgen Gerber fragt mit denselben Bedenken: «Ob wir uns immer noch so freuen, wenn Kreditzinsen mehr kosten, weil die Bank jedem Kredit mehr Eigenmittel unterlegen muss?» Linda Gashi kommentiert ebenso: «Das zusätzliche Kernkapital wird doch nur auf die Kunden abgewälzt!»

Marcos Garcia merkt ausserdem an: «Vielleicht sollten wir mal kurz innehalten und darüber nachdenken, was passiert, wenn so eine Bank auf die Idee käme, aus unserem Land wegzuziehen.» Daniel Rudin befürchtet ein ähnliches Szenario: «Es wird sich noch zeigen, was diese Massnahme auslöst. Erst wenn die UBS auch noch weg ist, wird man sehen, was die Schweiz davon hat.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen