Darum gehts
- Italienurlaub wird teurer: Touristen klagen über hohe Preise, z. B. Glace-Rechnung 44 Euro
- Leserumfrage: 34 % bleiben daheim, 25 % machen nur Ferien in der Schweiz
- Preisanstieg von 15–20 %: Viele meiden Italien, bevorzugen Schweiz oder alternative Reiseziele
Wer diesen Sommer Ferien in Italien machen will, muss tief ins Portemonnaie greifen. In einer Facebook-Gruppe berichtet ein US-Touristenpaar von einem Besuch in Rom und einem stattlichen Gelati-Preis. Anstelle von zwei Kugeln pro Person wurden ihnen je drei mit unzähligen Extras aufgetischt. Die Rechnung belief sich auf satte 44 Euro. Sie sprechen von einer «Touristenfalle».
Nicht nur in den Gelaterias von Rom werden die Italienferien teurer. Ob Hotel, Restaurant oder Strandliege, überall steigen die Preise. Experten reden über Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent. Viele Einheimische können sich die Ferien im eigenen Land nicht mehr leisten. Die Tourismusbranche setzt auf zahlungsstarke Auslandsgäste. Unsere Leserinnen und Leser machen das nicht mit.
So verbringt die Community ihre Sommerferien
Eine nicht repräsentative Leserumfrage zeigt, dass von über 6400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern diesen Sommer 34 Prozent zu Hause bleiben. Weitere 25 Prozent machen höchstens Ferien in der Schweiz. Ihnen sind die Auslandsreisen schlicht zu teuer geworden.
30 Prozent lassen sich die Ferien nicht nehmen. Laut ihnen ist gute Planung alles. Weitere 5 Prozent gehen deswegen nur günstig oder kurzfristig in die Ferien. Bei den verbliebenen 7 Prozent hängen die Sommerferien aktuell noch in der Schwebe.
«Ich gehe nicht mehr nach Italien, bis Vernunft einkehrt!»
In den Kommentaren lassen viele ihrer Enttäuschung freien Lauf. Für Andreas Schick sind die hohen Preise im Süden nichts Neues: «Italien nimmt die Touristen seit Ewigkeiten aus und schadet sich auf lange Sicht selber. Unter anderem, weil auch die Leistung abnimmt.» Auch René Kunz schreibt resigniert: «Es ist überall dasselbe. Wo Touristen sind, da wird man gnadenlos abgezockt.» Für Diana Sieg ist klar: «Ich gehe nicht mehr nach Italien, bis Vernunft einkehrt!»
Rolf Schwerzmann findet es im Sommer besonders schlimm: «Wir lieben Italien, würden jedoch nie im Sommer hinfahren. Schlicht zu teuer.» Chriss Graf schreibt ebenfalls: «Alle Jahre gibt es in ‹Bella Italia› wieder frühsommerliche Preisüberraschungen.»
Rodolfo Stöckli macht wiederum die Touristen verantwortlich: «Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis der Ferien. Wenn es sich alle gefallen lassen, ändert sich auch nichts.»
«Italien interessiert doch schon lange nicht mehr»
Andere geben ihre eigenen Ferienempfehlungen ab. Ralf Steiner berichtete etwa: «Wir meiden in der Regel die typischen Touristenplätze. Zu teuer und zu viele Menschen. Ein paar Gassen weiter weg gibt es auch in Rom günstiges Eis.»
Harry Egger meidet Italien gleich ganz: «In Asien sind die Kosten, zumindest abseits des Touristenrummels, noch ganz normal. Kann ich wärmstens empfehlen.» Martin Meier gibt ebenfalls seinen Tipp ab: «Italien interessiert doch schon lange nicht mehr. Bei den Preisen gehe ich lieber nach Spanien, da sind die Liegestühle mit Sonnenschirm noch bezahlbar.»
Eine weitere Lesergruppe macht es sich in der Heimat gemütlich. Markus Achermann teilt: «Meinen Sommer verbringe ich in der Schweiz. Keine Menschenmassen in der Badi, keine langen Schlangen vor der Eisdiele und vor allem Ruhe.» Emma Fleetwood tut es ihm gleich: «Ich mache lieber Ferien in der Schweiz. Gibt viele schöne Seen und Bergwanderungen.»