Darum gehts
- US-Touristen zahlten in Rom 44 Euro für zwei Gelati
- Strandferien in Alassio kosten bis zu 392 Euro pro Woche
- Preise für Hotels und Restaurants stiegen um 15 bis 20 Prozent
Bella Italia bleibt für Herr und Frau Schweizer eines der beliebtesten Ferienziele. Doch wer diesen Sommer ans Meer reist, braucht starke Nerven und ein besonders dickes Portemonnaie. Denn die Preise in Italien schiessen vielerorts durch die Decke.
Aktuell sorgt ein Fall aus Rom für Aufsehen. Ein US-Touristenpaar wollte sich in der Nähe der berühmten Piazza Navona zwei Gelati zum Mitnehmen gönnen. Am Ende zahlten die beiden laut RTL unglaubliche 44 Euro. Eigentlich hätten sie je eine Glace mit zwei Kugeln bestellen wollen.
Serviert wurden jedoch Gelati mit drei Kugeln, dazu Schlagrahm, ein Macaron und ein Cannolo. Die Extras wurden laut der Touristin nicht mitbestellt. Die Rechnung betrug satte 22 Euro pro Person. In einer Facebook-Gruppe für Italien-Ferien ärgerte sich die Frau aus Florida über eine angebliche «Touristenfalle» und sprach vom «schlechtesten Eis», das sie je hatte.
Liegestuhl-Preise wie im Luxushotel
Wer an Italiens Stränden einen Platz auf einem Liegestuhl ergattern will, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen. Für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm werden je nach Region zwischen 20 und 80 Euro pro Tag verlangt. Besonders happig wird es in Alassio an der ligurischen Küste. Dort kostet eine Woche am Strand zu liegen durchschnittlich 340 Euro pro Person. Wer in der ersten Reihe mit direktem Meerblick sonnen will, zahlt sogar bis zu 392 Euro.
Baden wird zum Luxus
Auch an der Adria steigen die Preise weiter. In Senigallia kostet eine Woche am Strand inzwischen rund 145 Euro. Die besten Plätze gibt es für etwa 155 Euro. Ähnliche Tarife werden auch im Ferienklassiker Rimini verlangt.
Restaurants drehen an der Preisschraube
Italiens Tourismusbranche kämpft mit dem Ausbleiben einheimischer Gäste. Viele Italienerinnen und Italiener können sich Ferien im eigenen Land kaum noch leisten. Hotels und Restaurants versuchen, die Verluste mit zahlungskräftigen Auslandsgästen auszugleichen. Experten sprechen von Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent bei Unterkunft und Verpflegung.