Leser zu Tanktourismus
«Ich geh auch in Deutschland einkaufen»

Der Nahost-Krieg hat auch Auswirkungen auf die Preise an den Zapfsäulen – in Deutschland stärker als in der Schweiz. Das lockt nun vermehrt Deutsche über die Grenze zu den hiesigen Tankstellen. Die Community stört das keineswegs.
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Feierabend am Freitag, 6. März, in Kreuzlingen: Konstanzer füllen noch schnell ihren Tank mit günstigerem Schweizer Benzin.
Foto: Ulrich Rotzinger

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Benzinpreise locken Deutsche wegen hoher Spritkosten in Deutschland an
  • Deutsche sparen bis zu 40 Rappen pro Liter Benzin in der Schweiz
  • Über 90 Prozent der Befragten stören Tanktouristen nicht, zeigt Umfrage
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Eva KunzSenior Community Editorin

Für einmal verläuft der Einkaufstourismus über die Schweizer Grenze in die entgegengesetzte Richtung. Wenigstens, was das Tanken anbelangt. Schweizer Spritpreise locken vor allem Deutsche zu den hiesigen Zapfsäulen. Grund sind die aktuell deutlich erhöhten Benzinpreise in Deutschland, ausgelöst durch die massiv gestiegenen Ölpreise aufgrund des Iran-Kriegs.

Mit dem Abstecher beispielsweise nach Kreuzlingen TG können deutsche Autofahrer zurzeit bis zu 40 Rappen pro Liter Benzin sparen. Für eine Tankfüllung summiert sich der Preisvorteil schnell auf rund 20 Franken. 

«Ich geh auch in Deutschland einkaufen!»

Einkaufstourismus ist eines der Themen, die in unserer Community immer wieder zu vielen Debatten führen. Nicht anders sieht es beim Thema Tanktourismus aus. Eine nicht repräsentative Umfrage zeigt, dass es über 90 Prozent der Teilnehmenden nicht stört, dass nun Grenzgänger vermehrt an Schweizer Tankstellen tanken.

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Entsprechend positiv ist auch der Tenor in der Kommentarspalte. Viele sehen kein Problem darin, dass der Einkaufstourismus-Strom in puncto Tanken mal in die andere Richtung verläuft. «Ist ja ihr gutes Recht. Die Schweizer kaufen ja seit Jahren bei ihnen in Deutschland günstig ein», kommentiert Michael Möri. «Na und?», schreibt auch Mario Sutter, «Schweizer kaufen Lebensmittel in Deutschland ein ... wo ist das Problem?»

Auch Bruno Kaufmann sieht den Tanktourismus unkritisch: «Ich geh auch in Deutschland einkaufen!» So auch Romana Bieri: «Ist doch gut. Wir gehen ja auch Hygieneprodukte in Deutschland einkaufen.» Zakarias Tartanovic äussert sich ebenfalls positiv: «Sehr gut, dies füllt unsere Staatskasse.» Viele andere argumentieren ähnlich.

«Wegen 20 Euro – dem ist nicht zu helfen»

Es gibt dennoch Leserinnen und Leser, die den Kopf schütteln. Patrick Leitner schreibt: «Lächerlich, diese ganze Thematik. Ganz ehrlich, wer wegen 20 Euro extra einen weiteren Weg fährt, dem ist nicht zu helfen.» 

Einige sehen zudem ein baldiges Ende dieses Hypes. «Umso mehr Deutsche bei uns tanken kommen, desto schneller ist der Vorrat weg!», schreibt Udo Heilmann. Peter Beyeler vermutet gar, dass sich die Preise ohnehin bald angleichen werden: «Dieser umgekehrte Einkaufstourismus ist bald vorbei. Denn der Spritpreis wird bald mit dem in Deutschland auf Augenhöhe sein.»

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