Darum gehts
- Bis 2040 könnte jeder siebte Strassenparkplatz in Städten verschwinden
- SUVs verursachen Parkprobleme, Leser fordern grössere oder angepasste Parkplätze
- Studie: Autos werden jährlich mehrere Zentimeter länger und breiter
Viele Autofahrer machen bereits heute einen grossen Bogen um die Stadt. Die Zahl droht jedoch bald noch weiter zu steigen. Denn: Bis 2040 könnte in den Städten jeder siebte Strassenparkplatz verschwinden. Gemäss einer neuen Studie der europäischen Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) wird das Durchschnittsauto jedes Jahr um mehrere Zentimeter länger und breiter. Auch in der Schweiz werden grosse Fahrzeuge wie SUVs immer beliebter.
Die Umweltorganisation plädiert dafür, die durchschnittliche Autogrösse zu reduzieren, um den Parkraum in den Städten zu garantieren. Die Autoimporteur-Vereinigung Auto-Schweiz widerspricht. Laut Mediensprecher Frank Keidel (58) sind es vor allem ideologische Gründe, die zum Verschwinden von Parkplätzen beitragen, nicht die zunehmende Autogrösse. Auch in unserer Community nimmt die Diskussion an Fahrt auf.
Parkfrust macht sich breit
Viele Leserinnen und Leser berichten bereits von Parkproblemen mit SUVs. So etwa Manuel Milhoes: «Ich habe einen der kleinsten SUVs von BMW. Aber auch ich hatte schon Probleme beim Parkieren.» Marco Minuscoli kommentiert ebenso: «Ja, die Parkplätze sind zu eng. Versucht mal, in der Mitte von zwei SUVs zu parkieren. Es geht schon, nur Aussteigen ist unmöglich.»
Werner Plüss hebt hervor: «Grösstes Problem sind die Parkhäuser. Die sind einfach zu eng.» Mac Linder kann nur zustimmen: «Ich hab einen Subaru XV, also keinen mit Überdimensionen. Aber ich sehe das Problem schon. In Parkhäusern müssen SUV-Fahrer in der Mitte von zwei Feldern parkieren.» Markus Adamer ebenso: «Ich habe mit meinem Auto dieselben Probleme. Wie soll nun die Lösung aussehen?»
«Die Infrastruktur sollte für alle Autos gebaut werden»
Eine Mehrheit der Kommentierenden fordert nun staatliche Massnahmen. Für Bernhard Meier ist klar: «Die Städte müssen grössere und zahlreichere Parkplätze zur Verfügung stellen! Ganz einfach.» Hansruedi Schnider ist derselben Ansicht: «Die Infrastruktur sollte für alle Autos, welche zugelassen sind, gebaut werden. Das gilt auch für SUVs.»
Lorenz Meier unterstreicht: «Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und einer freien Volksdemokratie. Der Kunde wählt und bezahlt das Auto, der Staat muss den Strassenverkehr dementsprechend anpassen.» Georg Blaser fügt an: «Es hilft zudem nicht, wenn aus ideologischen Gründen Parkplätze zurückgebaut werden. Will man uns noch mehr bevormunden und SUVs gleich ganz verbieten? Noch mehr Kontrolle im städtischen Raum!»
«Warum sind diese Monsterautos überhaupt zugelassen?»
Anderen Leserinnen und Lesern käme ein SUV-Verbot gerade recht. Peter Dürrenmatt positioniert sich klar: «Die Fabrikation solcher grossprotzigen Autos muss verboten werden, solche Karren sind absolut nicht nötig.» Conny Imfeld fragt sich: «Warum sind diese Monsterautos überhaupt zugelassen? Sieht doch jeder, dass unsere Parkplätze für diese zu klein sind.»
Daniel Müller merkt zudem an: «Die Strassen in den Städten werden nicht über Nacht breiter. Es darf jeder fahren, was er will. Aber es soll dementsprechend etwas kosten.» Hans Müller schlägt harte Massnahmen vor: «SUV-Fahrer sollten das Zehnfache an Steuern bezahlen. Erst dann kommt Ruhe rein.» Hans Blatter hat einen anderen Ansatz: «Führt ein Gewichtslimit auf Parkplätzen ein. Plötzlich haben normale Autos mehr Platz.»