Leser zu Löhnen in Bern
«Wir brauchen keine geschönten Zahlen von Bundesbeamten»

Sinken beim Bund die Löhne? Der Medianlohn 2025 liegt für Bundesbeamte bei 127'174 Franken. Diese Zahl ist augenscheinlich tiefer als der Durchschnittswert in den Jahren zuvor. Allerdings nur wegen eines Statistik-Tricks. Das stösst unseren Lesern sauer auf.
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2024 lag der Durchschnittslohn in der Bundesverwaltung erstmals bei über 130'000 Franken.
Foto: Manuel Lopez

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Medianlohn der Bundesbeamten sank 2025 auf 127'174 Franken
  • 2024 lag der Medianlohn bei 125'457 Franken, der Durchschnittslohn bei 131'170 Franken
  • In einer Umfrage bezeichnen 74 Prozent der Befragten die Bundeslöhne als zu hoch.
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Alessandro KälinRedaktor Community

Beim Bund sind die Löhne gesunken. Oder doch nicht? 2024 lag der Durchschnittslohn der Bundesbeamten bei 131'170 Franken. Nun hat der Bund im Personalreport 2025 eine tiefere Zahl publiziert, nämlich 127'174 Franken. Das liegt aber nur daran, dass es sich beim neuen Wert um den Median der Löhne handelt, nicht mehr um den Durchschnitt. Medianwert bedeutet: Die eine Hälfte der Löhne liegt drüber, die andere Hälfte drunter. 

2024 lag der Medianwert bei 125'457 Franken. Die Löhne sind also faktisch gestiegen. Den Fokus auf einen anderen Wert begründet der Bund damit, dass der Medianlohn aussagekräftiger sei. Beim Grossteil unserer Leserschaft kommt auch die neue Zahl nicht gut an. Wir haben genauer nachgefragt. 

Das sagt die Community zu den hohen Bundeslöhnen

In einer Leserumfrage mit über 1'800 Teilnehmern sind 74 Prozent klar der Meinung, die Löhne der Bundesbeamten seien zu hoch. Vor allem im Vergleich zur Privatwirtschaft.

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Auf der Gegenseite sind nur 11 Prozent der Meinung, die Löhne seien für die beim Bund verrichtete Arbeit gerechtfertigt. Für die verbliebenen 15 Prozent ist entscheidend, wo und in welcher Funktion man bei der Regierung tätig ist. Auch in den Kommentaren hat die Mehrheit die Oberhand. 

«Diese Selbstbedienungsmentalität ist nicht zu rechtfertigen!»

Viele Leserinnen und Leser vermuten, der neue Fokus auf den Medianlohn solle einzig die Zahlen aufhübschen. So schreibt etwa Urs Ming: «Dass der Medianlohn aussagekräftiger ist, weiss man beim Bund erst seit 2025. Schon verdächtig.» Regula Hiltebrand schreibt ebenfalls klar: «Wir brauchen keine geschönten Zahlen vom Bundespersonal!»

Auch hier lassen sich viele über den eigentlichen Betrag aus. Sonja Flückiger beanstandet: «Es ist ein absoluter Hohn!» Während die arbeitende Bevölkerung jeden Rappen zweimal umdrehen müsse, bediene man sich in den Teppichetagen der Bundesämter weiterhin an saftigen Lohnerhöhungen und Boni. Sie fügt an: «Diese Selbstbedienungsmentalität ist nicht zu rechtfertigen!» 

Peter Sturzenegger stimmt zu: «Auf der Lohnliste des Bundes zu stehen, ist offenbar echt zu einem Privileg geworden.» Peter Zwicker merkt an: «Solange der Bund solche Löhne zahlt, wird es halt schwierig, der Bevölkerung höhere Steuern schmackhaft zu machen.»

«Die Beamten sollen anständig entlöhnt werden!»

Nur wenige sprechen sich für die Löhne der Beamten aus. Einer davon ist Piero Tamburini: «Man muss anschauen, was für Profile beim Bund verlangt werden. Mit mehreren Abschlüssen und viel Erfahrung verdienen die zu Recht so viel.» Auch Heini Töni kommentiert: «Die Beamten arbeiten im Dienste des Volkes, sie sollen anständig entlöhnt werden!»

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