Darum gehts
- Guy Parmelin hält am 30. September Rede bei McDonald's-Jubiläum in Bern
- Kritik von Léonore Porchet: Widerspruch zur Gesundheitsprävention des Bundesrats
- Jedes sechste Kind in der Schweiz kämpft mit Adipositasproblemen
Bundespräsident Guy Parmelins (66) Besuch bei McDonald's sorgt für Aufregung. Denn der Wirtschaftsminister wird am 30. September an einer privaten Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Fast-Food-Giganten eine Rede halten. Das hinterlässt besonders bei Grünen-Nationalrätin Léonore Porchet (37) einen bitteren Nachgeschmack.
Die Parlamentarierin aus der Waadt sieht darin eine Unstimmigkeit zur nationalen Gesundheitspräventionsstrategie des Bundes, die in Bern für den Zeitraum 2025 bis 2028 als Priorität gilt. Dass der Bundesrat einem multinationalen Junkfood-Konzern die Hand reichen will, ist für Porchet ein Widerspruch. Vor allem, weil jedes sechste Kind Probleme wegen Adipositas hat.
Laut Parmelins Pressesprecher handle es sich bei der Teilnahme am Anlass um eine gängige Praxis. Auch McDonald's weist die Kritik von sich und hebt die eigene Verbindung zur Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft hervor. Unserer Community stösst der Vorwurf der Grünen-Politikerin sauer auf.
«Lasst doch die Menschen dort essen, wo sie essen wollen.»
Viele Leserinnen und Leser kritisieren Porchet für ihre Anmerkungen. So fragt etwa Ozy Steiner: «Wieso will sie anderen vorschreiben, was sie zu essen haben und was nicht? Ich finde, das ist eine Grenzüberschreitung.» Stefan Nadler rügt ebenso: «Diese ewige Bevormundung gewisser Politiker ist bei der Ernährung, wie auch bei anderen Themen, zum Kotzen.»
Adrian Schärli ist ebenfalls sauer: «Die Grünen würden wohl am liebsten jedem Steuerzahler auf den Teller schauen und uns diktieren, was wir zu essen haben.» Für Toni Stadelmann ist klar: «Auch in der Gastronomie sollte Demokratie herrschen. Wenn jemand zu McDonald's will, dann bitte. Lasst doch die Menschen dort essen, wo sie essen wollen.» Auch Werner Hinnen kommentiert: «Liebe Grüne, lasst uns doch in Ruhe unseren Big Mac essen.»
Roland Reinhard hebt zudem hervor: «In der Regel sind die Eltern für die Ernährung ihrer Sprösslinge zuständig und nicht der Bund. Dass es Fastfood gibt, ist nicht das Problem, sondern wie oft man am Drive-in steht.» Regula Hiltebrand stimmt zu: «Die Eltern sind für die Ernährung ihrer Kinder verantwortlich!»
«Der Auftritt von Parmelin ist absolut gerechtfertigt»
Viele verteidigen zudem McDonald's und den Bundespräsidenten. Michael Märtens ist einer von ihnen: «Die Kette ist ein Leader in der Schweizer Wirtschaft. Von daher ist der Auftritt von Parmelin absolut gerechtfertigt.» Reto Leutenegger findet ebenso: «McDonald's betreibt ein legales Geschäft, welches von Millionen in der Schweiz genutzt wird. Dann ist es doch nur richtig, dass ein Wirtschaftsminister sich zur 50-Jahres-Feier das Recht nimmt, etwas zu sagen.»
Peter Gertsch schreibt: «Das wird mir langsam zu drastisch. Es hat doch niemand zu entscheiden, für welche Konzerne Bundesräte nun Reden schwingen dürfen und für welche nicht. Mit Respekt und Anstand hat das meiner Meinung nach wenig zu tun.» Daniel Scherer ist ebenso klarer Meinung: «Wenn der Parmelin bei McDonald's eingeladen ist, geht das ja wohl sonst niemanden etwas an!»
Paul Streuli hebt zudem hervor: «Auch McDonald’s gibt vielen in der Schweiz eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Das sollte man bei all der Konzernkritik nicht vergessen.» Daniel Jensen kommentiert gar: «Manchen Politikern wäre es scheinbar egal, wenn es alle diese Jobs nicht mehr geben würde. Aber sie sind wichtig für die Schweizer Wirtschaft.»