«Jeder, der einen Führerschein hat, muss einspringen»
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CEO von Lastwagenfirma:«Jeder, der einen Führerschein hat, muss einspringen»

Leser zu Gefälligkeitszeugnis
«Ein kranker Chauffeur am Steuer kann Menschenleben kosten»

Ein Fehltag kann für Firmen bereits hohe Kosten bedeuten. Der Nationalrat will daher gegen leichtfertig ausgestellte Arztzeugnisse vorgehen. Die Community ist sich in der Sache uneinig.
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Martin Lörtscher ärgert sich über Arztzeugnisse, die zu lasch ausgestellt sind.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Lastwagen-CEO kritisiert Ärzte wegen leichter Ausstellung von Krankheitszeugnissen
  • 170 Krankheitstage eines Mitarbeiters kosteten in drei Jahren enorme Summen
  • Umfrage: 50% der Befragten empfinden Krankheitszeugnisse als oft zu leichtfertig vergeben
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Alessandro KälinRedaktor Community

Ein ausfallender Mitarbeiter kostet Lastwagen-CEO Martin Lörtscher jeden Fehltag etwa 1000 Franken. Einer seiner Angestellten habe in drei Jahren gar 170 Krankheitstage bezogen. Deswegen sind ihm Ärzte ein Dorn im Auge, die ihre Krankheitszeugnisse gerne mal etwas leichtfertiger vergeben.

Laut dem Bundesamt für Statistik ist die Anzahl Krankheitsabsenzen seit Corona gestiegen. Im Schnitt fehlen Arbeitnehmende über acht Tage im Jahr. Deswegen fordert die Gesundheitskommission im Nationalrat verschärfte Regeln für Arztzeugnisse. Der Vorstoss wurde dort bereits angenommen, demnächst kommt das Anliegen vor den Ständerat. Während Lörtscher das Vorhaben unterstützt, spaltet es unsere Leserschaft.

So steht die Community zu Krankschreibungen

Unsere nicht repräsentative Umfrage mit über 2400 Teilnehmern zeigt: Ganze 50 Prozent sind der Meinung, dass Arztzeugnisse oftmals zu rasch und für zu lange Zeit ausgestellt werden.

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Für 33 Prozent der Umfrageteilnehmer sind solche Fälle die Ausnahme. So würden einige wenige lockere Krankheitszeugnisse ausnutzen, die meisten seien aber gerechtfertigt. Die verbliebenen 17 Prozent vertrauen den Einschätzungen der Ärzteschaft. Sie erachten härtere Regungen als unnötig. Auch in den Kommentaren scheiden sich die Geister.

«Ich möchte keine Lastwagenfahrer auf der Strasse, die nicht fit sind!»

Viele Leserinnen und Leser kritisieren die Forderungen des Nationalrates. Karl Kind sieht Handlungsbedarf bei den Unternehmern: «Wenn alle Chefs ihre Mitarbeiter gut betreuen und gerechte Löhne bezahlen würden, wäre das sicher kein Problem.» Jörg Hufschmid stimmt zu: «Es gibt verschiedene Faktoren, weshalb Angestellte häufig krank sind. Wie das eigene Management und der Umgang mit den Mitarbeitern.»

René Frei kommentiert zudem: «Wenn Ausfälle in der heutigen Zeit noch nicht eingeplant sind, ist jemand stehengeblieben. So was kommt vor, da muss man mehr Geld in die Hand nehmen für Ersatzpersonal.»

Roland Büttler hebt hervor: «Also ich möchte keine Lastwagenfahrer auf der Strasse haben, die nicht fit sind!» Fabienne Menna argumentiert ebenso: «Wenn ein Chauffeur trotz Krankheit dennoch zur Arbeit geht, könnte das im dümmsten Fall Menschenleben kosten.» Christian Bender fragt sarkastisch: «Wollen die, dass wir auch verstorben noch arbeiten gehen?»

«Sommer-Kranke gehören entlarvt und sanktioniert!»

Andere Kommentierende können Lörtschers Frustration nachvollziehen. Bruno Müller ist einer von ihnen: «Die Ärzte sind aus meiner Sicht ein Riesenproblem. Sie profitieren und haben den Bezug zum Geld völlig verloren. Manche nutzen die Möglichkeit dann schamlos aus.»

Manfred Zeiter berichtet: «Ich kannte mal einen Arzt, der immer direkt gefragt hat, wie lange man gerne krank machen möchte. Und da wundert sich die ganze Schweiz, warum die Prämien jedes Jahr teurer werden.» Janik Gygi fügt an: «Mal abgesehen vom Kostenfaktor für die Firmen ist so was auch für alle Arbeitenden, die nicht blaumachen, ein Ärgernis!»

Sarah Keller fordert: «Chronische Montags-, Freitags- und Sommer-Kranke gehören entlarvt und sanktioniert! So was ist für keinen Arbeitgeber stemmbar.» Auch für Cyrille Benoit ist klar: «Man muss bei diesen Gefälligkeitszeugnissen unbedingt mal ansetzen und diesen Medizinern vor Augen führen, was für Probleme und Kosten sie damit verursachen.»

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