«Unkommentierbar, dieser Mist»
0:21
Hofmänner über Zeremonie:«Unkommentierbar, dieser Mist»

Leser verteidigen Hofmänner nach Panne
«Man wird doch noch die Wahrheit sagen dürfen!»

Ausrutscher beim SRF-Livestream: Nach der Schlusszeremonie der Olympischen Spiele 2026 lästert Moderator Stefan Hofmänner über die Show. Seine Worte sorgen für Diskussionen – zwischen Zustimmung und Kritik.
Kommentieren
1/6
Stefan Hofmänner ist für seine souveränen Kommentare bei SRF Sport bekannt.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SRF-Moderator Hofmänner sagt nach Olympia-Zeremonie unwissentlich abfällige Worte im Livestream
  • Technikpanne offenbart Kritik an «huere Zeremonie», Publikum reagiert überwiegend gelassen
  • Olympische Spiele 2026: Abschlusszeremonie mit klassischer Musik und Ballett, Zuschauer gespalten
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_938.JPG
Sarah RiberzaniRedaktorin Community

«Schrecklich! Unkommentierbar, der Seich.» Mit diesem Satz sorgt SRF-Sportmoderator Stefan Hofmänner (58) am Sonntagabend für einen unfreiwilligen Aufreger. Soeben hatte er die Schlusszeremonie der Olympischen Spiele 2026 souverän zu Ende kommentiert und sich offiziell vom Publikum verabschiedet. Doch was danach folgt, war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

«So etwas Schreckliches, die huere Zeremonie. Danke, Pia [Produzentin, Anm. d. Red.] Ja, es ist unkommentierbar, der Seich. Aber danke! Hebs guet. Tschüss!», sagt Hofmänner plötzlich aus dem Off. Damit lässt er tief blicken, was er wirklich von der Show hält. Wegen eines technischen Fehlers wurde der Livestream nach Beendigung der Zeremonie nicht sofort gestoppt, sodass die Aussage dort zu hören war.

Viel Rückhalt für Hofmänner

Die Panne sorgt bei unseren Leserinnen und Lesern für verschiedene Meinungen. Während Einzelne den Vorfall klar kritisieren, reagiert die Mehrheit gelassen und nimmt die Panne mit Humor. Viele zeigen sogar Verständnis für die spontane Äusserung des Moderators. So schreibt Robert Camathias: «Man wird doch noch die Wahrheit sagen dürfen! Gut gemacht Stefan, für das musst du dich doch nicht entschuldigen!» 

Auch Leser Josef Koller stellt sich demonstrativ hinter den Moderator. Für ihn zeigt der Vorfall vielmehr, wie souverän Hofmänner zuvor durch die Übertragung geführt habe. «Da sieht man mal, wie professionell Stefan Hofmänner seinen Job macht. Sehr gut kommentiert, er hat sich nichts anmerken lassen. 100-prozentiger Profi! Seine private Meinung teile ich, war zum grossen Teil langweilig. Für den Fehler kann er nichts dafür.» 

Ähnlich sieht es Remo Müller: «Er sprach mir aus der Seele, danke Herr Hofmänner! So ein Schrott, klassische Musik, Ballett und schlechtes Getanze. Was hatte das mit Olympia und Wintersport zu tun? Ohne jeglichen Sinn. Als TV-Zuschauer konnte man wegzappen!»

«Günstig ist es nicht vor der Abstimmung»

Doch nicht alle zeigen Verständnis. Ein paar wenige Leser beurteilen den Vorfall deutlich kritischer und stellen weniger den Inhalt der Aussage als vielmehr deren Professionalität infrage. So schreibt Toni Lötscher: «Dies darf nicht passieren, auch wenn er teilweise recht hat.» 

Martin Keller findet ähnliche Worte: «Die Show war ehrlich gesagt auch für mich nicht gerade wow, aber das ist Geschmackssache. Trotzdem sollte so etwas in einem professionellen Umfeld nicht passieren. Kritik ist legitim, aber mit offenem Mikrofon so über eine Veranstaltung zu sprechen, geht einfach nicht.» 

Auch Alessandro Marcuzzi zeigt sich wenig verständnisvoll. «Es sei ihm verziehen, wenn er keine Ahnung von Opern wie Rigoletto, Aida etc. hat. Kultur hat wohl keine Priorität. Aber günstig ist es sicherlich nicht vor der Abstimmung», schreibt er.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen