Darum geht es bei der Halbierungs-Initiative
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Sparmassnahmen für die SRG:Darum geht es bei der Halbierungs-Initiative

Bei Halbierungsinitiative
Ex-SRF-Star Karpi veräppelt SRG-Kritiker

Patrick Karpiczenko provoziert mit satirischen Stimmzetteln zur SRG-Initiative auf Linkedin. Die Aktion sorgt für Empörung – doch der Komiker bleibt entspannt und hält die Vorwürfe für überzogen.
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Auf LinkedIn zeigt Patrick Karpiczenko ausgefüllte Stimmzettel, auf denen er mit Filzstift ironische Sprüche statt Kreuzchen angebracht hat.
Foto: SRF/Oscar Alessio

Darum gehts

  • Satiriker Patrick Karpiczenko sorgte auf Linkedin mit ironischen Stimmzetteln für Aufsehen
  • Er empfahl humorvoll, SRG-Sendungen als «blöd» zu markieren, was Kritik auslöste
  • Die Halbierungs-Initiative will die SRG-Haushaltsabgabe auf 200 Franken senken
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Jaray FofanaRedaktorin People

Mit Filzstift und viel Ironie hat Satiriker Patrick Karpiczenko (40) das Netz aufgemischt: Auf Linkedin zeigte der Ex-SRF-Mitarbeiter ausgefüllte Stimmzettel zur SRG-Halbierungs-Initiative – allerdings nicht mit sauberen Kreuzchen, sondern mit Sprüchen wie «HAPPY DAY ISCH BLÖD» oder «FC Zürich».

Sein augenzwinkernder Kommentar dazu: «Kleiner Tipp für alle, die bei der Halbierungsinitiative ‹JA› stimmen wollen: Deine Stimme zählt doppelt, wenn Du auf dem Abstimmungszettel direkt hinschreibst, welche Sendung der SRG Du blöd findest.».

Ein typisches «Bussi, Karpi»

Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. Auf Linkedin werfen User dem Komiker vor, Abstimmungsregeln zu missachten oder gar zum Stimmenfälschen anzustiften. Patrick Karpiczenko kontert gelassen: «Der Witz ist offensichtlich, sowohl vom Kontext her als auch vom Inhalt.»

Die Kombination aus den falschen Anweisungen und dem Inhalt der Zettel sei «so absurd, dass dies klar als Witz wahrgenommen wird». Der ganze Post ist für alle als Komik erkennbar – und damit rechtlich unbedenklich. Seine Antwort auf die Kritik fällt entsprechend ironisch aus. Gegenüber dem Portal «Inside Paradeplatz», das die Geschichte als erstes aufgriff, verabschiedet er sich mit einem typischen «Bussi, Karpi». Und auf Linkedin legt der 40-Jährige nach: «‹Inside Paradeplatz› (Schülerzeitung für Rentner) widmet mir zuliebe diesen Artikel.»

Die Kontroverse kommt für die SRG zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Initiative aus rechtsbürgerlichen Kreisen hat zum Ziel, die Haushaltsabgabe auf 200 Franken zu drücken. Ein Vorhaben, das das Budget der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt massiv schrumpfen lassen würde. 

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