Darum gehts
- 40 Prozent der unter 25-Jährigen fürchten KI-bedingte Jobverluste
- Studie: Bis 2030 könnten 50 Prozent der Büroeinsteigerjobs durch KI wegfallen
- Leser fordern Fokus auf Handwerk: Bauarbeiter und Pfleger bleiben unverzichtbar
Automatisierte Arbeitsprozesse, vereinfachte Datenauswertungen oder eine kurze Frage an ChatGPT. Künstliche Intelligenz hält immer mehr Einzug in unseren Arbeitsalltag. Was für viele ein Segen ist, macht besonders jungen Berufssuchenden zu schaffen. 40 Prozent der unter 25-Jährigen fürchten sich gemäss einer Jobcloud-Studie davor, beruflich von KI ersetzt zu werden.
Die Sorgen der angehenden Lehrlinge sind laut Prognosen nicht unberechtigt: Bis 2030 soll KI rund die Hälfte aller Bürojobs auf Einsteigerniveau überflüssig machen. Auch wenn das Angebot bei KV-Lehren weiterhin gross ist, könnte vor allem dieses Berufsfeld in Gefahr sein. Auch unsere Community macht sich Gedanken zur Zukunft der Arbeitswelt. Viele können die Sorgen der Berufseinsteiger nachvollziehen.
«Bald hat ein Grossteil wegen KI keine Arbeit mehr»
In den Kommentaren ist die Skepsis gegenüber KI gross. Robert Meier fragt sich etwa: «KI ist super, nur für wen? Ich vermute, die Arbeitslosigkeit wird in den nächsten Jahren extrem steigen. Aber das wollen noch nicht viele wahrhaben.» Thomas Lutz ist ebenso desillusioniert: «Nur weiter so, bald hat ein Grossteil wegen KI keine Arbeit mehr.»
Für Joseph Makita ist klar: «Künstliche Intelligenz schreibt heute schon gefühlt bessere Antwortbriefe als manche Lernende im KV. Braucht es mit KI überhaupt noch Bürogummis?» Daniel Siegrist ist ebenso überzeugt: «Allgemeine Bürojobs können in zehn Jahren sicher von künstlicher Intelligenz gemacht werden. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Berufe, die jetzt von vielen belächelt werden, wieder sehr begehrt sind.»
«Handwerksberufe kann keine KI übernehmen»
Viele Leserinnen und Leser empfehlen den Lehrlingen von morgen ein Umdenken bei der Berufswahl. Albi Wyss ist einer von ihnen: «Das ist die Chance, einen handwerklichen Beruf zu erlernen! In vielen Branchen fehlen Fachleute.» Hans Scheidegger stimmt zu: «Im digitalen Zeitalter gewinnen die Berufe an Bedeutung, wo man mit Kopf und Hand praktische Arbeit leistet.»
Auch Eva Nägeli teilt ihre Meinung: «Handwerksberufe kann keine KI übernehmen. Zumindest kann sie keine Fenster und Türen auf Baustellen montieren.» Christian Ryser ergänzt: «Es braucht nun dringend Bauarbeiter und Pfleger! Berufe, die es auch mit KI noch geben wird. Das sollten auch die Lehrer frühzeitig so vermitteln.»
«Wer etwas auf dem Kasten hat, wird immer einen Job finden»
Eine andere Lesergruppe sieht keinen Anlass zur Sorge. Markus Eberhard ist einer von ihnen: «Die KV-Lehre bietet eine breite Grundlage und gute Allgemeinbildung. KI kann Routinejobs erledigen, aber das heisst nicht, dass dieses Berufsfeld komplett verschwindet.» Auch Mark Grunder spricht den Lehrlingen gut zu: «Eine neue Technologie macht immer Angst. Die Welt wird sich immer verändern. Anpassen und mehr wagen!»
Peter Marugg sieht KI als eine Chance für die Arbeitswelt: «Vor 40 Jahren meinten auch manche, dass wegen Computern viele Arbeitsplätze wegfallen würden. Stattdessen sind mehr neue Berufe entstanden.» Patrick Lüthi argumentiert ähnlich: «Manche Berufe verschwinden und neue entstehen. Das war schon immer so. Wer gut gebildet ist und etwas auf dem Kasten hat, wird immer einen Job finden.»