Geplante Proteste sorgen für Kritik
«Vom Demonstrieren wird das Klima nicht kühler!»

Die hohen Temperaturen sorgen weiterhin für Gesprächsstoff: Mehr als 70 Organisationen planen im September landesweite Klimaproteste. In der Community sorgen die angekündigten Demos bereits für hitzige Diskussionen.
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Die Trockenheit macht der Schweiz zu schaffen.
Foto: Stefan Bohrer

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Über 70 Organisationen planen Klimaproteste am 19. und 25. September
  • Forderungen: Begrünung, klimafreundliche Gebäude, schnelle Abkehr von fossilen Energien
  • Temperaturen steigen seit über 150 Jahren wissenschaftlich nachweisbar rasant an
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Sarah RiberzaniRedaktorin Community

Nach einem von Hitze und Trockenheit geprägten Sommer plant ein breites Bündnis aus mehr als 70 Organisationen landesweite Klimaproteste. Unter dem Namen «Keine 50°C-Sommer!» will die Allianz im September auf die Folgen der zunehmenden Hitze aufmerksam machen. Am 19. September sind Aktionen in der Romandie geplant, am 25. September soll in der Deutschschweiz demonstriert werden.

Das Bündnis fordert von Politik und Wirtschaft rasche Massnahmen zum Schutz vor Hitze und zur Bekämpfung der Klimakrise. Dazu gehören unter anderem mehr Begrünung in Städten und Siedlungen, klimaangepasste Gebäude sowie ein schnellerer Ausstieg aus fossilen Energien. Die Organisationen warnen zudem davor, dass extreme Temperaturen und Trockenheit in Zukunft noch häufiger auftreten könnten.

Zweifel an der Wirkung

Die angekündigten Proteste dürften dabei nicht ohne Reaktionen bleiben. In der Blick-Kommentarspalte zeigt sich bereits ein deutliches Spannungsfeld. Einige halten die Demonstrationen angesichts der zunehmenden Hitze für ein wichtiges Zeichen, während andere bezweifeln, dass solche Aktionen überhaupt etwas bewirken. Thomas Nägeli hält dagegen: «Abblasen wäre die beste Variante. Das nützt nichts. Man würde besser das Geld in Klimaanlagen investieren.» 

Leserin Lisa Rossi kritisiert die Wirksamkeit der Proteste ebenfalls: «Demonstrieren mag Aufmerksamkeit schaffen, aber davon wird das Klima nicht kühler. Auf der Strasse wird weder eine Stadt begrünt noch ein Gebäude saniert. Lieber anpacken und Lösungen umsetzen, statt immer wieder zu demonstrieren. Politische Veränderungen entstehen nicht allein durch öffentlichen Druck.» 

Eine weitere Kritik richtet sich gegen die globale Dimension der Klimakrise. «Und warum demonstrieren sie nicht dort, wo Klimaschutz und CO₂-Ausstoss am höchsten sind? Indien, China, Afrika usw.», schreibt Peter Müller. Für ihn kann die Schweiz allein angesichts des globalen Ausmasses der Klimakrise nur wenig bewirken. Er stellt infrage, wie viel nationale Proteste tatsächlich verändern können, wenn die grössten Emittenten weltweit nicht im gleichen Ausmass handeln.

Rückhalt für die Klimabewegung

Gleichzeitig gibt es auch Stimmen, die die grundsätzliche Kritik an den Protesten zurückweisen. Hannes Thurnbach hält etwa wenig von derartigen Vorwürfen und entgegnet: «Wer nach diesem extremen Hitzesommer immer noch von Klimaschreiern spricht und leugnet, dass es noch nie eine solche extreme Wetterlage bei uns gegeben hat, den muss man ganz einfach ignorieren!»

Auch Boris Kerzenmacher sieht die Schweiz in der Pflicht und fordert gleichzeitig mehr Engagement von anderen Ländern: «Jetzt sollte die Restwelt aber wirklich mal Anstrengungen zum Klimaschutz unternehmen. So wie Europa. Kann ja nicht sein, dass in Europa die Städte dampfen, Flüsse und Seen austrocknen und die Deindustrialisierung nichts gebracht hat.»

Daniel Müller verweist derweil auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel und verteidigt damit die Forderungen der Protestierenden: «Nichts wird so sein wie früher. Der Industrialisierung sei Dank. Seit vielen Jahren steigen die Temperaturen in einer Geschwindigkeit, welche es bis jetzt noch nie gegeben hat. Ist eben Wissenschaft und nicht Meinung!»

Wie beurteilst du die geplanten Proteste? Diskutiere in den Kommentaren mit. 

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