Darum gehts
- Klima-Allianz plant Proteste im September
- Forderung nach raschen Hitze- und Klimaschutzmassnahmen
- Über 70 Organisationen fordern sofortigen Ausstieg aus fossilen Energien
Nach wochenlangem Hitzesommer sinken die Temperaturen zwar wieder, die Gemüter hingegen haben sich noch nicht abgekühlt. Unter dem Bündnisnamen «Keine 50°C-Sommer!» ruft eine breite Klima-Allianz mit mehr als 70 Organisationen zu landesweiten Protesten auf.
Am 19. September will das Bündnis in der Romandie und am 25. September in der Deutschschweiz die Leute mobilisieren, um sofortige und wirksame Hitze- und Klimaschutzmassnahmen zu fordern. Die Proteste sollen «ein starkes Signal für eine konsequente Klimapolitik aussenden», schreibt das Bündnis in einer Mitteilung.
Der diesjährige Sommer konfrontiere die Schweiz mit extremer Hitze und ungekannter Trockenheit, heisst es weiter. Mit umfassenden Folgen – von unerträglichen Temperaturen in Schulzimmern, Spitälern oder an Arbeitsplätzen, über Hitzetote und überlastete Notaufnahmen bis hin zu Notständen in der Landwirtschaft und Stress für lokale Ökosysteme. «Dies zeigt deutlich: Die Klimakrise ist längst schon Realität.»
Erst der Anfang
Diese neue Realität sei erst der Anfang, warnen die Organisationen aus der Zivilgesellschaft, dem Klima-, Gesundheits-, Umwelt- und Landwirtschaftsbereich. «Ohne einen grundlegenden politischen und wirtschaftlichen Kurswechsel könnten bis zur Mitte des Jahrhunderts Sommertemperaturen von bis zu 50°C in der Schweiz drohen», sagt Klimaaktivistin Laurène Descamps dazu.
Neben unmittelbaren Schutzmassnahmen, wie etwa der zügigen und flächendeckenden Begrünung von Städten und Siedlungen oder der klimaresilienten Sanierung von Gebäuden, fordert das Bündnis die Anerkennung der Klimakrise und den sofortigen Ausstieg aus fossilen Energien. Es macht klar: «Ohne konsequente Reduktion von Treibhausgasen bleiben auch die wirksamsten Massnahmen zur Anpassung letztendlich Symptombekämpfung.»