Darum gehts
- Schweizer Wohnungsnot verschärft: Leerstandsquote sinkt 2026 auf 0,93 Prozent
- Nur 45'493 freie Wohnungen verfügbar, seit sechs Jahren stetiger Rückgang
- Leserinnen und Leser beklagen unbezahlbare Mieten und Luxusbauten bei Neubauprojekten
Die Lage am Schweizer Wohnungsmarkt hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Leerstandsquote sinkt auf gerade mal 0,93 Prozent. Das heisst, in der Schweiz sind nur noch 45'493 freie Wohnungen verfügbar. Seit sechs Jahren sinkt die Anzahl stetig. Damit herrscht nun eine akute Wohnungsnot.
Laut dem Mieterinnen- und Mieterverband der Schweiz fehlt es am meisten an Wohnraum, welcher für die breite Bevölkerung bezahlbar ist. «Viele Vermietende nutzen die Notlage der Mietenden aus, verlangen missbräuchlich hohe Mieten und missachten die gesetzlichen Renditebegrenzungen», erklärt der Verband. Auch wenn aktuell wieder mehr Wohnungen entstehen, geschehe dies mehrheitlich im Hochpreissegment. Unsere Leserinnen und Leser machen auf dem Wohnungsmarkt ähnliche Erfahrungen.
«Seit drei Jahren suche ich eine neue Wohnung»
Viele in unserer Community berichten von akuten Problemen bei der Wohnungssuche. Claudia Ziehbrunner ist eine der Unglücklichen: «Ich bin seit Jahren auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. Leider ohne Erfolg.» Alex Müller geht es ähnlich: «Ich würde eine 4,5-Zimmerwohnung benötigen. Nichts Bezahlbares in der Umgebung. Nur Horrorsummen für einen Familienvater. Es muss sich etwas ändern!»
Auch Manuela Holliger ist schon länger auf der Suche: «Ich bekomme immer nur Absagen! Ich filtere vor allem nach 2,5-Zimmerwohnungen, aber mir scheint, es wird alles Jahr für Jahr teurer.» Marcel Schöni berichtet von sich selbst: «Alles über dem zahlbaren Limit. 3,5-Zimmerwohnung für 2500 Franken ist einfach 20 Prozent zu viel. Vor allem mit einem Rentnerbudget.»
Adrian Fuchs schreibt: «Seit drei Jahren suche ich etwas Neues. Derzeit in einer 1,5-Zimmerwohnung für 1700 Franken im Monat. Würde ich die Wohnung heute neu mieten müssen, wäre der Mietpreis sicher bei über 2000 Franken.» Vielen weiteren Leserinnen und Lesern geht es genauso. Die grosse Mehrheit fordert Veränderung.
«Wohnungsnot heisst, dass mehr Wohnungen gebaut werden müssten»
In der Kommentarspalte haben viele genug. Für Paul Streuli ist es schon lange zu viel: «Viele Menschen müssen auf jeden Franken schauen. Gleichzeitig wird der Wohnraum teurer und die Verteilungskämpfe härter. So geht das nicht.» Eva Betschart schreibt ebenso: «Für immer mehr Haushalte verschlingt die Wohnungsmiete das Einkommen. Wenn es so weitergeht, sitzen erste Familien und Rentner bald auf der Strasse!»
Samuel Knopf beanstandet: «Das Problem ist die Überregulierung des Bauens und der Mangel an Bauland. Dies führt zu einer künstlichen Verknappung. Da muss sich etwas tun.» Auch Brian Bader stellt klare Forderungen: «Wohnungsnot heisst, dass mehr Wohnungen gebaut werden müssten. Und zwar heute, nicht übermorgen!»
Kurt Oberle merkt an: «Bauland ist inzwischen so teuer, dass Investoren von Neubauten fast keine andere Wahl haben, als höhere Mieten zu verlangen. Ich würde in dieser Situation auch eher auf Luxusbauten setzen.» Gregor Gautschi geht mit seinen Erwartungen noch weiter: «Der Bund muss endlich in die Gänge kommen und die ganzen Mietpreise deckeln. Zudem muss mehr gebaut werden. Und bitte keine Einfamilienhäuser.»