Jetzt herrscht landesweit akute Wohnungsnot
In der Schweiz sind weniger als 1 Prozent der Wohnungen frei

Die Lage am Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu. Im Juni 2026 standen noch 45'493 Wohnungen frei, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Die Leerstandsquote fällt damit unter 1 Prozent. Jetzt herrscht landesweit akute Wohnungsnot.
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In der Schweiz stehen nur 0,93 Prozent aller Wohnungen frei.
Foto: Sven Thomann
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Es sind schlechte Nachrichten für Mieterinnen und Mieter. Per 1. Juni 2026 wurden in der Schweiz 45'493 freie Wohnungen gezählt. Somit sinkt die Leerstandsquote auf 0,93 Prozent. Das teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstagmorgen mit. Im Vergleich zum Vorjahr standen 2962 Wohnungen weniger leer – eine Abnahme von 6,1 Prozent. 

Noch vor einem Jahr betrug die Leerstandsquote exakt 1 Prozent. Jetzt ist die Marke unterschritten. Damit gilt schweizweit akute Wohnungsnot. Seit sechs Jahren sinkt die Ziffer damit fortlaufend und hat in dieser Zeit um 0,79 Prozentpunkte abgenommen.

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In Zürich nimmt sie zu

Ein Blick auf die Grossregionen zeigt: In sechs der sieben Gebiete sinkt die Leerstandsziffer. Am meisten ging sie in der Ostschweiz zurück, wo sie aktuell genau auf dem schweizweiten Schnitt liegt. In der Nordwestschweiz beträgt sie 0,9 Prozent, im Tessin 1,78 Prozent. Überraschenderweise stehen in der Grossregion Zürich in diesem Jahr 0,4 Prozent mehr Wohnungen frei als noch vor einem Jahr. Hier beträgt die Leerstandsquote 0,52 Prozent.

Im Kantonsvergleich weist Zug mit 0,2 Prozent die tiefste Leerziffer auf, wie das BFS mitteilt. Dann folgen die Kantone Genf (0,31 Prozent) und Obwalden (0,38 Prozent). Insgesamt blieben 15 Kantone unter der 1-Prozent-Marke. Wie bereits im Vorjahr sind die Quoten im Kanton Jura mit 3,35 Prozent und in Solothurn mit 1,91 Prozent am höchsten. 

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