Bund zapft Lohnbeiträge an
«Die Alten zocken die Jungen ab!»

Der Bund zapft für Reformen immer mehr die Arbeiter an. Rentner werden hingegen geschont. Avenir Suisse fordert nun einen Deckel bei den Lohnbeiträgen. Das Thema beschäftigt auch unsere Leserschaft. Die Generationen sind sich uneins.
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In Bundesbern wird immer mehr über Lohnbeiträge finanziert, warnt Avenir Suisse.
Foto: IMAGO/Schöning

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Avenir Suisse fordert eine Obergrenze für Lohnbeträge
  • 55 Prozent von 4'400 Befragten lehnen höhere Lohnbeiträge zur Sozialwerk-Finanzierung ab
  • 30 Prozent befürworten Mischformen, nur 15 Prozent halten Lohnbeiträge für optimal
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Alessandro KälinRedaktor Community

Werden die Büezer vom Bund geschröpft? Für die zahlreichen Reformen in den Sozialwerken wird eine Finanzierungsmöglichkeit vermehrt zum Thema: die Erhöhung der Lohnbeiträge. Da diese keinen Höchstsatz haben, sind sie als Finanzierungsmethode besonders attraktiv. 

Avenir Suisse ist das ein Dorn im Auge. Mit Blick auf die anstehenden Reformen fordert der Thinktank einen Deckel für die Lohnprozente, um die bereits jetzt finanziell belasteten Arbeitenden zu schützen. Rentner werden in diesem Punkt hingegen verschont und nicht zur Kasse gebeten. Dieses Ungleichgewicht lassen unsere Leserinnen und Leser nicht unkommentiert.

Das sagt die Leserschaft zu steigenden Lohnbeiträgen

Eine nicht repräsentative Umfrage mit über 4’400 Teilnehmenden zeigt, dass 55 Prozent eine Belastung der Lohnbeiträge ablehnen – insbesondere dann, wenn vor allem Erwerbstätige die Kosten tragen müssen, während Rentner davon ausgenommen sind.

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30 Prozent akzeptieren die höheren Lohnprozente, allerdings nur als Mischform mit anderen Ansätzen. 15 Prozent sehen die Anzapfung der Lohnbeiträge als die sinnvollste Lösung. In den Kommentaren hat diese Minderheit hingegen die Oberhand: Rentner und Personen im Erwerbsalter geraten aneinander. 

«Wir Älteren haben täglich für unser Dasein gebüetzt!»

Ein Grossteil der Kommentatoren findet es nur gerecht, dass die arbeitstätigen Generationen die anfallenden Kosten decken. Urs Beer hebt hervor: «Wir Älteren haben für unser Dasein gebüetzt, und zwar täglich! Wer hier reklamiert, soll zuerst selber arbeiten gehen.» Günther Rüegg fügt an: «Man sollte nicht gegen die Alten hetzen, die dieses Sozialsystem aufgebaut haben.» 

Thomas Marti schliesst sich an: «Fertig mit der Hetzerei! Die ‹Alten› haben den ganzen Laden hier finanziert!» Tamara Treyer hebt zudem hervor: «So ein Blödsinn! Wie viele Rentner beziehen Zusatzleistungen oder es reicht mit der Rente nur ganz knapp?» 

«Es ist nur gerecht, wenn sich alle an der Finanzierung beteiligen»

Die Gegenwehr der älteren Generation stösst einigen sauer auf. Patrick Bünter schreibt: «Es kann nicht sein, dass die Jungen die 13. AHV vollständig übernehmen. Es ist nur gerecht, wenn sich alle an der Finanzierung der AHV beteiligen.» Auch Markus Lysser kommentiert: «Bei Leistungen, die Erwerbstätigen zukommen, finde ich es okay, den Arbeiter zu belasten. Leistungen, die allen zugutekommen hingegen gar nicht.»

Auch Jasmin Meier beanstandet: «Es geht nicht, dass die Arbeiter immer weniger zum Leben haben. Vielen Rentnern geht es mehr als gut.» Markus Blocher schreibt gar: «Die Alten zocken die Jungen ab!»

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