Darum gehts
- Finnland gewinnt Eishockey-WM-Final gegen Schweiz 1:0 nach Verlängerung
- Finnland sichert fünften WM-Titel, Schweiz bleibt bei Silber
- Schweiz erneut ohne Tor im Final, Kritik an Trainerwechsel
Tränen am Finalspiel der Eishockey-WM. Der Traum vom Meistertitel scheitert erneut in der Verlängerung. Finnland erringt nach einer langen Zitterpartie das 1:0 und sichert sich damit die fünfte WM-Trophäe. Obendrein ist es unser drittes WM-Final in Folge ohne ein Tor. Die Schweiz wird den Silberfluch also dieses Jahr nicht los.
Die Enttäuschung ist nach einer sonst so herausragenden Turnierleistung gross, egal ob auf der Tribüne oder auf dem Eis. Auch in unserer Community teilen viele ihre Frustration. Ein vorbelasteter Name fällt dabei immer wieder: Patrick Fischer.
«Alles andere wäre nach dem Fischer-Skandal nicht fair gewesen»
Eine Vielzahl an Leserinnen und Lesern macht das Fehlen des Ex-Nati-Trainers für die Niederlage verantwortlich. Ueli Eymann ist einer von ihnen: «Patrick Fischer hätte gewusst, wie man die Mannschaft auf diesen Final und einen Sieg einstellen kann. Aber man wollte es so.» Hans Peter stimmt zu: «Mit Fischer hätte es gepasst. Seine Handschrift wird die Mannschaft bald verlassen. Dann reicht es vielleicht noch fürs Viertelfinale. Die Mannschaft hat ihn verlassen, das ist nun der Lohn.»
Bernadette Lüdi redet gar von Karma: «Alles andere wäre nach dem Fischer-Skandal nicht fair gewesen.» Marcos Garcia bläst ins selbe Horn: «Ein Land, welches sich nicht hinter den eigenen Trainer stellt, verdient es nicht, Weltmeister zu sein. Ohne Fischer hätte es sich nicht richtig angefühlt.» Auch für Hans Schneider ist klar: «Patrick Fischer hat gefehlt, jetzt tragen die Verantwortlichen die Konsequenzen. Schade für diese super Mannschaft, sie hätte den Sieg verdient.»
«Könnte meinen, Fans haben mehr an Titel geglaubt als Mannschaft»
Viele in der Community sehen den Fehler indes klar bei den Nati-Spielern und machen ihrer Enttäuschung in der Kommentarspalte Luft. Roger Woodtli ist stinksauer: «Wie kann man da noch stolz sein? Einfach schlecht gespielt! Bei der Leistung ist klar, dass Finnland gewinnt.» Auch Peter Schlaefli kommentiert: «Man könnte meinen, die Fans haben mehr an den Titel geglaubt als die Mannschaft.» Hans Gusen schreibt knapp: «Der Killerinstinkt fehlt in unserer DNA.»
Viele Fans kreiden vor allem das vertane Fünf-gegen-Drei-Powerplay zu Beginn des zweiten Drittels an. Darunter auch Ueli Schmid: «Die Nati schafft es einfach nicht, wenns drauf ankommt. Sah man bereits im Powerplay, dass es nichts wird. Fünf gegen drei und kein Tor.» Giovanotto delle Alpi schliesst sich der Kritik an: «Die Spieler wissen selbst, dass sie in diesem Moment den Titel weggeschmissen haben.»
Paul Meyer kritisiert: «Schon wieder haben sie im Final kein Tor erzielt. Irgendwann ist es kein Zufall mehr.» Auch Dieter Graf ist klar: «Ohne Tor gibts eben kein Gold. Die ewige Nummer zwei. Schade.» Franz Meister kommentiert: «Offenbar fehlt der Nati das Gewinner-Gen.»
«Das schmälert die Leistung dieser Mannschaft kein bisschen»
Einige ermutigende Worte gibt es aus der Leserschaft doch noch. Christina Ischi lobt: «Danke den Jungs für die tolle WM, auch wenn es schon wieder nur Silber ist. Ihr habt trotzdem Tolles geleistet.» Dominik Häfliger bedankt sich ebenfalls: «Gratulation zu der super WM, wenn auch nicht mit dem gewünschten Ende. Geile Spiele, geile Stimmung! Danke!»
Jürg Frei bleibt positiv: «Spiel ist Spiel und Gewinnen und Verlieren liegen nah beieinander. Ich gönne es den Finnen, mit Lob an beide Teams.» Jacomo Bondo stimmt ihm zu: «Ja, es ist bitter. Aber einer gewinnt und einer muss dann halt verlieren. Das schmälert die Leistung dieser Mannschaft kein bisschen.»

