Darum gehts
- ADAC gibt Tipps, um E-Auto-Reichweite zu erhöhen und Kosten zu sparen
- Wichtig: Geschwindigkeit senken, Reifendruck prüfen, vorausschauend fahren
- 120 km/h statt 100 km/h erhöht Verbrauch im Schnitt um 26 Prozent
Beim E-Auto können ein paar zusätzliche Kilometer Reichweite entscheidend sein: beispielsweise wenn du deshalb nicht teuer auswärts laden musst.
Dafür musst du nicht gleich zum Sparprofi oder «Hypermiler» werden. Die wichtigsten Tipps und Tricks des deutschen Automobilclubs ADAC reichen längst, um Energie und Geld zu sparen – und die Reichweite deutlich zu erhöhen.
Tempo senken
Egal, ob Verbrenner oder E-Auto: Die Geschwindigkeit ist bei weitem der wichtigste Verbrauchstreiber. Verdoppelst du das Tempo, vervierfacht sich der Luftwiderstand! Die Folge: Wer 120 km/h statt 100 km/h fährt, braucht im Schnitt 26 Prozent mehr Saft. Gibst du weniger Gas, kommst du weiter.
Gleiten statt rekuperieren
Wer vorausschauend fährt und frühzeitig vom Gas geht, kann viel Energie sparen. Dabei gilt: Am sparsamsten ist das sogenannte Segeln, das Rollen ohne Motorkraft. Es ist effizienter, als zu rekuperieren. So lassen sich laut ADAC selbst bei einer reinen Bergabfahrt nur maximal 50 Prozent der für die Auffahrt eingesetzten Energie zurückgewinnen.
Eco-Modus einschalten
E-Autos haben fast immer einen Eco-Modus, der die Leistungsabgabe herabsetzt. Dieser drosselt nicht nur die Beschleunigung, sondern reduziert auch die Leistung der Klimaanlage. Und bei einigen Autos beschränkt er sogar die Höchstgeschwindigkeit.
Sparsamste Route wählen
Bei Reichweiterekorden spielt oft die gewählte Strecke eine entscheidende Rolle. Einige Navigationssysteme bieten eine Option für die «sparsamste Route» an. Ansonsten musst du selber planen: Geeignet sind Nebenstrassen mit geringem Verkehrsaufkommen, wo unnötiges Bremsen oder Beschleunigen minimiert wird.
An der Wallbox vorwärmen
Ein Vorteil von E-Autos: Wer eine Wallbox daheim hat, wärmt das Auto im Winter vor der Fahrt per App auf. Das verbraucht zwar Strom aus der Steckdose, schont aber unterwegs den Akku. Denn das erste Aufheizen frisst am meisten Energie. Sparsam sind hingegen die Sitz- und Lenkradheizung – ihr Verbrauch fällt kaum ins Gewicht.
Luftwiderstand reduzieren
Ein weiterer Sprit- und Energiefresser ist die Dachbox. Das Gleiche gilt für Veloträger und für Anhänger. Alles, was die Aerodynamik des Autos stört oder das Gewicht erhöht, solltest du bei Nichtgebrauch abmontieren.
Reifendruck beachten
Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Spritverbrauch deutlich, da der Rollwiderstand des Autos steigt. Regelmässig pumpen lohnt sich also. Aber Achtung: Spätestens bei 0,5 bar über der Herstellerangabe ist Schluss. Denn bei zu hohem Druck verlängert sich der Bremsweg und der Reifenverschleiss steigt.