Kompakt-SUV Elroq im Dauertest nach 10’000 km
Skodas Elektro-Champ zeigt kaum Schwächen

Ganz nach Skodas Werbeslogan «Simply clever» punktet der kompakte Elroq im Dauertest mit cleveren Details, reichlich Platz und solider Elektrotechnik. Nur eine Sache an Bord des Elektro-SUVs nervt uns beim Langstreckentest gewaltig.
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Das Lieblingsauto der Schweizer 2025 war letztes Jahr der drittmeistverkaufte Skoda in der Schweiz. Seit sechs Monaten steht der Elroq in der SonntagsBlick-Testgarage.
Foto: Lorenzo Fulvi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Elektro-SUV Elroq war 2025 mit 3448 Neuzulassungen der drittmeistverkaufte Skoda in der Schweiz
  • Im SonntagsBlick-Dauertest musste sich der Elroq im Winter auf der Langstrecke beweisen
  • Der SUV punktet mit grundsolider Technik, viel Platz und praktischen Lösungen für den Alltag
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Wie machen die das? Diese Frage dürften sich viele Autobauer stellen, wenn sie auf VWs Budgettochter Skoda blicken. Egal, was die Tschechen an die Hand nehmen – Erfolg ist ihnen sicher. Besonders die Schweiz ist ein Skoda-Land: 2025 landete die Marke bei den Verkaufszahlen erstmals auf Platz zwei – nur VW fuhr erneut vorneweg. Doch der Abstand zu Volkswagen wird wie in anderen Ländern auch bei uns von Jahr zu Jahr kleiner, weshalb sich manche VW-Verantwortliche nicht nur in der Schweiz immer lauter über den Erfolg der Tschechen beschweren, weil Skoda der Muttermarke zunehmend das Wasser abgräbt.

Welche Sympathien Skoda beim Schweizer Publikum geniesst, beweist die Wahl zum Schweizer Auto des Jahres. Dort räumte Skoda von 2021 bis 2025 fünfmal in Folge den Titel zum Lieblingsauto der Schweiz ab und fuhr 2026 wohl nur nicht wieder zuoberst aufs Podest, weil Markenchef Markus Kohler kein neues Modell zur Wahl anmelden konnte. Dafür feiert der Vorjahressieger Elroq auch in den Showrooms Erfolge und ist 2025 nach den konventionell angetriebenen SUVs Kodiaq und Karoq der drittmeistverkaufte Skoda in der Schweiz. Mit 3895, 3452 und 3448 Neuzulassungen rangiert das Trio auf den Plätzen fünf bis sieben der Schweizer Verkaufscharts!

Skodas Erfolgsrezept: grundsolide Technik, viel Platz, praktische Lösungen für den Alltag und immer günstiger als die baugleichen Brüder aus dem VW-Konzern. Das wird beim Anfang 2025 gestarteten Elroq, der bei SonntagsBlick seit knapp einem halben Jahr im Dauertest steht, besonders deutlich: Mehr (europäisches) E-Auto fürs Geld ist aktuell kaum zu kriegen: Die Version mit kleinerem 59-kWh-Akku (Reichweite bis 420 km) startet schon ab knapp 37’000 Franken, womit der Elroq weniger kostet als der vergleichbare Verbrenner Karoq. Unser Testwagen mit grösserem 77-kWh-Akku und Heckantrieb startet ab rund 43’000 Franken – fast 9000 Franken weniger als Skodas Familienstromer Enyaq, der europaweit zu den Elektro-Bestsellern zählt.

Fast überall praktisch

Der Elroq wird dem bisherigen Elektro-Champ auch deshalb so gefährlich, weil er trotz 17 Zentimetern weniger Länge (4,49 m) kaum weniger Platz bietet als der Enyaq. Mit 470 bis 1580 Litern (Enyaq: 585 bis 1710 l) reicht der Kofferraum locker für Familienferien zu viert – auf der Rückbank schlagen selbst gross gewachsene Passagiere bequem die Beine übereinander. Hinzu kommen die Skoda-typischen, praktischen Details: Das Ladekabel kann im Netz unter der Gepäckraumabdeckung verstaut werden, links neben dem Lenkrad versteckt sich ein auf Knopfdruck öffnendes Staufach für Schlüsselbund oder Portemonnaie. Und der Regenschirm steckt wie gewohnt in der Fahrertür.

Skoda Elroq 85 im Schnellcheck: Dauertest nach 10’000 km

Antrieb Elektromotor, 286 PS (210 kW), 545 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen 0–100 km/h in 6,6 s, Spitze 180 km/h, Batterie netto 77 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/175 kW, Reichweite WLTP/Test (Langstrecke Winter) 573/410 (300) km
Masse L/B/H: 4,49/1,88/1,63 m, Gewicht 2219 kg, Anhängelast gebremst 12% 1000 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 470–1580 l
Umwelt Verbrauch WLTP/Test 15,7/19,0 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie B
Preise ab 42’780 Franken, Testwagen plus Optionen (u. a. Anhängerkupplung, Ausstattungspaket eBravo – nicht mehr erhältlich, beinhaltet Maxx-Paket, Drive-Paket, Clever-Paket und Transport-Paket – und Design Selection «Lodge») 52’260 Fr., Basis Skoda Elroq 60 ab 36’960 Fr.

Andreas Engel

Antrieb Elektromotor, 286 PS (210 kW), 545 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb
Fahrleistungen 0–100 km/h in 6,6 s, Spitze 180 km/h, Batterie netto 77 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/175 kW, Reichweite WLTP/Test (Langstrecke Winter) 573/410 (300) km
Masse L/B/H: 4,49/1,88/1,63 m, Gewicht 2219 kg, Anhängelast gebremst 12% 1000 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 470–1580 l
Umwelt Verbrauch WLTP/Test 15,7/19,0 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie B
Preise ab 42’780 Franken, Testwagen plus Optionen (u. a. Anhängerkupplung, Ausstattungspaket eBravo – nicht mehr erhältlich, beinhaltet Maxx-Paket, Drive-Paket, Clever-Paket und Transport-Paket – und Design Selection «Lodge») 52’260 Fr., Basis Skoda Elroq 60 ab 36’960 Fr.

Doch während die Skoda-Designer bei all den Ablagen in den Türen und im Mitteltunnel an das Praktische im Auto gedacht haben, zeigen sie beim Getränkehalter wenig Grösse: Schon normal dimensionierte Kaffeebecher oder Thermosflaschen sprengen das Miniformat und zwingen den kaffeeschlürfenden Langstreckenfahrer zum umständlichen Hantieren mit den Genusselementen.

Reisen statt rasen

Bis auf den Becherhalterlapsus gibt sich der Elroq auf weiten Reisen aber keine Blösse. Selbst bei frostigen Temperaturen liegen auf der deutschen Autobahn mit dem 2,2 Tonnen schweren E-SUV bei Konstanttempo 130 noch immer mehr als 300 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp drin. Für die knapp 700 Kilometer lange Fahrt von Zürich in den Süden Niedersachsens genügten zwei (Lade-)Pausen à 30 beziehungsweise 20 Minuten. Da für den Tester eine halbstündige Mahl-Zeit auf dieser Strecke ohnehin stets eingeplant ist – ob mit Verbrenner oder Stromer –, beträgt der Zeitverlust aufgrund der Ladepausen letztlich nur rund zehn Minuten.

Bald startet Skodas Ministromer Epiq

Im Zuge von VWs Elektrokleinwagen-Offensive, bei der VW noch in diesem Jahr die Budgetstromer ID. Polo und ID. Cross auf den Markt bringt, startet im Herbst auf gleicher Technik auch Skodas drittes E-Modell. Der Epiq genannte Mini-SUV positioniert sich mit einer Länge von 4,17 Metern deutlich unterhalb der grossen SUV-Brüder Elroq (4,49 m) und Enyaq (4,66 m) und soll mit einem Einstiegspreis ab 25'000 Franken auch ins Budget jüngerer Familien passen. Trotz kompakten Abmessungen gibts im rund 1500 Kilogramm schweren Epiq Platz für fünf Personen sowie einen variablen Laderaum in der Grösse von 475 bis 1344 Litern. Geplant sind drei Varianten (115, 135, 210 PS) in zwei Batteriegrössen (37 oder 52 kWh), die Reichweiten von 315 bis 430 Kilometern versprechen. Das Topmodell Epiq 55 soll am DC-Schnelllader mit 125 kW in 23 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt sein. Die offizielle Weltpremiere des Ministromers erfolgt im Mai.

Bisher wurde der neue Epiq nur als seriennahe Studie gezeigt. Offizielle Weltpremiere ist im Mai 2026.
zVg

Im Zuge von VWs Elektrokleinwagen-Offensive, bei der VW noch in diesem Jahr die Budgetstromer ID. Polo und ID. Cross auf den Markt bringt, startet im Herbst auf gleicher Technik auch Skodas drittes E-Modell. Der Epiq genannte Mini-SUV positioniert sich mit einer Länge von 4,17 Metern deutlich unterhalb der grossen SUV-Brüder Elroq (4,49 m) und Enyaq (4,66 m) und soll mit einem Einstiegspreis ab 25'000 Franken auch ins Budget jüngerer Familien passen. Trotz kompakten Abmessungen gibts im rund 1500 Kilogramm schweren Epiq Platz für fünf Personen sowie einen variablen Laderaum in der Grösse von 475 bis 1344 Litern. Geplant sind drei Varianten (115, 135, 210 PS) in zwei Batteriegrössen (37 oder 52 kWh), die Reichweiten von 315 bis 430 Kilometern versprechen. Das Topmodell Epiq 55 soll am DC-Schnelllader mit 125 kW in 23 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt sein. Die offizielle Weltpremiere des Ministromers erfolgt im Mai.

Auf der Rückfahrt zwingt uns der dichte Feiertagsverkehr, von den im Navi vorgeschlagenen Ladestopps abzuweichen und dort Strom zu tanken, wo wir zwecks Pinkel- oder Kaffeepause sowieso anhalten. Damit der Elroq dabei möglichst die optimale Ladeleistung von bis zu 175 Kilowatt erreicht, kann die Vorkonditionierung der Batterie (das macht das Auto bei im Navi geplanten Stopps automatisch) über das Lade-Menü im Infotainmentsystem manuell aktiviert werden. Allgemein wäre ein noch etwas schnelleres Ladetempo wünschenswert, wobei die 28 Minuten (10–80%) am DC-Schnelllader gerade noch in Ordnung gehen. Insgesamt zahlen wir für den Strom, den wir für die 1400 Kilometer lange Strecke entlang der deutschen Autobahn zapfen, umgerechnet rund 160 Franken. Für die gleiche Strecke hätten wir mit einem Benziner (7,0 l/100 km) bei 2.00 Franken pro Liter (so viel kostete der Liter Super 95 2025 durchschnittlich an deutschen Autobahntankstellen) rund 200 Franken bezahlt.

Unser Fazit: Skoda ist mit dem kompakten Elroq erneut ein grosser Wurf gelungen. Der Elektro-SUV bietet viel E-Auto zum moderaten Preis und ist mit grösserer Batterie selbst im Winter absolut langstreckentauglich. Die von uns gefahrene Version mit Heckantrieb punktet zudem mit fantastischer Wendigkeit, kommt bei starkem Schneefall aber auch schnell ins Rutschen. Wer häufig in den Bergen unterwegs ist, dürfte deshalb mit dem 2200 Franken teureren 4x4 besser bedient sein.

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